Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hallo Zusammen

Ich wäre euch für eure Ratschläge/ Blickweise sehr dankbar. Folgendes:

Seit je her war ich ein absoluter Denker. Ich liebte klare Ziele, da die einem so schön vom Überlegen (Vergangenheit, Ego, Emotionen, Schmerzkörper) ablenkten. Schon früh hegte ich eine Art von Misstrauen "gegen" die Menschen da ich schon früh sah, dass die doch alle "krank" sind und absolut jeder auf sich und sein bestes Fortkommen bedacht ist ohne Rücksicht auf Verluste und bereit, über Leichen zu gehen wenn nötig. Ich passte mich entsprechend an, gab aber meinem engeren Personenkreis immer alles was ich konnte. Dazu kam die Scheidung meiner Eltern in meiner frühen Kindheit (angeblicher Scheidungsgrund: Mein einziger und mittlerweile verstorbener Bruder und ich).

Bis vor 2 Monaten war ich in einer Beziehung (8.75 J). Seit ca. 1.5 Jahren kam immer häufiger eine innere Stimme mit "He, bist du glücklich so?", "Machst du dir nicht nur was vor weil es praktisch ist?"... Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kenntnis über irgendwelches Erwachen oder alles was auch nur ansatzweise in diese Richtung geht. Wie gesagt, ich war der geborene Denker.

Ich habe mich während dieser Phase in eine Frau „C“ verliebt, die einen extrem hohen emotionalen IQ hat (Indigo-Kind wenn ich das so überhaupt sagen darf). Sie kommt selber aus einer gescheiterten Beziehung und will sich momentan selber finden.

Ich habe von „C“ das Buch "Eine neue Erde" empfohlen bekommen. Dies, da ich anscheinend häufig mit Ego-Reaktionen reagiere. Während dem Lesen gab es wirklich Momente die sich wie ein Schlag ins Gesicht anfühlten (Verhalten mit Mutter, Verlust von Bruder, Verdrängung von Emotionen etc.), da sie stimmig waren (sogar für mich als Denker). Jetzt kann und will ich nicht mehr „zurück“ in mein unbewusstes Leben…

Nun habe ich eine Verständnisfrage zum Buch. E.T. schreibt man soll sich nicht an Formen binden. Bei Autos, Geld, Macht usw. kann ich dies sicherlich verstehen und unterschreiben. Ist aber „C“ auch eine Form? Meine Liebe zu „C“ ist keineswegs als Ego-Reaktion zu verstehen (oder mein Ego sagt mir dies jetzt nur). Ich hatte und habe niemals auch nur einen Gedanken erlebt „wenn du mit „C“ zusammen wärst, wärst du besser, dann würde es dir besser gehen, dann hättest du keine Probleme auf der Welt usw.“. Das Ego ist doch nur „smart“ und nicht „klug“ es will die kurzzeitliche Befriedigung und nicht die längerfristige Erfüllung. Also hätte mein Ego doch mehr Interesse daran, dass ich bei meiner Ex-Freundin geblieben wäre und dort mein Ego pflegen liesse und so weitermache wie die letzten 32 Jahre. So wären mein Ego und mein Schmerzkörper leicht und bequem zu weiterem Futter gekommen…

Ich muss eingestehen, dass ich, wenn „C“ nicht auf meine Annäherungsversuche reagiert, mit Ego-Reaktionen reagiere (Schmerzkörper zu Emotionen zu Ego zu Schmerzkörper). Das ist so und das sehe ich auch seit ich das Buch gelesen habe. Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass gemäss E.T. nichts wirklich wichtig ist im Leben ausser der innere Frieden. Klar ist der wichtig. Aber was ich nicht verstehen kann ist der logische Rückschluss daraus (hallo Denker…): Wenn einem im Leben nichts wirklich wichtig ist ausser der innere Frieden, wie kann man sich dann noch in eine Person verlieben bzw. wenn man verliebt zu schein glaubt wie kann ich mir sicher sein? Alles in diesem Buch sagt mir, „du liebst nicht wirklich bzw. es ist nicht „gut“ zu lieben da auch eine Frau eine Form ist“. Und DAS ist mein Problem mit dem Buch bzw. mit meiner Interpretation des Buches.

Ich wäre euch sehr dankbar für ein paar Denkanstösse oder wie man dem sagen kann…

Leiber Gruss und Danke viel Mal
Matthias

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Nur eine kleine Reaktion.

ET meint nirgendwo, dass es nicht gut wäre einen Form zu lieben.

Zum Glück, denn das wäre schlimm.

