Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hallo zusammen,
an anderer Stelle wurde hier heute die Frage aufgeworfen, was Gott ist.

Diese Frage finde ich würdig, um sie in einem eigenen Beitrag zu erörtern.

Welche Vorstellung von Gott hast du? Was bedeutet er für dich? Redest du mit ihm? Welche Rolle spielt er für dich?

Ich persönlich sehe Gott nicht so sehr als Person (wie das Kindheit und Jugend eingeimpft haben...ja ja der gute alte Mann mit Bart), sondern eher als einen Prozess oder grundsätzliche Kraft, die alles ermöglicht hat und doch nichts davon ist. Gott hat mit Orangensaft, Schmerzen, Theorien, Vorstellungen, Erfahrungen, Gebete, Kurse und Welten wie sie unsereins sieht bzw. praktiziert nunmehr nicht mehr viel zu tun. Er agiert hier in meinen Augen nicht mehr als "Lenker aller Geschicke", der aktiv überall eingreift. Er ist jenseits. Er hat die Ursachen geschaffen, nicht die Wirkungen. Er hat die Kugel des Prozesses der Möglichkeiten den Berg raufgerollt und dann der Sache ihren lauf gelassen, die Kugel rollen lassen und der Natur der Dinge ihren Lauf gegeben.

Da er kein Mensch ist, kann er von alledem was wir hier so treiben, auch nichts wissen, denn mit wissen kann er nichts anfangen. Er ist in meinen Augen - ich merke das gerade - auch jenseits aller Vorstellungen, die sich anschaulich in Worte kleiden lassen. Gott IST.

Ich nehme ihm das nicht übel.

Aber doch erreicht er mich, denn ich glaube an das grundsätzlich Gute dieser Kraft, die zu uns reicht.

Und er hat das Band der Liebe zu uns nie mit der Schere der Schuld (und Unschuld - ein zweischneidig immerzu scharfes Schwert) eben NICHT durchschnitten, wie wir uns und um und in uns die Welt uns weiss machen möchte.

Das ist für mich ganz wichtig, was mir der Kurs in Wundern da gerade aufzeigt, denn Gottes Liebe ist mir gewiss, wenn ich auf ihn vertraue und die Welt und mich zurücktreten und unwichtig werden lasse und einfach mal still im Geiste werde. Gott hat auch mit meiner Welt im geiste nicht ganz so viel zu tun, denn das ist mein "Eigengebräu" und selbst gebrannter Schnaps ist ja mit Vorsicht zu genießen, man kann blind werden und sogar sterben.

Das sind nun nur einige Facetten meinerseits.

Was ist Gott für dich?

Ich bin neugierig.

Alles Liebe
Jens

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Hallo Ihr Lieben,
möchte mit Euch ein Haiku teilen, das mir mal zum Thema zugeflogen ist und mich immer noch in die Erfahrung führt:

Ich bin in Gott, Gott ist in mir.
Wer freut sich darüber mehr?

