"Das Leben ist ein Balanceakt zwischen unseren Erwartungen und dem, was tatsächlich geschieht. Es verlangt viele Anpassungen von uns. Bist du bereit, Wetterveränderungen als eine Lebensrealität anzuerkennen oder suchst du nur nach stillen Gewässern?
Das Ideal kann sich nicht manifestieren, bevor die Alltagsrealität akzeptiert wird. Wenn Glücklichsein das Ideal ist, müssen wir lernen, unter allen Bedingungen und Umständen glücklich zu sein, nicht nur unter Umständen, die wir erwarten oder gut heißen.
Solange es in unserem Leben Dinge gibt, die wir nicht akzeptieren wollen, werden wir leiden. Die neurotische Angewohnheit, die unseren Frieden mehr als alles andere stört, ist unser Verlangen, die Dinge anders haben zu wollen, als sie sind."
Aus: Paul Ferrini (2002): Erleuchtung zum Greifen nah. Aurum. Bielefeld, S. 96.
Das bringt doch sehr schön auf den Punkt, was uns vielleicht mehr als alles andere vom inneren Seelenfrieden trennt: Dieses permanente Grundgefühl "Eigentlich müsste es jetzt aber doch so sein"; "Warum ist es nicht mehr so wie damals?"; "Erst wenn das auch noch eingetreten ist, kann ich glücklich sein". Erst recht in Krisenzeiten hatte ich oft das Gefühl, dass sich die Krise erst dann anfängt aufzulösen, wenn ich einverstanden bin mit dem, was ist. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen? Und was hilft Euch im Alltag, Erwartungen loszulassen?
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