Er macht nur deutlicher, dass es "eine Welt der Formen" und eine "formlose Dimension" gibt

(obwohl es natürlich in "letztendliche Wirklichkeit" nicht so eine Trennung gibt).

Persönlich finde ich es ein Geschenk, öfters diese formlose Dimension spüren zu können.
Es sorgt dafür dass bestimmte Verhaftungen in "der Welt der Formen" schneller durchschaut werden und auch dass man die "Welt des Denkens" öfters durchschaut ohne sich ganz darin zu verlieren.

Auch kann man vieles in der Welt immer noch wichtig finden, ohne echt den inneren Frieden zu verlieren.

Das was ET schreibt und sagt, kann einem zu mehr Freiheit führen ohne das tief Menschliche zu verlieren.

Und dabei ist es eigentlich nicht ET der das tut, sondern "das Leben durch ihm".

"Innere Frieden" bedeutet nicht, dass man sich nie mehr aufregen kann, oder nie mehr verlieben kann und nur wie eine langweiliges Wesen um sich herum lächelt.

Du bleibst Mensch und das nicht umsonst, aber Menschsein in seiner meist wahrhaftiger Bedeutung und dies kann für jeder Mensch anders aussehen.

Zum Glück, denn das Leben ist kreativ. 

Ich würde sagen, vertraue auf dein eigenes Herz.

LG Mila

(Holländerin, deswegen kann es Schreibfehler geben) 

 

Danke Mila und Thomas, danke!! Ich werde versuchen loszulassen.

Es ist schockierend solche Sachen über sich selber zu erfahren aber es muss jetzt wohl sein. Ich sehe sie jeden Tag in der Firma und dies erleichtert das loslassen sicherlich nicht... aber ich werde es versuchen!! Danke für eure ehrlichen Worte!

 

Lieber Gruss

Matthias

Lieber Thomas,

 

Danke für deine lieben Worte. Ich weiss schlicht nicht mehr was ich dazu sagen soll... Es tut nur noch weh und das ist anscheinend die von dir erwähnte Ohnmacht.

 

Ich hatte schon ettliche Gründe "aufzugeben" (Tod der erstgeborenen Schwester, Tod meines älteren Bruders der mein Vaterersatz war aber mir unbewusst die Schuld an der Scheidung unserer Eltern gab und mich ablehnte, die emotionale untragbare Last meiner Mutter, Tod einer Ex-Freundin durch Verkehrsunfall, Suizid eines Kollegen, Tod einer Kollegin à la "Final Destination") aber dass ich nun so drauf bin schockiert mich selber von mir... Bis vor einem halben Jahr dachte ich, dass ich ein aufgestellter, selbstbewusster Mensch war, der mit beiden Beinen im Leben stand... und nun... Ich erkenne mich selber nicht mehr im Spiegel... Ich sage und mache Sachen, die mir nicht ansatzweise ähnlich sehen...

 

Wenn ich meine eigenen Zeilen lese, überkommt mich tiefe Trauer...

 

Lieber Gruss

Matthias

Lieber Matthias,

 

jedes - insbesondere starke Gefühl - das - ganz gleich wann, wie und warum es auftaucht,

gilt es einfach nur - wenn es auftaucht - hier und jetzt zu fühlen - es ist sozusagen Bestandteil dessen, WAS-GERADE-hier und jetzt-IST.

 

Einfach NUR Fühlen ... ohne das Gefühl zu be-denken ... ohne über Ursache und Fortgang nachzudenken, ohne Widerstand (wie oft üblich) entgegenzuschicken ...

 

Es einfach mitten in Dein HERZ einladen (nicht als Feind, aber auch nicht unbedingt als besten Freund, eher sanft-neugierig und neutral) und dem Gefühl der aktuellen Traurigkeit sozusagen sagen: "Hey, Traurigkeit, lass´ Dich hier mitten im Herzen auf dem "weissen Sofa" nieder, ich setzte mich dazu, mitten zu Dir dazu und möchte einfach nur Dich fühlen, wie groß Du werden kannst ... und dann einfach dies Fühlen geschehen lassen, solange das Gefühl da ist ...

 

Meine Empfehlung - sofern Du dies nicht schon bisweilen so geschehen lässt - an Dich: Einfach ausprobieren !

 

Und es kann Dir dabei nichts sogenanntes "Schlimmes" passsieren.

Das Gefühl - egal ob es z.B. Angst oder Trauer oder Wut ist, kann DEM-was-DU-wirklich bist,

was Thomas in seinen beiden obigen beiden Beiträgen auch sehr stimmig beschrieb, und das ist sozusagen viel unendlich "größer als" alle Gefühle, nicht wirklich was anhaben ...im wirklichen Sinne sogar nicht das Geringste anhaben ... :-)

 

Auch ansonsten stimme ich - aus meiner Sicht - dem oben von Thomas Gesagten voll und ganz zu.

