Tags:
Permalink Antwort von Andreas1966 am 8. Mai 2012 um 11:41am Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:
Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?
Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.
Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.
Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?
Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:
http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm
Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.
Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.
Alles liebe, Andreas
Permalink Antwort von Siam am 9. Mai 2012 um 10:05pm Ein sehr schöner Beitrag, danke Andreas!
Andreas1966 sagte:
Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:
Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?
Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.
Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.
Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?
Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:
http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm
Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.
Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.
Alles liebe, Andreas
Permalink Antwort von Karmahain am 10. Mai 2012 um 3:52am Früher war es noch ein Luxus aufzuwachen. Heute ist es eine Frage des Überlebens der Menschheit. Wer sich nur darauf ausruht, dass es einem nicht existentem "Ich" gut geht bleibt weiter gefangen. Im Theravada Buddhismus wird dies als einzig mögliche Ziel angesehen. Tolle ist weit darüber hinaus, da er die notwendigkeit eines Bewusstsenswandels erkennt. Das Ego macht es sich gerne gemütlich mit einer Lebenssituation. Aber auch diese ist sehr vergänglich und das Leben bringt einem eher früher als später die Herausforderungen um nicht wieder einzuschlafen....
Permalink Antwort von Andreas1966 am 10. Mai 2012 um 9:01am Danke! Es freut mich, dass er dir gefallen hat.
Siam sagte:
Ein sehr schöner Beitrag, danke Andreas!
Permalink Antwort von Elisabeth Marichal am 10. Mai 2012 um 11:43am Danke lieber Andreas, das ist etwas das ich auch so wahrnehme. Die wahre Intelligenz ist die intuitive Intelligenz und nicht die analytische und bewertende und zu dem noch auf das ICH/ EGO bezogene Intelligenz die eben die Bewusstheit um sich Selbst verhindert.
In Liebe
Andreas1966 sagte:
Ich möchte die Problematik einmal ganz nüchtern betrachten:
Der Physiker Stephen Hawking hatte einmal gesagt „Intelligenz ist nicht zum Überleben wichtig, was jedoch Intelligenz hervorbringt ist Technik“. Warum erwähne ich dieses Zitat an dieser Stelle?
Ich bin der Meinung, dass die sogenannte Intelligenz des Menschen eine Evolutionsstrategie der Natur ist. Durch bewusste Anpassung an neue Umweltsituationen ist die Überlebenschance des Menschen den Tieren deutlich überlegen. Diese Strategie funktionierte ca. 2 Millionen Jahre lang und ich denke unsere Vorfahren waren trotz ihrer Intelligenz nicht unglücklich. Als Vergleich dazu kann man die noch ursprünglich von der Jagd lebenden Volksstämme in Südamerika, Afrika etc. heranziehen.
Das Übel begann in dem Moment, als die Menschen vor ca. 10.000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Just mit dieser Veränderung entstand die Illusion von Besitz und Macht (als anstrebenswertes Ziel) und als Folge Gier und Missgunst. Gravierender, weil für das psychische Leiden verantwortlich, war jedoch der damit einhergehende Zerfall der Gemeinschaften, die für die Jagd ja unabdingbar waren. Bedingt durch die dadurch entstandene Entfremdung des Individuums ist auch das Mitgefühl zu den Mitmenschen abhanden gekommen. Das Resultat sind Kriege, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Terror im Großen sowie Entfremdung und Vereinsamung im Kleinen.
Sollte es die Menschheit nicht schaffen – und im Moment deutet alles darauf hin – so wäre Intelligenz im Endeffekt eine wenig erfolgreiche evolutionäre Strategie. Warum?
Es existieren neue aufschlussreiche Studien über die Funktionsweise einzelner Gehirnbereiche. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend für das analytische, bewertende Denken verantwortlich. Die rechte wiederum für das intuitive Denken im Hier und Jetzt. Die Neuroanatomin Dr. Jill Bolte Taylor hatte nach einem Schlaganfall einen Großteil ihrer Funktionen in der linken Gehirnhälfte eingebüßt. Man könnte meinen, dass Frau Dr. Taylor infolge dieses Schlaganfalles offenbar die so ersehnte „Erleuchtung“ erlangt hatte, denn durch den Verlust des Denkens in Vergangenheit und Zukunft war sie natürlich innerlich frei, genau wie E.T. es postuliert. Wen es interessiert, der kann hier etwas mehr dazu erfahren:
http://www.liebewahrheit.de/JillBolteTaylor.htm
Das zeigt, dass im Endeffekt uns allen die Fähigkeit zu Mitgefühl, Vergebung und Hingabe gegeben ist. Leider werden wir schon im frühkindlichen Alter dazu konditioniert, analytisch und bewertend zu denken, da es traditionell als zweckmäßig erachtet wird. Diese Ausrichtung ist offenbar später nur noch schwer zu korrigieren, die meisten glauben ja bekanntlich ihre Erfüllung über Besitz, Macht etc. zu erhalten.
Resümierend meine ich, dass ein „Umdenken“ nur dann im globalen Ausmaß stattfinden wird, wenn eine überlebendwichtige Notwendigkeit dazu entstehen würde.
Alles liebe, Andreas
Willkommen bei
mein.weltinnenraum community
Kontak zum Moderatorenteam
Infos über unsere Moderatoren
Bitte beachtet auch unsere >>Netiquette >> Massnahmenkatalog und den Auszug aus unseren Nutzungsbedingungen
© 2012 Erstellt von Leander von Kraft.