herzlich Volker
Hallo Jens,

Deine Frage ist super!
Ich habe dazu so viele Texte in der Zwischenzeit gefunden und das schönste ist, wenn das eigene Leben einen zu Gott führt. Im Rückblick war Gott immer für mich da! Aufgewachsen bin ich in einem Elternhaus, in dem es Gott nicht gab, jedenfalls nicht als Religion. Jedoch habe ich schon von klein auf gespürt, dass es mehr gibt als das was man sieht oder anfassen kann, wurde dann aber eben auch immer abgestempelt, dass meine Fantasie mit mir durch geht. Später, so zwischen 10 und 35 Jahren habe ich mir keine Gedanken über Gott gemacht - aber jetzt im Rückblick weiß ich, dass er immer für mich da war. Sonst hätte ich all die vielen Herausforderungen in meinem Leben so gar nicht meistern können, denn ich bin davon überzeugt, dass es keine Zufälle gibt. In der schwersten zeit meines Lebens, als ich damals von Sozialhilfe mit meinen beiden Kindern allein gelebt habe und oftmals nicht wusste wie ich am nächsten Tag Lebensmittel oder auch die Miete bezahlen sollte, da habe ich mich auch noch nicht direkt an Gott erinnert, sondern mir immer nur vor Augen gehalten, dass ich heute genug zu essen und zu trinken habe, dass wir heute ein Dach über dem Kopf haben und dass wir heute gesund sind. Diese Gedanken haben mir geholfen nicht durchzudrehen und mutig weiter zu machen - und ich bin davon überzeugt, diese Gedanken kamen von Gott, denn von positivem Denken oder Affirmationen habe ich damals nichts bewusst gewusst.
Heute ist Gott immer mehr in meinen Gedanken, ganz häufig muss ich lachen über die zahlreichen Hilfestellungen in so wundervoller unterschiedlicher Weise, wie nur Gott sie uns gibt. z. B. habe ich letztens unbewusst mir in Gedanken eine Frage gestellt und schalte genauso unbewusst das Radio ein und die allerersten Worte aus dem Radio waren genau die Antworten auf meine unbewusste Frage! Mein herzhaftes Lachen kannst du dir vorstellen. Oder mir fällt z. B. ein Buch aus dem Regal und eine Seite wird aufgeschlagen - ich lese darin und genau das ist die Antwort auf meine momentane Situation. Funktioniert heute etwas nicht so wie ich es mir vorstelle, weiß ich, dass es dann nicht sein soll und bitte darum es mir deutlich zu machen, wenn es wichtig ist, ansonsten vergesse ich es einfach. Oder wenn ich etwas suche und nicht sofort finde - auch dann habe ich festgestellt, dass es unwichtig ist, denn zum richtigen Zeitpunkt ist es dann wieder da.
Je mehr ich nach diesem sehr einfachen aber super wirkungsvollem Prinzip lebe - desto einfacher wird es, desto öfter erkenne ich die Zeichen.
Hier noch zwei meiner Lieblingstexte zu diesem Thema:
Es gibt keine Frisöre!
Ein Mann ging zum Frisör, um sich die Haare schneiden und den Bart zurechtstutzen zu lassen. Während der Frisör arbeitete, entwickelte sich zwischen den beiden ein gutes Gespräch über verschiedenste Themen. Irgendwie kamen sie auch auf Gott zu sprechen und der Frisör meinte: „Ich glaube nicht, dass ein Gott existiert“.
„Warum nicht?“ wollte der Kunde daraufhin wissen. „Na ja, Sie müssen doch nur da raus gehen. Es ist ganz offensichtlich, dass kein Gott existieren kann. Wenn es einen Gott gäbe – würde es dann so viele kranke Leute geben? Würde es dann so viele leidende Kinder geben? Nein, wenn es einen Gott gäbe, dann dürfte es kein Leid und keinen Schmerz geben. Ich kann nicht an diesen liebenden Gott der Christen glauben. Ein solcher Gott würde diese Dinge nicht zulassen.“
Der Kunde dachte für einen Moment nach, konnte aber nichts entgegnen. Er war Christ, aber es fehlte ihm die Antwort auf diese Einwände. Und er wollte keine Diskussion mit dem Frisör beginnen. Also brachte der Frisör sein Werk zu Ende, der Kunde zahlte und verließ den Salon.
Kurz nachdem der Kunde den Frisör verlassen hatte, sah er auf der Straße einen Mann mit langem, völlig ungepflegtem Haar. Der Frisur des Passanten war anzusehen, dass sie lange Zeit kein Wasser gesehen hatte, von einer Bürste oder Schere ganz zu schweigen. Der Kunde machte auf dem Absatz kehrt und ging in den Salon seines Frisörs zurück: „Wissen Sie was? Es gibt keine Frisöre!“
„Wie kommen Sie denn darauf!“ entgegnete der überraschte Frisör. „Ich stehe doch hier, Sie stehen mitten in meinem Laden und gerade habe ich Ihnen doch die Haare geschnitten! Wie kommen Sie darauf, dass es keine Frisöre gäbe? Das ist doch Quatsch!“
„Nein!“ widersprach der Kunde. „Es gibt keine Frisöre, denn wenn es sie gäbe, dürfte es keine Menschen geben, die mit überlangen, dreckigen und ungepflegten Haaren und Bärten unterwegs sind, wie der Mann, der da draußen auf der Straße läuft.“
„Na ja – aber Frisöre existieren trotzdem“, antwortete der Frisör. „Die Leute kommen nur nicht zu mir, das ist doch nicht mein Fehler!“ „Stimmt“ gab der Kunde dem Frisör nun Recht. „Und das ist der Punkt! Gott existiert genauso. Aber die Menschen kommen nicht zu ihm und fragen nicht nach ihm. Das ist ein Grund für all das Leid und den Schmerz in der Welt…..“
und
Zwillinge in der Gebärmutter
unterhalten sich
„Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“
„Ja das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet.“
„Blödsinn, das gibt es doch gar nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?“
„Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher heller als hier sein
- Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.“
„So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee! Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt und die ist ja jetzt schon zu kurz zum Herumlaufen.“
„Doch es geht ganz bestimmt! Es wird eben alles nur ein bisschen anders!“
„Es ist noch nie einer zurückgekommen von ´nach der Geburt´. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, danach ist alles dunkel und Quälerei.“
„Auch wenn ich nicht genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.“
„Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“
Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein.“
„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“
„Doch manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören, oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“
von Henry Nouwen
Hallo zusammen,
ihr seid, na ja, beinahe göttlich in der belebenden Vielfalt eurer Antworten, die ihr hier mit allen geteilt habt. Jede hat bewegt, einen Impuls gegeben, manche auch einfach nur still werden lassen. Ich bin gespannt, was weiterhin an Antworten eintrifft. Schon jetzt sehe ich einen kleinen "Edelstein" in diesem Gesamtbeitrag, weil jeder von uns seine ganz persönlichen Ansichten geteilt hat und dies ohne Angst - was kann man sich mehr wünschen....