 

 

Ganz liebe Grüße an Dich ...

 

Lichthauch

matthias, schau doch mal, ob du das verliebtsein auch genießen kannst, ohne es als handlungsgrundlage (streben nach der umsetzung einer beziehung) zu interpretieren. erkenne es als eine empfindung in dir. ich glaube nicht, dass die empfindung und die interpretation (der drang) undifferenzierbar zusammen hängen. im gegenteil, ich glaube, dass romantisches verliebtsein als empfindungs und bewusstseinszustand natürlich dazu einlädt, die bedingungslose liebesfähigkeit darin zu entdecken, durch diese untersuchung/differenzierung. ohne verliebt sein kann man asketisch an der wahren liebe vorbeileben, kann im zeugen aufwachen ohne was zu vermissen. aber das ist hohl.

und versuch dir gleich kategorisch abzugewöhnen, spiritualität als wertesystem zu fehl-interpretieren. so meint auch ET das nicht. er schildert einen zustand. eine innere ordnung, die sich von selbst ergibt, wenn man sie zulässt. in dieser ordnung sind alle formen geliebt. darin sind auch moralische werte enthalten. nur deine identität ertrinkt nicht in den formen oder den werten. darum empfindet sie keine dringlichkeit mehr. oder wichtigkeit. aber der welt sind ihre werte zu eigen und die welt geht nicht weg. und den formen sind ihre qualitäten zu eigen, und die verschwinden nicht. darum muss sich niemand kümmern. ET ruft nur dazu auf, diesen ort in dir zu finden. die perspektive, welche diese sich selbst erzeugende ordnung in ihrer gesamtheit erkennt und somit zulassen kann. auf gar keinen fall dazu, ihn in dir zu "erschaffen". jiddu krishnamurti spricht auch viel von ordnung. wenn du ein denker bist, der unbedingt ordnung "schaffen" oder "haben" will (das ist völlig okay), dann hilft dir krishnarmuti in liebes dingen vielleicht weiter. ET ist in dem thema nicht so zu hause, finde ich.

im übrigen kann aber auch ein buch über transaktionsanalyse (zb "spontan leben") sehr hilfreich sein, damit man sich nicht in der niedrigsten dualen dynamik (eltern<->kind-ich) verliert. aber du meintest ja, du hast schon eine gute ("erwachsene") neutralität.

ich kann da Lichthauch zustimmen mit seiner Ausführung. Es kann ein sehr einfacher und immer verfügbarer Nährboden sein für Frieden und Erleichterung und auch Bereicherung.

Beim mir gabe es einst eine Situation, in welcher es mir nicht möglich war nicht (innerlich) zu reagierien und dem Berührtsein zu lauschen. Ich konnte nicht anders als "Dagegen sein!". Das, was mir dann anscheinend das Leben rettete (ich war voll Hoffnungslosigkeit), war meine gesamte Aufmerksamkeit klassicher Musik zuzuwenden und das hinhören zu üben ohne jedoch mich direkt dem "unerträglichen" Thema zuwenden zu müssen. Es trug mich in den nächsten Tag.

 

Zum Loslassen hat Byron Katie gesagt, dass wir es nicht tun können. Viel mehr lässt es uns los. Beim Beobachten der eigenen Wahrnehmung (was kann ich sehen hören fühlen riechen...) passierte es automatisch, das Loslassen, weil die Neugier keinen Wunsch hat etwas anzuhalten sondern gespannt ist auf das, was daraus wird.

 

herzliche Grüße an Dich, Mathias,,

Heidemarie

 

Lichthauch sagte:

Lieber Matthias,

 

jedes - insbesondere starke Gefühl - das - ganz gleich wann, wie und warum es auftaucht,

gilt es einfach nur - wenn es auftaucht - hier und jetzt zu fühlen - es ist sozusagen Bestandteil dessen, WAS-GERADE-hier und jetzt-IST.

 

Einfach NUR Fühlen ... ohne das Gefühl zu be-denken ... ohne über Ursache und Fortgang nachzudenken, ohne Widerstand (wie oft üblich) entgegenzuschicken ...

 

Es einfach mitten in Dein HERZ einladen (nicht als Feind, aber auch nicht unbedingt als besten Freund, eher sanft-neugierig und neutral) und dem Gefühl der aktuellen Traurigkeit sozusagen sagen: "Hey, Traurigkeit, lass´ Dich hier mitten im Herzen auf dem "weissen Sofa" nieder, ich setzte mich dazu, mitten zu Dir dazu und möchte einfach nur Dich fühlen, wie groß Du werden kannst ... und dann einfach dies Fühlen geschehen lassen, solange das Gefühl da ist ...

