Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Ich bin neu hier und habe da eine Situation, die mich manchmal sehr traurig macht.

Ich bin seid Mai 2008 von meinem Mann getrennt. Wir haben uns auseinander gelebt.

Seid ich E.T. gelesen habe drück mich manchmal mein Gewissen und Fragen kommen auf: War das alles richtig? Ich hätte ihn doch so annehmen müssen wie er ist! Liebe ich ihn oder ist die Beziehung nur zu einer Gewohnheit geworden? Denke ich zuviel darüber nach? Soll ich alles auf mich zukommen lassen es also beobachten?

So nun war gestern Silvester. Ich war allein in meinem Wohnzimmer und habe mir selber leid getan. Wie komme ich dann aus so einem sich selber leid tun schnell wieder herraus? Heute habe ich das erstemal alleine bitter geweint.

Ich weiss es kann nur noch besser werden.

Ich lebe das erste mal in meinem Leben alleine. Ich habe mit 21 geheiratet und wohnte bis Mai 26 Jahre mit meinem Mann zusammen.

Ich höre lieber auf zu schreiben, sonst wird das Selbstmitleid nur noch größer.......

Andrea

Tags: Selbstmitleid

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Liebe Andrea,
ich kann Deinen Schmerz gut verstehen: 26 Jahre Beziehung sind eine lange Zeit, und wenn das mit einem Mal vorbei ist, bricht eine Welt zusammen, und viele Dinge, die man zu seinem Leben gezählt hat, sind plötzlich dahin.

Vielleicht sagst du dir nun: "Ich habe alles verloren, was mir wichtig war, mein Leben ist jetzt leer und bedeutungslos geworden". Aber das würde bedeuten, dass Du alle diese verlorenen Dinge als "Dein Leben" bezeichnet hast, Du dich mit diesen Dingen identifiziert hast. Aber alle Dinge des Lebens sind nur vergängliche Formen.

Wenn Du "Selbst-mit-Leid" verspürst, dann trauerst du diesen vergangenen Dingen hinterher und empfindest schmerzvoll den Verlust "Deines Lebens". Dein Lebensumfeld hat sich verändert, und Du kannst deine gewohnte Rolle im Leben nicht mehr spielen. Aber auch dieses Rollenspiel ist nur eine Form, die man sich im Laufe des Lebens angeeignet hat.

Jetzt kannst Du dich fragen: "Wenn alle diese vergänglichen Dinge weg sind, was bleibt dann noch?" Die Antwort weißt Du schon: "Du selbst!" Du stehst mitten im Leben, schaust dich um und siehst, wie Dinge geschehen, Leute kommen und gehen. Du kannst dabei mitmachen oder lässt es einfach nur sein, kannst mit Menschen zusammen oder allein sein, kannst Dinge haben oder nicht. Egal was Du tust und mit wem: DU bist einfach da, Du BIST einfach, DU BIST!

In dem Moment, wo Du das feststellst, hast Du Dein wahres Wesen erkannt: eine formlose Präsenz, ein Bewusstsein, ein Da-Sein. Du verspürst einen tiefen inneren Frieden, bist im Einklang mit dem Leben und kannst sogar Freude empfinden allein am So-Sein der Dinge. Du verspürst nun "Selbst-ohne-Leid" und bist ganz DU SELBST.

Versuche, diese Perspektive in jeden Moment des Lebens zu bringen, und Du wirst feststellen, dass sich die Dinge von selbst entwickeln. Chancen tun sich auf, die Du nutzen kannst, aber nicht musst. Versuche mal herauszufinden, was Du magst, auch wenn es nur für diesen einen Moment ist. Sei gegenwärtig bei allem, was Du tust, denn dann handelst Du immer dem jetzigen Moment entsprechend richtig.

Wann immer Du feststellst, dass es Dir schlecht geht oder etwas nicht klappt: lasse los von den Gedanken darüber, denn sie sind es hauptsächlich, die Probleme konstruieren, welche nicht wahr sind, Widerstände aufbauen, die nicht da sein müssten. Akzeptiere die Gedanken und Gefühle, die in Dir auftauchen, ebenso wie die Dinge, die um Dich herum auftreten, als das, was sie ihrem Wesen nach sind: als vergängliche Formen innerhalb des Lebens, welches Du bist.

liebe grüße
Unity
Oh Anne ich danke dir für deinen Kommentar!

