Hallo Hage, ich verlagere die Diskussion mal hierher, wenn es dir recht ist.
Jede aufrichtige Suche hängt für mich an einer inneren Auseinandersetzung mit mir selbst. So muss ich mich immer wieder hindurchringen zu einer glaubwürdigen Antwort – einer die ich
selbst und die ich auch jedem anderen anbieten kann. So ringe ich mich immer wieder an mir selbst - an meinem vordergründigen Kalkül vorbei. Denn gültige Antworten sind m. E. frei von jeder Vordergründigkeit und Berechnung.An jeder Frage nach dem Sinn dessen, was mir wiederfährt (ob nun selbstgemacht oder schicksalhaft) hängt die Frage nach dem, was ich selbst gewillt bin zu wollen.
So komme ich nicht umhin mich innerlich zu positionieren: Kann ich auch das wollen, was mir
missfällt? Je selbstloser ich suche desto selbstloser die Antwort. Leben ist Selbstlosigkeit
schlechthin. Meister Eckhart dazu:
Wo der Mensch in Gehorsam aus seinem Ich herausgeht und sich des Seinen entschlägt, ebenda muß Gott notgedrungen hinwiederum eingehen; denn wenn einer für sich selbst nichts will, für den muß Gott in gleicher Weise wollen wie für sich selbst. Wenn ich mich meines Willens entäußert habe in die Hand meines Oberen und für mich selbst nichts will, so muß Gott drum für mich wollen, und versäumt er etwas für mich darin, so versäumnt er es zugleich für sich selbst. So steht's in allen Dingen: Wo ich nichts für mich will, da will Gott für mich. Nun gib acht! Was will er denn für mich, wenn ich nichts für mich will? Darin, wo ich von meinem Ich lasse, da muß er für mich notwendig alles das wollen, was er für sich selber will, nicht weniger noch mehr, und in derselben Weise, mit der er für sich will. Und täte Gott das nicht, - bei der Wahrheit, die Gott ist, so wäre Gott nicht gerecht, noch wäre er Gott, was <doch> sein natürliches Sein ist. Meister Eckhart
Was aus Selbstlosigkeit existiert, das überdauert und hat ewiges Sein. So müssen wir uns immer wieder selbst positionieren und das heißt auch uns von uns selbst distanzieren. Was uns dabei trägt und immer wieder hebt, ist das Vertrauen, dass aller Sinn und alle Bedeutung durch uns gefunden werden wollen, da alle Wahrheit bereits in vollem Umfang existiert.
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Permalink Antwort von Chetan am 17. September 2010 um 11:01pm Chetan ich rede nicht von Erleuchtung oder Erwachen ... ich rede von KLARHEIT
das "da" und "dort" ist unserer Sprache geschuldet ....
Da IST nur eines - das BEWUSSTSEIN ... dann erscheint der Inhalt des BEWUSSTSEINS - die DUALITÄT (die aber nicht IST, sondern erscheint)
dies wird deutlich in der KLARHEIT ....
das Wort Offenbarung benutze ich nur, um damit zu betonen, daß das Auftauchen automatisch und ohne jede Mitwirkung durch "mich" geschieht ...
Permalink Antwort von Chetan am 18. September 2010 um 11:57am Dein Verständnis von Bewusstsein ist nicht das meine ... du bindest Bewusstsein an das Sein eines Menschen ....
DA ist jedoch NUR BEWUSSTSEIN ( ohne einen bewust Seienden)
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