Hallo Forum,
hatte die Tage eine Diskussion, die mir noch immer etwas nachgeht und die teilweise heftige Reaktionen bei den Teilnehmern auslöste. Nun wollte ich mal hier noch ein paar Meinungen dazu einfangen:
Zum einen ging es um die Dualität in unserer Welt. Die alte Frage warum Gott soviel Böses in dieser Wlt zulässt. Ganz aktuell, die pädophilen Eireignisse in der RKK oder die Erdbeben in Haiti und Chile.
Meine Meinung dazu war das zuerst mal der Mensch allein die Ereignisse bewertet und in Gut + Böse unterteilt, bei einer globalen Sicht der Dinge gibt es kein Gut + Böse mehr, alles ist recht so wie es eben geschieht.
Im Verlauf der Diskussion kam dann noch die Frage auf, ob Glück das Leid bedingt. Ob es möglich ist Glück zu erfahren ohne das es Leid gibt. Zu erfahren was Gesundheit ist, wenn es keine Krankheit gibt. Gott möchte sich durch den Menschen selbst erfahren und um zu ermöglichen dass man überhaupt Erfahrungen machen kann bedingt es diese Kontraste, Dualitäten.
Ich weiß nicht ob Ihr Euch das vorstellen könnt, manch Diskussionsteilnehmer reagierte heftigst auf meine Weltanschauung. Die Gegenargumente waren z.b.
- Meine Sichtweise sei Menschenverachtend, wie käme ich auf die Idee, dass 200.000 Menschen in Haiti sterben müssten nur damit wir wissen was Glück ist.
- Kann ein allmächtiger Gott das Wohlbefinden nicht auf andere Weise erhöhen?
- Der Mensch kann sehr wohl Glück empfinden ohne vorher gelitten zu haben.
- Meine Sichtweise ist ein Schönreden von z.b. Pädophilie
- Es sei gefährlich, wenn man solche Taten wie z.b Atombombenabwurf, Holocaust nicht Verurteile und sie einfach so hinnehme, weil sie eben geschahen, und Gott schon wisse für was es gut sei, und wir beschränkte Menschen das halt nicht nachvollziehen könnten.
Bei Der Diskussion fiel mir auf, dass ich im Grunde immer wieder in mich selbst schaute um vor mir selbst diese Anschauung aufs neue zu begründen.
Also scheine ich selbst immer noch Zweifel zu haben. Nun wollte ich mal hier in diesem Forum fragen, was Ihr dazu meint. Freue mich über den ein oder anderen Gedankenanstoss.
Schlagworte:
Gott ist nicht grausam. Aber es gibt Grausames in der Welt.
Grausam finde ich die Idee, dass mein Glück auf dem Leid eines anderen beruht, dem es zur Zeit schlechter geht als mir.
Hallo Strombart,
ich pflichte Dir bei, alles ist recht so wie es eben geschieht. Wir können den Lauf der Welt nicht beeinflussen, so gerne wir es auch manchmal tun würden. Gott (oder wie immer du es auch nennen magst) bestimmt den Lauf der Welt, und es wäre schlichtweg falsch anzunehmen, wenn wir die Welt steuern würden, wäre alles besser. Uns steht es frei zu helfen, wenn ein Unglück geschehen ist. Es besteht aber keine Pflicht zu helfen. Manche Menschen sind ja gar nicht in Lage zu etwa zu spenden, weil sie selbst kein Geld haben. Wenn Du also nicht helfen kannst, trifft dich auch keine Schuld. Es gibt auch kein Glück ohne Leid. Wenn uns Leid geschieht, ist es das Beste, es anzunehmen und nicht dagegen anzukämpfen. Alan Watts schreibt dazu: "Vergnügen anstreben zu wollen unter Ausschluss des Schmerzes, bedeutet tatsächlich, nicht bewusst zu leben." Dies ist meine bescheidene Sicht der Dinge.
Es grüßt: Stefan
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