Irgendwie weiss ich, dass ich mich von meinem Mann weit entfernt habe. Wir sind auf unterschiedlichen geistigen Ebenen.

Ich suche, besser gesagt: Ich erwarte von einem Partner das er authentisch ist. Und das in jeder Situation, ob sie mir nun gefällt oder nicht.
Mein Mann hat immer alles für mich getan. Mitlerweile frage ich mich: War es aus Liebe, oder wollte er nur seine Ruhe oder Harmonie haben.
Auseinandersetzungen kenne ich nicht.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke muß ich gestehen: Andrea, du kennst deinen Mann gar nicht.
Ich weiss nicht was er fühlt, denkt oder empfindet. Er ist immer gleich zufrieden.
Aussenstehende sagen über meinen Mann : Er ist ein angenehmer Zeitgenossen. Mit ihm kann man sich nicht ins Gehege kommen.
Oh, Anne, dass tut mir gerade so weh! Warum? Weil ich meine ich mache ihn irgendwie schlecht. Aber das ist er nicht. Nur irgendwie fehlt mir was in der Beziehung.
Wir treffen uns manchmal zum Essen. Bin ich dann wieder in meiner Wohnung, denke ich: Andrea, eigentlich hast du die ganze Zeit schon wieder geredet und er immer freundlich gelächelt.
Manchmal denke ich , hätte ich einen anderen Partner, dann wäre die ganze Sache einfacher.
Doch dann fällt mir ein. Ich würde ja das Gegenstück von meinem jetzigen inneren Zustand bekommen . Und ob das jetzt richtig wäre?
Ich glaub ich mach mir einfach viel zu viel Gedanken.
Anne, ich sehne mich nach einem Mann der mich versteht und mit mir auf geistiger Ebene wächst. Mit dem ich Lachen und weinen kann!
Es tat mir gut, dir dieses zu schreiben
Danke Anne
und liebe Grüße
Andrea
Hallo Unity,

ich stelle mir das gerade vor. Alles sind Dinge, Formen die vergänglich sind.
Es stimmt, ich empfinde gerade eine gewisse Leichtigkeit. Betrachte gerade mit dem inneren Auge meine Situation und komme mir vor wie in einem Theater. Ich sitze ganz oben auf dem Rang und schaue auf die Bühne. Die Bühne meines Lebens. Dort wird gerade das Drama gespielt. In diesem Drama spiele ich die Hauptrolle. Ich bin also der Beobachter oben auf dem Rang und die Hauptperson in dem Drama. In dem Moment wo ich darüber nachdenke, empfinde ich das Drama nicht mehr so schlimm. Und siehe da, das Bühnenbild wird auch angenehmer.

Irgendetwas fehlt noch in meiner Ansicht, die ich oben beschrieben habe! Nur was?

Bis später
Andrea
Ps: Danke
Hallo Andrea,
vielleicht dieses: die anderen Hauptdarsteller ;-) Ok, aus Deiner Perspektive bist Du im Mittelpunkt des Ganzen, aber diese Perspektive hat jeder andere Mensch auch für sich.

Und so würde das Stück aussehen: Die Bühne ist das Leben, und jeder Darsteller kritzelt im Script herum, denn sie sind ja auch allesamt Regisseure! Die einen wollen am liebsten der Held sein, die anderen die Prinzessin. Problematisch wird es, wenn zwei Helden aufeinandertreffen und jeder behauptet: "Ich bin die Hauptperson, die Prinzessin gehört mir!" Und so entsteht Krieg. Köpfe rollen, das Bühnenbild wird ruiniert, großes Leid und Gezeter, Rufe nach Vergeltung sind zu vernehmen. So geht es immer hin und her, aber der Vorhang fällt nie. Langweiliges Stück, nicht wahr? Schade nur, dass es kaum jemand auffällt, denn nur wenige Darsteller können sich auch mal auf dem Rang niederlassen, sich das Spektakel anschauen und sich fragen, ob es denn wirklich nur Helden geben muss, die erobern müssen, und Prinzessinnen, die erobert werden wollen.

