Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Ich habe die Bücher von E. Tolle mit grosser Faszination gelesen.
Aber ein Aspekt hat mich durchgehend gestört und zwar die Aussage von ET, dass die Menschheit quasi gezwungen sei, einen Bewusstseinswandels zu vollziehen (da sie sich sonst selbst zerstören würde).
Denn erstens, wenn wir in einer Welt leben, die nicht real ist (also voller Illusionen), wieso spielt es denn überhaupt eine Rolle, dass diese Welt der Illusionen erhalten wird ("nichts Wahres kann zerstört werden, nichts Unechtes existiert")
Zweitens woher hat ET die Gewissheit, dass sich die Menschen ohne Bewusstseinswandel zerstören werden. Wenn man die heutige Zeit mit derjenigen vor 2000 Jahren oder mit dem Mittelalter vergleicht, dann finde ich persönlich die Ansicht sehr heikel, dass der Wahnsinn heute grösser sei als früher..
Und ist es nicht gerade die göttliche Absicht, dem Individuum die Wahl zu lassen, sich zu erleben bzw. zu sein?

Wie seht Ihr das?

LG
Snake

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Antworten auf diese Diskussion

Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:

Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?

Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste  Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.

Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.

Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?

Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:

http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm

Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.

Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.

 

Alles liebe, Andreas

Ein sehr schöner Beitrag, danke Andreas!



Andreas1966 sagte:

Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:

Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?

Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste  Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.

Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.

Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?

Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:

http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm

Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.

Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.

 

Alles liebe, Andreas

Früher war es noch ein Luxus aufzuwachen. Heute ist es eine Frage des Überlebens der Menschheit. Wer sich nur darauf ausruht, dass es einem nicht existentem "Ich" gut geht bleibt weiter gefangen. Im Theravada Buddhismus wird dies als einzig mögliche Ziel angesehen. Tolle ist weit darüber hinaus, da er die notwendigkeit eines Bewusstsenswandels erkennt. Das Ego macht es sich gerne gemütlich mit einer Lebenssituation. Aber auch diese ist sehr vergänglich und das Leben bringt einem eher früher als später die Herausforderungen um nicht wieder einzuschlafen....

Danke! Es freut mich, dass er dir gefallen hat.

Siam sagte:

Ein sehr schöner Beitrag, danke Andreas!

Danke lieber Andreas, das ist etwas das ich auch so wahrnehme. Die wahre Intelligenz ist die intuitive Intelligenz und nicht die analytische und bewertende und zu dem noch auf das ICH/ EGO bezogene Intelligenz die eben die Bewusstheit um sich Selbst verhindert.

In Liebe

Andreas1966 sagte:

Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:

Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?

Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste  Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.

Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.

Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?

Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:

http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm

Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.

Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.

 

Alles liebe, Andreas

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