Sehr geehrter Herr Kamphausen,
Sicher hat die Diskussion über Glaubensfragen nicht erst mit Neale Donald Walsch und seinen „Gespräche mit Gott“ begonnen, aber sie hat doch zumindest die Möglichkeit einer neuen Sicht, eines Paradigmawechsel in unserer Zeit „der Individualseelen“ ins Leben gerufen.
Ist es eine Alternative zu allen bisherigen Glaubensfragen? Das hängt wohl von jedem Einzelnen ab. – Für mich ist es d i e Alternative. Für mich ist Gott „lebendig“ geworden – er zeigt sich mir in unendlichen Formen und Ereignissen – und ich kann mit Ihm vertrauensvoll darüber „reden“, in welcher Form auch immer. Ich fühle mich tatsächlich als Teil von Ihm und dem Leben. Es wäre mir wohl kaum möglich, ein Verbrechen oder ein Unrecht zu begehen (schon gar nicht im selbstgerechten Gedanken: „Gott mit mir“ oder „Gott mit uns“ – man könnte genau so gut sagen „Allah“ oder irgend einen anderen Namen, der rechtfertigt bzw. fordert, dass ich so handle.) Ich bestimme das selbst und bin bereit, meine Erfahrungen damit zu machen; mit der Perspektive, es auf andere Art zu versuchen, falls das Ergebnis schief liegt.
Gott verlangt nichts von mir, die Ergebnisse meines menschlichen Handelns zu beurteilen überlässt er mir oder der menschlichen Gesetzgebung. Aber Er schickt mich dafür nicht in eine Hölle, die es nicht gibt (weil ich sie mir selbst schon auf Erden schaffen würde). Ich bin jedoch überzeugt, dass wir in diesem Glauben ein bewussteres und wahrscheinlich auch ein glücklicheres Leben führen auf Erden, auch angesichts Alter und Tod. Wir werden neue Chancen bekommen, bis wir uns selbst entscheiden, wer wir wirklich sein wollen bzw. schon sind: Von Gott geliebte Kinder!
(Abdruck des Beitrags mit Genehmigung von Ursula W., Basel/Schweiz)
Tags: Chance, Glaubensfragen, Gott, glücklich, sein
-
▶ Hierauf antworten