Alternatives Stück: Alle Darsteller wissen, dass sie zusammen ein gemeinsames Stück spielen wollen, eines, dass spannend ist, Spaß macht, zum Nachdenken anregt, voller Romantik und Lebensfreude. Jeder bringt sich ein, gibt das Beste, was er kann, denn jeder weiß: "Ich bin ein Teil dieses Kunstwerks, und wir gestalten es alle gemeinsam. Jeder ist Teil dieses Dramas, aber wir alle zusammen sind das Drama. Wir schaffen das größte Bühnenstück aller Zeiten und haben einen Riesenspaß dabei!"

Viele Grüße
Unity
Hi Unity,

ich meinte mit dem Theater meine eigene Lebenssituation. Das, was ich innerlich bin spiegel ich auch wieder. Und dieses Spiegelbild zeigt mir meine Lebenssituation.
Oder verrenne ich mich da in irgendetwas. Ich denke mein Beispiel ist nich ganz so passend.

Vielleicht muß ich mir nicht immer so viele Gedanken machen. Sagt E.T. ja auch. Einfach im JETZT bleiben.

Die Situation anschauen, gegebenfalls darauf reagieren und sonst nichts.....

Ist es so? Was meinst du Unity?

Und dann, warum kann ich nicht einfach still bleiben?

Viele Grüße
Andrea
Hallo Andrea,

doch, Du siehst das ganz richtig. Die Persönlichkeit und das Verhalten eines jeden Menschen spiegelt sich in der Außenwelt, also als Reaktion auf das, was innen vor sich geht. Genauso reagiert jeder auf die äußeren Einflüsse, z.B. die Handlungen anderer Menschen oder die Situationen des Lebens. Daran sieht man schon, dass diese Trennung "innen und außen" eigentlich nicht möglich ist, denn das Leben und Ich (jedes Ich) sind eins, aber der Verstand schafft es trotzdem ;-)

Du musst Dir tatsächlich nicht so viele Gedanken machen. Das, was Du zu tun hast, sagt Dir das Leben selbst, wenn Du aufmerksam hinschaust. Das Denken ist durchaus ein nützliches Werkzeug, aber Du selbst kannst bestimmen, wann Du es benutzen willst. Und nur Du kannst es auch ganz bewusst wieder beiseite legen, wenn Du es nicht benötigst. Ansonsten wuchern die Gedanken unkontrolliert weiter wie ein Dschungel, in dem man sich sehr schnell verirren kann.

Wann immer Du es schaffst, in den jetzigen Moment zurückzukehren, erinnerst Du Dich an Dein wahres Selbst, denn Du bist mit dem Jetzt untrennbar verbunden. Du lebst jetzt! Nur in diesem einzigen wahren Moment kannst Du die Ruhe und die Kraft finden, die Quelle des unmanifesten Lebens, aus dem alle Formen entstehen, sein es nun Gedankenformen, Gefühle, Dinge, die Du tust oder Dinge, die von außen an Dich herantreten.

Um diese Stille in sich zu finden, gibt es viele sehr gute Übungen. Einige hat Ecki Tolle in seinen Büchern beschrieben (z.B. Beobachten des eigenen Atems, des inneren Körpers, ...). Andere Übungen geben uns die Meditation, Yoga oder Tai-Chi (siehe auch die Diskussion "Im Jetzt sein" in diesem Forum; total klasse, was Norbert da beschrieben hat!). Alle Übungen haben hauptsächlich ein Ziel: die Auflösung der Identifikation mit den Gedanken sowie das Wiederentdecken der inneren Ruhe und Wachsamkeit.

Viele Grüße
Unity
Hi Unity,

was hälst du von dem Arbeitsbuch das in dem Buch "Jetzt" auf der letzten Seite angeboten wird. Könnte es mir eine Hilfe sein`?

Ich habe die Übung mit dem Atem gemacht, komme dabei aber immer in Gedankenflüsse, die leise anfangen und ehe ich es merke bin ich schon mitten drin im towawo...

Was soll ich erwarten jahrelang habe ich so reagiert! Kann ich in kurzer Zeit umdenken?

Man ist das kompliziert!

