Vielleicht geht es euch ähnlich wie mir, viele unserer Diskussionen und Dialoge hier bewegen sich auf der Ebene von Meinungen.
Meinung nach Wikipedia:
"Eine Meinung (von indogermanisch moino Wechsel, Tausch) ist die in einem Menschen bestehende subjektive Ansicht und Einstellung zu Zuständen, Ereignissen oder anderen Personen (rechtlich: Werturteil).
Eine Meinung äußert sich in einer Aussage und ihre wesentliche Aufgabe ist die Bewertung oder Beurteilung, sie sagt aus, wie jemand etwas sieht. Synonym mit „Meinung“ werden mitunter die folgende Begriffe verwendet, die aber teilweise sehr unterschiedlich definiert werden: Behauptung, Standpunkt, Ansicht, Einstellung, Annahme, These, Überzeugung, Auffassung und Werturteil.[...]
Eine Meinung ist [...] ein psychisch erzeugter Standpunkt, der meist im Grade seiner Plausibilität stabil beibehalten wird. Ist der Standpunkt einer Person unsicher, wird sie einen neuen Prozess des Findens beginnen, neue Informationen sammeln und sich eine mehr oder weniger veränderte oder eine neue Meinung bilden."
Nun erlebe ich es so, dass wir uns eben hauptsächlich auf der Ebene von Meinungen und Haltungen bewegen, die natürlich erfahrungsgestützt sich uns im Laufe unseres Leben als plausibel erschlossen haben. So und so sehen wir die Dinge, das Leben, etc.
Was dabei auffällt, dass die Kommunikation meist abgetrennt erscheint, jede/r bewegt sich in ihrem/seinem eigenen Meinungs-Radius. Ab und zu gibt es Überschneidungen, dann gegenseitige Zustimmung, dann wieder ausgeprägte Kontroversen, wobei versucht wird, sich gegenseitig zu überzeugen, auszuschalten etc.
Jedenfalls scheint es überwiegend abgetrennt und nicht verbunden.
Meine Fragen: Gibt es etwas, dass verbindend über die Ebene von Meinungen hinaus geht? Etwas in der Kommunikation, wo wir uns jenseits davon treffen? Was kann das sein, wie aussehen? Ist das überhaupt nötig? Was mich am meisten interessiert - wie siehst Du das?
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Permalink Antwort von Philipp am 12. Juli 2011 um 10:36am
Permalink Antwort von Philipp am 12. Juli 2011 um 1:29pm Ok, Wiki sagt:
Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution.
Ist das dann möglicherweise die gegenüber Meinungen öffnende Haltung? Oder wie kann ich das in diesem Zusammenhang verstehen?
Permalink Antwort von Philipp am 12. Juli 2011 um 2:07pm Aber was ist dann dieser Begriff "Meinung"? Wenn es das nicht geben würde, hätten die Menschen ihn + seine Definition nicht erfinden müssen?
Sicht der Dinge könnte man doch mit Meinung gleichsetzten, oder?
Elisabeth, ich würde z.B. sagen, dass deine Sicht der Dinge, die Du oben beschreibst, eine Meinung ist. Genauso wie meine und die von z.B. Fredo, Bea etc.
Oder Sicht der Dinge, wie Du es nennst. Mich stört ein wenig die wiederkehrend auftretende Geschlossenheit von "Weltbildern/ Meinungen über die Welt". Da drehen wir uns dann im Kreis.
Ist da etwas jenseits davon?
Permalink Antwort von Lichthauch am 12. Juli 2011 um 3:08pm Ein Beispiel:
Sozusagen der Grundzustand:
Keine Bobachtung: also kein persönliches Wahrnehmen (so wie im friedvollen Tiefschlaf)
Dann: Meine Beobachtung: XYZ schreibt hier im Forum wieder.
Meine (vorüberziehende) Empfindung: ...*freu* .. *smile* ...
Meine Meinung (ist dann unabhängig davon da, ob sie ausgesprochen wird oder nicht):
Ich finde es schön und es freut mich, dass XYZ wieder hier im Forum schreibt.
... und folgendes bezüglich eines lieben WIR-Mitgliedes oben so Gemeinte ließe sich REIN HYPOTHETISCH auch fortsetzen in folgende - auch hier in diesem Forum nicht gar so selten gesehene - Entäußerungen, die ich aber nicht so meine, sondern nur als Beispiel bringen möchte:
Interpretation: XYZ schreibt hier wohl aus meiner Sicht deshalb wieder, weil XYZ ... blablabla ...
Spekulation: XYZ hat sich wohl ohne uns hier dann doch ein wenig gelangweilt.
Polemisch formulierte Unterstellung: XYZ kommt wohl ohne uns nicht aus !?!
Diffamierende Unterstellung: XYZ braucht dieses Forum, ansonsten ist Sie womöglich nicht lebensfähig.
