Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hallo,
ich bin seit gestern Mitglied hier im Forum und freue mich auf eine anregende Diskussion.

Ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit Eckhart Tolle und bin von seiner Theorie sehr angetan. Doch habe ich noch einige Fragen, die ich hier gern loswerden möchte. Einige davon sind sehr konkret, bezogen auf eine ganz bestimmte Situation. Möglicherweise sind davon schon einige beantwortet worden. Ich hoffe, dass ich damit niemanden langweile. Die wichtigste lautet: WIE schaffe ich es, die innere Kraft, den Raum, die Essenz zu spüren? Ich versuche mehrmals am Tag innezuhalten, zwei-, dreimal tief zu atmen und dabei den Verstand auszuschalten. Doch leider gelingt das nicht immer. Kennt ihr Übungen/Herangehensweisen, um diese innere Kraft zu spüren?

Weitere Fragen werden mit Sicherheit folgen. Erst einmal vielen Dank für die Chance, hier so offen zu sprechen.

Bert

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hallo Bert,

du frägst:
"wie schaffe ich es die innere Kraft, den Raum, die Essenz zuspüren?"

ich lasse mich bewusst von den Sinneswahrnehmungen berühren und dann, immer öfter auch noch, von dem inneren gefühlten Antworten darauf. Will es gar nicht recht gelingen, dann befehle ich mir einfach "einatmen" ... "ausatmen"...usw. und folge der Atmung mit der Wahrnehmung.

einfach ist für mich das Sehen. Es ist eben JETZT, was ich jetzt sehe und lasse mal alle Gedanken überdas Gesehene ein kleines Stück hinten anstehen, damit es nicht zu ungeduldig wird und mich übermannt (das Denken).

oder der Gedanke, "wer wäre ich, wenn ich jetzt nichts denken könnte?" und bleibe ganz neugierig dabei....

das sind nur ein paar der kleinen Tricks, denen ich mich anvertraue.

Herzlich Grüße und frohes Gelingen
Lieber Bert,

der Heidemarie schließe ich mich an und sage dazu noch: Den Verstand "auszuschalten" wird wohl kaum gelingen. Das mußte ich auch schon einsehen. Aber es ist gar nicht so schlimm, einen ständig redenden Verstand zu haben - solange man nicht alles glaubt, was er erzählt.

Wie du es machst, ist schon genau richtig! ET sagt: "Lausche der Stimme im Kopf, sooft du kannst." Nicht: Versuche die Stimme zu unterdrücken. Damit produzierst du nur noch mehr Gedanken. Laß die Gedanken sagen, was sie sagen wollen - du hörst einfach zu, lächelst und nickst. Als ob dir ein Bekannter auf der Straße stundenlang "ein Ohr abkaut", mit Sachen, die dich gar nicht interessieren, und du sagst ab und zu mal "mhm".

Und ab und zu ist er ja wirklich auch mal nützlich. Und er wird immer nützlicher.

Besten Gruß

Sven
Lieber Bert, wenn ich versuche "den Verstand auszuschalten" gelingt mir das auch nicht besonders gut. Ich beobachte meinen Gedankenstrom immer mal wieder im Laufe des Tages und benenne auch kurz meine Gedanken ("Ah, das ist wieder so ein typischer Ich-wäre-lieber-woanders Gedanke"...); durch das Benennen werden die Gedanken eher als Gedanken erkannt und ich bin dann (kurze Zeit) nicht mehr so stark mit ihnen (und den dazugehörigen Gefühlen) identifiziert. Eine weitere "Alltagsübung", die mir dabei hilft, den Raum und die Essenz zu spüren, ist das bewusste Beobachten/Wahrnehmen meiner Umwelt/Mitmenschen: Ein Kind im Bus, ein Hund, Arbeiter vor dem Stehcafe, ein Baum...wenn ich mich auch nur ein wenig interessiert öffne, hört der Gedankenstrom etwas auf (bzw. beruhigt sich oder bekommt eine inspirative Kraft).

Ansonsten praktiziere ich, so gut es geht, morgens ca 15 Min lang eine Art Atemmeditation verbunden mit ein paar Qi-Gong Übungen.

Eine ganz andere wirkungsvolle Übung ist eine bestimmte Form von der Beschäftigung mit spiritueller Literatur: Man kann sich vorstellen, dass der Text, den ich gerade lese, zutiefst für mich ganz persönlich bestimmt ist (eventuell Antwort Deines höheren Ich, oder Engels an Dich in diesen Moment,) - dies kann man sich vielleicht nicht direkt als "Übung" vornehmen, man muss ein bisschen "experimentieren" damit und vor allem versuchen, es tief zu fühlen. Soweit erst einmal.lg
Hallo an alle - und vielen Dank für die Anregungen. Ich merke, ich bin vermutlich schon auf dem richtigen Weg. Einige Tipps werde ich ausprobieren. DANKE!

Leider ertappe ich mich nach wie vor sehr häufig dabei, wie ich verstandesdiktiert durchs Leben gehe, mit Menschen rede, auf sie reagiere - so, wie es ET den konditionierten Verstand nennt. Erst NACH der Situation fällt mir das auf und dann habe ich das Gefühl, es ist zu spät unnd ärgere mich, dass ich nicht vor meiner Reaktion inne gehalten und dann reagiert habe.