LG
andrea
Hallo Andrea,

ist nicht kompliziert, nur ungewohnt. Man kann jahrzehntelange Gewohnheiten nicht einfach so ablegen. Gut ist es auf jeden Fall, wenn Du schon feststellst, dass Deine Gedanken Dich wieder einmal mit auf die Reise genommen haben, denn in diesem Moment wachst Du wieder auf und stellst fest: "Ach! Die Gedanken schon wieder..." Kämpfe nicht dagen an, sondern lasse sie nur einfach los. Ecki sagt auch: "Es kommt nicht darauf an, wie lange man im Jetzt verweilen kann, sondern wie oft man sich dessen bewusst werden kann. Alles andere entwickelt sich nach und nach."

Ich weiß leider nicht, welches Arbeitsbuch Du meinst, denn mein "Jetzt!"-Buch ist gerade unterwegs ;-) Aber probier's doch einfach mal aus. Ansonsten empfehle ich Dir auf jeden Fall, die Videos von Eckhart Tolle zu schauen (z.B. bei video.google.de) oder die Hörbücher zu hören. Am besten funktioniert das in einer Stillen Gruppe mit Gleichgesinnten. Schau doch mal hier auf der Seite unter "E.T. Netzwerk", vielleicht ist ja eine solche Gruppe bei Dir in der Nähe.

Viele Grüße
Unity
Danke Unity,

ich werde gleich mal auf "E.T. Netzwerk" schauen.

Und das Arbeitsbuch kann ich mir ja auch bestellen.

Es tut gut mit dir zu schreiben. Endlich jemand der mich versteht.
Und foldendes von deiner Antwort schreibe ich mir hinter die "Ohren"

Es kommt nicht darauf an, wie lange man im Jetzt verweilen kann, sondern wie oft man sich dessen bewusst werden kann. Alles andere entwickelt sich nach und nach."

Das nimmt mir irgendwie den Druck vom Herzen. Ich kann also gar nichts falsch machen. Es läuft alles seinen Gang. Ich muß das Leben nur lassen und gespannt sein, was es mir alles so bringt.

Danke nochmal
GlG
Andrea
Liebe Andrea,

ich bin seit 35 Jahren verheiratet und kann genau verstehen wovon Du sprichst.
Seit zehn Jahren ist mir ganz klar was für einen Partner ich mir wünsche. Pech nur, dass ich meinen Mann liebe.
Du sprichst das Theater an. Auch ich habe gelernt unsere Situation von aussen zu betrachten, wie ein Theaterstück. Und stelle Dir vor, mein Mann zeigt mir genau die Dinge auf, die mich selbst, an mir, am meisten stören. Es war mir bisher nur noch nicht bewusst. Er zeigt es mir auf krasse Weise und ich versuche immer den Fleck an meinem Spiegelbild zu entfernen, statt an meiner Nase zu putzen.
Verstehst Du was ich meine?
Mein Mann zeigt mir sehr viele Dinge über mich selbst. Wenn ich sie verstehen und verändern kann, kann auch er sich verändern.
Deshalb liebe und brauche ich ihn, um meine Flecken auf der Nase erkennen zu können. Mein nächster Partner würde aus Liebe nicht anders handeln. Wir suchen uns immer die Partner, die wir für unsere Entwicklung brauchen.
Das habe ich erkannt, bin dankbar dafür und nehme mir eine Auszeit für mich (Ferien vom Lernen), wann immer ich sie brauche.

Alles Liebe und Gute
Christine
(Wenn Du Hilfe brauchst, ich bin gerne fürDich da!)
Liebe Christine,

danke für deine Antwort!

Ich habe auch lange darüber nachgedacht, dass mein Mann mein Spiegel ist.

Ich lebe jetzt seit fast einem Jahr alleine und habe alles ausprobiert. Ich meine damit: Traurigkeit mit Alkohol bekämpfen. Selbstmitleid (ich bin ja so alleine, und ich habe es doch am Schwersten, usw.) mit Alkohol bekämpfen. Solange ,bis es Klick in meinem Kopf gemacht hat.

So wie ich die Dinge anging fuhr ich nur den schnellen Weg zur Selbstzerstörung!

Ich mußte mich entscheiden Leben oder Selbstzerstören. Ich habe mich für das LEBEN entschieden.

Nicht das EGO-Leben, nein das LEBEN, der Ursprung, die Quelle, das SEIN, oder wie es auch immer genannt wird.