Und dieser kleine Diamant funkelt bereits jetzt in viele Richtungen, je nachdem aus welcher Richtung man das Licht draufscheinen lässt oder den Edelstein dreht.

Bei jedem Lesen entdecke ich wieder etwas neues.

Danke!
Wir freuen uns wohl alle zusammen auf weitere Antworten!

Alles Liebe
Jens

@Jens

Welche Vorstellung von Gott hast du? Was bedeutet er für dich? Redest du mit ihm? Welche Rolle spielt er für dich?


Ja bis vor 9 Jahren war ich weder Religiös noch gläubig, und bis dahin machte ich mir keine Gedanken was oder wer Gott ist, Rein Gefülsmäsig sah ich Gott in der Natur. Und seine Schöpfung der Tierwelt und aller schönheit die auf dieser Erde existent ist das war meine Definition von Gott. Als ich dan vor 9 Jahren Erkranket und halt nachause wollte, wuste ich kein gebet.

Also, Sagte ich hi alter Man lass mich bitte jetzt nach Hause gehn, ich habe dieses Leben satt. Vor allem möchte ich so krank wie ich bin nicht der Menscheit augesetzt werden.
Drei tage später saß ich so gelehmt wie ich war am P.C meines Lebensgefärten und schrieb über meine Leben, Nie zuvor schrieb ich was. Von da an Begannen die wunder In meinem Leben.

Alsi ich mal fragte wie man Gott und die Geistige Welt beweisen könnte war die Antwort.
Gott und die geistige welt muss sich nicht beweisen die Ergebnisse zählen und inzwischen habe ich viele Ergebnisse. Für mich stellt sich die Frage nicht den ich wes das Gott alles was ist, ist Ich lebe täglich mit Gott bitte um hilfe wen nötig und bedanke mich täglich dafür.

Mein Leben hat sich dotal verendert ich habe nits zu befürchte was auch immer geschiet so ist es gottes wille und es ist gut so. Beschreitet man einmal den Weg zu Gott, dan gibt es für einen keine Umkehr. Das ist meine definition von Gott, Gott ist alles was ist.

Liebe Grüße
Hallo Jens,

zu dem Thema hat mir kürzlich jemand eine schöne Geschichte erzählt:

Schwimmen zwei Fische im Meer. Fragt der eine den anderen: Was ist Wasser?

Lieben Gruß

Antje A
alles

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