Meine nächste Frage wird bei manchem hier möglicherweise Kopfschütteln hervorrufen, und ich weiß eigentlich, dass man sie schwer in Worte fassen kann. Ich versuchs trotzdem: Kann mir jemand irgendwie erklären, WIE sich die Essenz, die innere Ruhe, die Stille, das SEIN anfühlen? Vielleicht erlebe ich ja schon solche Momente, weiß das aber nicht (klar - auch da versucht der Verstand wieder das zu erklären, was ihm ursächlich entgegen steht).

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? Und später würde ichdann gern ein paar sehr konkrete Fragen stellen wollen...
Das werde ich definitiv mal ausprobieren. Danke!

Heidemarie sagte:
hallo Bert,

du frägst:
"wie schaffe ich es die innere Kraft, den Raum, die Essenz zuspüren?"

ich lasse mich bewusst von den Sinneswahrnehmungen berühren und dann, immer öfter auch noch, von dem inneren gefühlten Antworten darauf. Will es gar nicht recht gelingen, dann befehle ich mir einfach "einatmen" ... "ausatmen"...usw. und folge der Atmung mit der Wahrnehmung.

einfach ist für mich das Sehen. Es ist eben JETZT, was ich jetzt sehe und lasse mal alle Gedanken überdas Gesehene ein kleines Stück hinten anstehen, damit es nicht zu ungeduldig wird und mich übermannt (das Denken).

oder der Gedanke, "wer wäre ich, wenn ich jetzt nichts denken könnte?" und bleibe ganz neugierig dabei....

das sind nur ein paar der kleinen Tricks, denen ich mich anvertraue.

Herzlich Grüße und frohes Gelingen
Lieber Bert, die Frage, wie sich das Sein und die Essenz "anfühlt" lässt sich m.E. wirklich kaum beantworten, da man hier einen wortlosen Bereich berührt/betritt. Was man dann "sagen" könnte, hört sich dann eh etwas klischeehaft und abgedroschen an. Zweifellos bist Du auf dem richtigen Weg (soweit ich jemand bin, der das beurteilen kann); aus Deinen Texten spricht allerdings eine gewisse Unruhe, ein Drang-endlich-wissen-zu-wollen. Ich kenne das sehr gut von mir und ich weiß, wie wichtig es ist, liebevoll, freundlich zu sich selbst zu sein, die Erleuchtung oder innere Stille nicht irgendwie erzwingen zu wollen. Statt zur Stille und zum Sein unbedingt hingelangen zu wollen kann man die subtilen Formen der Unruhe in all ihren Manifestationen beobachten. Wenn man dieses Beobachten dann nicht verändern oder manipulieren will, entsteht mehr und mehr etwas wie Stille oder Raum. (Neben den Büchern von ET kann ich Dir sehr "In die Tiefe des Seins" von A.H.Almaas ans Herz legen (Kamphausen-Verlag) - das Buch hat mir sehr geholfen und viele Fragen beantwortet)

Schleusinger1966 sagte:
Hallo an alle - und vielen Dank für die Anregungen. Ich merke, ich bin vermutlich schon auf dem richtigen Weg. Einige Tipps werde ich ausprobieren. DANKE!

Leider ertappe ich mich nach wie vor sehr häufig dabei, wie ich verstandesdiktiert durchs Leben gehe, mit Menschen rede, auf sie reagiere - so, wie es ET den konditionierten Verstand nennt. Erst NACH der Situation fällt mir das auf und dann habe ich das Gefühl, es ist zu spät unnd ärgere mich, dass ich nicht vor meiner Reaktion inne gehalten und dann reagiert habe.

Meine nächste Frage wird bei manchem hier möglicherweise Kopfschütteln hervorrufen, und ich weiß eigentlich, dass man sie schwer in Worte fassen kann. Ich versuchs trotzdem: Kann mir jemand irgendwie erklären, WIE sich die Essenz, die innere Ruhe, die Stille, das SEIN anfühlen? Vielleicht erlebe ich ja schon solche Momente, weiß das aber nicht (klar - auch da versucht der Verstand wieder das zu erklären, was ihm ursächlich entgegen steht).

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? Und später würde ichdann gern ein paar sehr konkrete Fragen stellen wollen...
hoi Schleusinger

versuch mal, nicht mehr den verstand anhalten zu wollen und stattdessen einfach wahrzunehmen, was im verstand überhaupt alles ABLÄUFT. der stille beobachter sein. nicht werten, nicht anhalten, nichts ändern wollen, sondern nur wahrnehmen, was überhaupt IST. was denkst du gerade? was fühlst du gerade? wo im körper fühlst du gerade etwas? was siehst du gerade um dich herum? wie riecht es jetzt gerade? das bringt dich in die präsenz. die innere kraft, der raum und die essenz ist nichts anderes als präsenz. ja, und auf den atem achten, dem atem folgen, den atem wahrnehmen. deinen körper spüren. spürst du die energie in deiner hand? wenn nicht einfach so, dann schüttle sie mal kräftig und du spürst sie. dieselbe energie kannst du IMMER fühlen auch ohne schütteln, sie ist dann einfach schwächer, aber sie ist immer DA. wenn du spürst, bist du präsent (sonst würdest du's nicht spüren).

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