 

Meine Empfehlung - sofern Du dies nicht schon bisweilen so geschehen lässt - an Dich: Einfach ausprobieren !

 

Und es kann Dir dabei nichts sogenanntes "Schlimmes" passsieren.

Das Gefühl - egal ob es z.B. Angst oder Trauer oder Wut ist, kann DEM-was-DU-wirklich bist,

was Thomas in seinen beiden obigen beiden Beiträgen auch sehr stimmig beschrieb, und das ist sozusagen viel unendlich "größer als" alle Gefühle, nicht wirklich was anhaben ...im wirklichen Sinne sogar nicht das Geringste anhaben ... :-)

 

Auch ansonsten stimme ich - aus meiner Sicht - dem oben von Thomas Gesagten voll und ganz zu.

 

 

Ganz liebe Grüße an Dich ...

 

Lichthauch

Lieber Fredo,

 

ich beschrieb hier weniger eine "nette Idee", sondern vielmehr entspringt und entspricht meine obige Empfehlung an Matthias dem, was ich als Geschehen bisweilen direkt erfahren habe und erfahre.

 

Aber da ich ja aus Deiner Sicht offenbar - wie Du an anderer Stelle ´mal so schön schriebst - so naiv, blauäugig, willfährig, positionslos und insofern "dumm" bin, lausche ich Dir gerne bezüglich etwaiger "Betrachtungsfehler" ... ich höre Dir da gerne zu, hier oder per phone ..

 

 

Alles LIEBE

Lichthauch

 

 

Sehe ich auch so... je mehr wir etwas loslassen wollen, desto fester wird es sich an uns klammern. Der Weg führt übers Annehmen. Wenn man das tut, wird der Verstand rebellieren: "Nein! Ich will das nicht!" und hat damit die Ursache gefunden, warum es so hartnäckig bei uns bleibt. Das Annehmen ist nur ein Indikator, um uns zu zeigen, was der Verstand nicht haben will.

 

(Aber Vorsicht: selbst aus dem Annehmen kann der Verstand eine Strategie machen... er ist clever, der Kleine)

Hallo Zusammen,

 

Ja, das ist so. Ich bin momentan wirklich in einer Phase "in der ich mich (den alten Matth) selber verlohren habe, da ich meine alten Denkmuster, Überzeugungen und Verhaltensweisen hinterfrage und so meine bissherige Identität verlohren habe" nun aber die Chance habe, daran zu wachsen und mich weiter zu entwickeln. Dass ich "C" (bzw. den Gedanken an eine Beziehung mit ihr) loslassen und vergessen muss, ist mir bewusst. Nun geht es darum dies nicht nur rationell zu wissen, sondern auch zu fühlen bzw. umsetzen zu können und dabei keine Übelkeit zu verspüren :)... Wird sicherlich eine... na ja, sagen wir mal "interessante" Zeit...

 

Besten Dank für eure Inputs und Blickwinkel!! Ich nehme mir diese gerne zu Herzen :)!! Ich bin euch wirklich sehr dankbar!!!

 

Lieber Gruss und Danke (!!) an euch alle!

Matthias

Von Herzen gerne geschehen, lieber Matthias ...

 

Ganz liebe Grüße

lichthauch

Tja, letzte Woche ist mein bester Kollege mit 46 an Herzversagen gestorben... Aber ich bin dankbar, dass ich ihn kennen lernen durfte und "bevorzuge", dass ich nun diesen Schmerz ertragen muss. Es ist mir lieber so als dass ich diese aussergewöhnliche Person nicht kennen gelernt hätte und nun keinen Schmerz ertragen müsste!

Hi, von mir  erst einmal nur ein kurzer Hinweis: ET sagt nirgendwo, dass der innere Frieden das Wichtigste oder das einzig wichtige im Leben sei - das haben Sie lediglich hinein interpretiert (Wer in Ihnen hat das gemacht - eine interessante Frage, wie ich meine:-)  )

Den "inneren Frieden" derart zu bewerten hieße, dem eigenen Unfrieden den Krieg zu erklären - und dann herrschte eben kein Frieden mehr, sondern Krieg....

 

Gerade am Anfang Ihrer "Menschwerdung" (wobei  das Wort "werden" schon wieder das Träumen anheizt) - also die ersten zehn Jahre :-) - sollten Sie sich vor vermeintlichen Verhaltensänderungen hüten - meist sind diese eine Falle...

Gruß

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