Diffamierende bösartige Unterstellung: Hätte XYZ dieses Forum nicht, wäre Sie sicher in der Klappse.
usw. usw. ...
Liebe Grüße an alle
Lichthauch
Permalink Antwort von Lichthauch am 12. Juli 2011 um 3:26pm Hallo, lieber Wantus ...
Ja *freu* und *smile* sind bereits eigene Reaktion auf die vorausgegangene Beobachtung, somit bereits "mein inneres Empfinden = Mein-ung" ... egal ob sie dann irgendwann auch nach außen artikuliert wird oder nicht ...
Permalink Antwort von Lichthauch am 12. Juli 2011 um 3:44pm Ich bin dann mal wech ... am Badesee ... und werde jetzt daher nur noch ganz kurz was zu der ersten Frage von den "eigentlichen Eingangs-Fragen von Philipp" in seinem Eingangsposting schreiben ... so wie Du es, lieber Wantus, ja bereits recht schön tatest, in Deinem vorletzten Beitrag, den ich eben erst las ...
Philipp schrieb eingangs:
"Meine Fragen: Gibt es etwas, dass verbindend über die Ebene von Meinungen hinaus geht? Etwas in der Kommunikation, wo wir uns jenseits davon treffen? Was kann das sein, wie aussehen? Ist das überhaupt nötig? Was mich am meisten interessiert - wie siehst Du das?"
Zur ersten Frage: JA, es durchdringt und umfasst alle Ebenen von Meinungen.
Beliebte Worte dafür sind (Bewusst)Sein, manche nennen es das EINE (Gewahrseins)LICHT oder die eine LIEBE.
Permalink Antwort von Chantal am 12. Juli 2011 um 4:12pm Würdet ihr sagen, die Äusserung einer unmittelbaren Wahrnehmung ist auch eine Meinung?
- Permalink Antwort von fredo vor 3 Stunden
eigentlich ist bereits die Wahrnehmung selbst eine Interpretation = Meinung ...
denn diese benötigt Zeit, wird dadurch zur Erinnerung .
Für mich ist diese Frage zum Scheitern verurteilt, wenn jede Äusserung, Interpretation von mir, eine Meinung sein soll, sprich: eine Wertung.
Warum gibt es denn das "nichtbedingte Gewahrsein" ?
Wahrnehmen, ohne Bewertung?
Schmerz, Freude zeigen, ist doch keine Meinung? Phantasien zeigen, wie Kerstin oben schrieb,
Gefühle mitteilen, ist doch = keine Meinung.
Einen Orgasmus zeigen, ist doch keine Meinung?
Was treiben hier die Gedanken für sonderbare Blüten, meint
Chantal
Permalink Antwort von Lichthauch am 12. Juli 2011 um 4:32pm Was mir dazu einfällt:
Allein Das (Bewusst)Sein macht, das ich glaube (meine), zu existieren.
... ja, welch´ schöne bittersüsse Wahrheit ... ... :-))
Permalink Antwort von Philipp am 12. Juli 2011 um 4:41pm @ Fredo - jetzt treibt's mir ein Grinsen in's Gesicht. Meine Meinung: das steht Dir soviel besser, als dieses platte Rumgedisse, das macht richtig Spass zu lesen.
OK darum geht's jetzt im Kern nicht. Ich kann auch nachvollziehen, was Du meinst Chantal. Wenn ich es richtig sehe, ziehst Du die Grenze nicht so hart wie Fredo.
Mir stellt sich die Frage, was genau wir mit unseren Meinungen eigentlich bezwecken? Jetzt mal ein bißchen weiter ins Diesseits gesprochen als deine Definition, also nicht unbedingt reines Gewahrsein im Millisekundenbereich, sondern die Meinungen die wir hier so diskutieren.
Permalink Antwort von Mario am 12. Juli 2011 um 4:55pm Die Antwort auf alle Fragen: FUCK (CREATE) THE SYSTEM SO HARD (SO GLORIOUS) AS YOU CAN couse the war isnt over >>>>>>>8O!!!!!!!
Permalink Antwort von Lichthauch am 12. Juli 2011 um 5:15pm Willkommen bei
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Hi Fredo,
warum fragst Du nicht einfach, was dieses "macht" - das ich oben schrieb - am ehesten ausdrücken soll? Natürlich würdem diesem "macht" Gänsefüsschen sehr gut zu Gesicht stehen ... :-)
Es soll tatsächlich dies am ehesten ausdrücken, was Du als "inhärente Dynamik" beschreibst.
Bewusstsein ist sozusagen erste Realisation des ABSOLUT UNBENENNBAREN als "Alles Potentiell Realisierbare" = "Alles Potentiell Objekt-ivierbare" = "als Objekt / Illusion = Realisation Alles Realisierbare".
So bin nun aber wech ... an den Badesee ... und ein Flugküsschen an Kerstin ... :-))
Lichthauch