Ich gebe zu, der Weg ist schmal. Das Ego ist listig, denn es will überleben! Und wovon lebt es? Von meinen Selbstzweifeln, Ärger, Zorn , Hochmut, Mitleid, Eifersucht, usw.

Du siehst schon, all die eben geschriebenen Wörter dürfen keinen Sinn mehr haben, um frei zu sein. Ich kann es nicht anders beschreiben. Anders gesagt: Es ist wie es ist! Ich aus mir als "Fleischkloß mit Verstand" kann nichts tun! Krass war die Erkenntnis: Ich kann nicht mal das Herz still stehen lassen und dann wieder zum Schlagen bringen. All das geschieht , aber nicht weil ich es tue....

Ich glaub ich schweife ab, von dem was ich eigentlich dich fragen wollte.

Du sagst du liebst deinen Mann. Ich habe mich auch gefragt, liebe ich meinen Mann noch? Da kam noch eine Frage, was ist Liebe in der Partnerschaft und wie erkenne ich sie?

Ja, ich achte meinen Mann, deshalb ging ich. Und ich stelle fest, mein Mann lebt in unserem Hause weiter, als wäre nichts geschehen. Wie soll ich es noch anders ausdrücken. So, als wäre ich in Urlaub gefahren.

Manchmal bin ich traurig, will ihm nicht weh tun, aber nur deshalb zurückzukehren , NEIN.

Dann denke ich , von meiner Seite mehr Kontakt zu geben. (Ich sehe ihn Freitags, wenn ich meine Tochter zu ihm bringe und Sonntags, dann bringt er den Hund wieder zu mir ) sonst nichts. Ist etwas zu organisiern rufe ich an.

Um zum Anfang zurückzukommen ,frage ich mich, was will mir der Spiegel sagen?

Danke Christine,
es ist schön zu wissen , dass du für mich da bist. Das Gleiche gilt auch für dich!

Ganz liebe Gr´üße
Andrea
Hallo Andrea,

ich finde, Du hast sehr viel erkannt und erarbeitet. Das ist eine tolle Leistung!
Nun zu Deiner Frage: was ist Liebe in der Partnerschaft und wie erkenne ich sie?
Ich kann Dir nur aus meiner Partnerschaft berichten.
Ich habe immer in mich hineingespürt um die wirklichen Gefühle für meinen Mann zu erkennen. Es gab Zeiten da wollte ich nur eine Trennung, Zeiten mit Hass, Aggression und Gleichgültigkeit. Und trotzdem habe ich auch immer noch die Liebe gespürt. Ich musste schon genau hinspüren, aber sie war da.
Liebe ist, den anderen so sein zu lassen wie er eben ist.
Das fällt uns Frauen sehr schwer, aber wir können eine Situation nur verändern, wenn wir erkennen und dann uns verändern.
In unserer Unzufriedenheit bauen wir ein Spannungsfeld auf und unser Umfeld versteht gar nichts mehr.
Männer, in ihrer Hilflosigkeit, leben gerne so weiter als ob nichts geschehen wäre.
Irgendwann ist sie wieder "normal", das können sie aussitzen.
Auch sie sind in ihren Prozessen gefangen, wollen es aber oft nicht "wahr"nehmen.
Ich konnte mit vielen Eigenheiten meines Mannes plötzlich nicht mehr umgehen. Bis ich erkannte: seine Ruhe zeigte mir nur meine innere Unruhe, seine vermeintliche Verantwortungslosigkeit zeigte meine Verantwortungslosigkeit mir und meinen Gedanken gegenüber usw.........
Mir ist durch ihn so vieles klar geworden und nun bemerke ich, dass er sich verändert.
Auch ich ziehe mich manchmal zurück um etwas bearbeiten zu können und genieße die Zeit mit mir, bin aber trotzdem auf der Seelenebene mit ihm verbunden.
Dieses Gefühl finde ich sehr schön und genieße es, so lange es dauert. Nichts währt ewig, aber ich kann dankbar sein für diese Zeit.
Ich glaube, Liebe ist: alles dafür zu tun, dass es mir gut geht, dann kann ich auch für andere gut sorgen und der Wunsch, der andere möge glücklich sein, auch wenn sein Weg von mir weg führt.

Einen schönen Tag und alles Liebe
Christine

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