Hallo Hage, ich verlagere die Diskussion mal hierher, wenn es dir recht ist.
Jede aufrichtige Suche hängt für mich an einer inneren Auseinandersetzung mit mir selbst. So muss ich mich immer wieder hindurchringen zu einer glaubwürdigen Antwort – einer die ich
selbst und die ich auch jedem anderen anbieten kann. So ringe ich mich immer wieder an mir selbst - an meinem vordergründigen Kalkül vorbei. Denn gültige Antworten sind m. E. frei von jeder Vordergründigkeit und Berechnung.An jeder Frage nach dem Sinn dessen, was mir wiederfährt (ob nun selbstgemacht oder schicksalhaft) hängt die Frage nach dem, was ich selbst gewillt bin zu wollen.
So komme ich nicht umhin mich innerlich zu positionieren: Kann ich auch das wollen, was mir
missfällt? Je selbstloser ich suche desto selbstloser die Antwort. Leben ist Selbstlosigkeit
schlechthin. Meister Eckhart dazu:
Wo der Mensch in Gehorsam aus seinem Ich herausgeht und sich des Seinen entschlägt, ebenda muß Gott notgedrungen hinwiederum eingehen; denn wenn einer für sich selbst nichts will, für den muß Gott in gleicher Weise wollen wie für sich selbst. Wenn ich mich meines Willens entäußert habe in die Hand meines Oberen und für mich selbst nichts will, so muß Gott drum für mich wollen, und versäumt er etwas für mich darin, so versäumnt er es zugleich für sich selbst. So steht's in allen Dingen: Wo ich nichts für mich will, da will Gott für mich. Nun gib acht! Was will er denn für mich, wenn ich nichts für mich will? Darin, wo ich von meinem Ich lasse, da muß er für mich notwendig alles das wollen, was er für sich selber will, nicht weniger noch mehr, und in derselben Weise, mit der er für sich will. Und täte Gott das nicht, - bei der Wahrheit, die Gott ist, so wäre Gott nicht gerecht, noch wäre er Gott, was <doch> sein natürliches Sein ist. Meister Eckhart
Was aus Selbstlosigkeit existiert, das überdauert und hat ewiges Sein. So müssen wir uns immer wieder selbst positionieren und das heißt auch uns von uns selbst distanzieren. Was uns dabei trägt und immer wieder hebt, ist das Vertrauen, dass aller Sinn und alle Bedeutung durch uns gefunden werden wollen, da alle Wahrheit bereits in vollem Umfang existiert.
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Permalink Antwort von Elmar am 13. September 2010 um 5:08pm
Permalink Antwort von hage am 13. September 2010 um 5:42pm
Permalink Antwort von hage am 13. September 2010 um 7:07pm
Permalink Antwort von Frank Menzel am 13. September 2010 um 9:02pm zu elmar
dein Schluss aus Meister Eckharts Zitat ersxcheintmir falsch ...
es geht nicht um Selbstlosigkeit ... Selbstlos kann nur ein Selbst sein , dass dann halt nichts FÜR sich will ...
da ist aber gar kein Selbst, dass etwas wollen könnte !
da ist nur die Idee eines "Ichs" und die Idee eines Wollens im/für "Ich".
wer in dieser Idee steckt kann sich von gar nichts distanzieren ... am wenigstens von dieser Idee ... da müsste sich eine idee von sich selbst distanzieren ...
diese Idee wird auch niemals Sinn, Bedeutung oder Wahrheit finden ...
diese Ich-Idee kann nur eines ... ihre eigene (scheinbare) Realität durch manipulierte Wahrnehmung zu erhalten, möglichst noch zu verstärken ... am besten geht dass, wenn sich das "Ich" Sinn, Bedeutung und Wahrheit, und Distanzierungsfähigkeit zuschreibt ...
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 8:21am
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 8:36am
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 10:04am
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 11:40am
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 5:25pm
Permalink Antwort von Elmar am 14. September 2010 um 6:07pm Willkommen bei
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