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Heile Deinen Körper A-Z
"Das Leben ist ein Balanceakt zwischen unseren Erwartungen und dem, was tatsächlich geschieht. Es verlangt viele Anpassungen von uns. Bist du bereit, Wetterveränderungen als eine Lebensrealität anzuerkennen oder suchst du nur nach stillen Gewässern?
Das Ideal kann sich nicht manifestieren, bevor die Alltagsrealität akzeptiert wird. Wenn Glücklichsein das Ideal ist, müssen wir lernen, unter allen Bedingungen und Umständen glücklich zu sein, nicht nur unter Umständen, die wir erwarten oder gut heißen.
Solange es in unserem Leben Dinge gibt, die wir nicht akzeptieren wollen, werden wir leiden. Die neurotische Angewohnheit, die unseren Frieden mehr als alles andere stört, ist unser Verlangen, die Dinge anders haben zu wollen, als sie sind."

Aus: Paul Ferrini (2002): Erleuchtung zum Greifen nah. Aurum. Bielefeld, S. 96.

Das bringt doch sehr schön auf den Punkt, was uns vielleicht mehr als alles andere vom inneren Seelenfrieden trennt: Dieses permanente Grundgefühl "Eigentlich müsste es jetzt aber doch so sein"; "Warum ist es nicht mehr so wie damals?"; "Erst wenn das auch noch eingetreten ist, kann ich glücklich sein". Erst recht in Krisenzeiten hatte ich oft das Gefühl, dass sich die Krise erst dann anfängt aufzulösen, wenn ich einverstanden bin mit dem, was ist. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen? Und was hilft Euch im Alltag, Erwartungen loszulassen?

Tags: erwartung, ferrini, krise

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Antworten auf diese Diskussion

hallo Andreas,

ich durchlebe momentan eine ziemlich heftige Krisenzeit, in allen Bereichen meines Lebens.
Trennung von Frau und Kind, Jobverlust,damit einhergehend ein starkes" Ich will es wieder so haben wie vorher" - Gefühl.

Mir hilft dabei,mir zu sagen,dass ich mir dieses Szenario ja selbst erschaffen habe,dass ich der Schöpfer meiner Realität bin. Meine größten Ängste rufe ich herbei. Das kann ich gut. Meine größten Träume könnte ich ebenso leicht erschaffen,oder? Klappt aber nicht.

Also frage ich mich oft: WAS würde die Liebe jetzt tun??
Dann kann ich fast immer die meisten dinge annehmen.
Habe gestern zum Beispiel meine Exfrau mit ihrem neuen Partner und den Kindern gesehen,unserer Tochter und seinem Sohn. Das hat mir den boden weggerissen. Und dann habe ich mir gesagt,ok,das hast du auch inszeniert. WAS sollst du lernen? Wozu dient diese Verabredung??
Ich werde gezwungen, genau hinzuschauen,genau zu fühlen,und anzunehmen ohne Wertung.
Das finde ich teilweise wirklich schmerzhaft.

Aber du hast recht,in dem Moment, wo ich es annehme,ist es keine Krise mehr, sondern eine chance!
Ich schreibe ziemlich konfus,oder?;-)
Ich wünsche dir einen schönen liebevollen Tag,
Michael

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