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Weisheit der Natur

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Weisheit der Natur

Bäume - Tiere - Kräuter - Steine - Götter - Göttinnen - Mythen - Märchen - Weisheit... Für alle, die im Buch der Natur lesen können oder möchten...

Ort: Mutter Erde
Mitglieder: 115
Neueste Aktivitäten: 15.11.2011

Alles Gute ist wild und frei

„Alles Gute ist wild und frei“ schrieb Henry David Thoreau Mitte des 19. Jahrhunderts.
So ist auch das Göttliche wild und frei und kein Thema, welches es nur theoretisch zu erörtern gilt.

In unserer Gesellschaft, in der wir oft fern von jedem authentischen Kontakt mit der Natur leben, stirbt der Mythos, haben Wildheit und Freiheit keinen Raum.
Die Kommunikation mit dem Leben, mit dem Lebendigen verflacht. Im günstigsten Fall wird die Natur noch als Ausstellungsstück betrachtet, aber eine echte Resonanz in unserer Seele scheint es nicht mehr zu geben.
Damit einher geht ein Verlust an Tiefe in unserem Leben - immer gravierender wird unsere Entfremdung von der Natur, die zunehmend in eine gedankenlose Zerstörung unserer Lebensgrundlage mündet.
Letztlich sind wir nur noch Zuschauer des Lebens, aber kein Teil des wirklich Lebendigen mehr. Spiritualität als ureigene Erfahrung geht uns zusehends verloren.

Doch Spiritualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen – in psychischer Hinsicht ebenso wichtig wie Wasser, Nahrung, Obdach und die Luft zum Atmen es für den Körper sind.
Einzig die Erfahrung des Göttlichen führt zu größerer Lebendigkeit, die uns mit der Welt - der Natur, die uns umgibt - verbindet.

Nötig ist also eine Philosophie des Lebendigen, eine all-umfassende Spiritualität, der wir hier eine Stimme verleihen möchten. Unterschiedliche Perspektiven aus verschiedenen Traditionen oder Denkansätzen sind herzlich willkommen. Schamanismus, Druidentum, Wicca, Asatru - aber auch das Verhältnis der großen Weltreligionen zur Natur soll zur Sprache kommen...

Diskussionsforum

Kommentare

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verbene81 Kommentare von verbene81 am 4. November 2011 um 12:33pm

Hallo

Danke das ich ein Teil der Gruppe sein darf. Ich verbringe viel Zeit in der Natur, habe Jahrelang mit Heilpflanzen gearbeitet, wenn hierzu Monographien gewünscht sind kann ich gerne mal die ein oder andere Pflanze vorstellen. Ich war letztes Jahr in Norwegen, dort hat mich die Natur mit Magie und wunderschönen Kräften sehr beeindruckt.

Herzliche Grüsse

Doreen

Dirk Kommentare von Dirk am 18. August 2010 um 15:40pm


Isaac Bonewits (1949 – 2010)

Nach langer Krankheit hat sich Isaac Bonewits nun in die Anderswelt aufgemacht. Er starb friedlich in seinem Zuhause in Nyack, New York,
umgeben von seiner Familie und seinen Freunden.
Auch der Krebs und die daraus resultierende Chemotherapie
hatten ihm sein Lachen nicht abgewöhnen können, ein Lachen, das sein ganzes Leben, seine Seminare und seine Bücher durchzog und das uns allen fehlen wird.

Bereits mit zwanzig Jahren schrieb Isaac Bonewits Geschichte, als er als erster Student einen Abschluss in Magie von einer
anerkannten Universität (der University of California, Berkeley, 1970) erhielt.
1971 veröffentlichte er sein erstes Buch Real Magic, das zu einem Klassiker okkulter Literatur wurde (und auch heute noch aufgelegt wird).


Sein Einfluss auf die neuheidnische Szene kann gar nicht groß genug eingeschätzt werden.
Er war Erzdruide und Gründer von Ár nDraíocht Féin: A Druid Fellowship und einer der führenden Experten in antikem und neuem Druidentum, Wicca und Naturreligion im Allgemeinen.

Seine Vorträge waren stets eine Mischung aus großer intellektueller Klarheit und einem Sinn für Humor, die eine ganze Generation
von Verehrern der Göttin und Naturmystikern beeindruckt haben.


Während seiner vierzigjährigen Tätigkeit als naturreligiöser Priester, Dozent, Lehrer, Barde und Polytheologe prägte er das Vokabular der
neuheidnischen Szene und brachte viele Themen zu Gehör und zu Papier, die diese Bewegung bis heute formten und weiterhin formen.


Er hinterlässt seine Frau Phaedra und seinen Sohn aus erster Ehe Arthur.
Seine persönlichen Schriften werden Teil der American
Religions Collection in der Bibliothek der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.
Norbert Paul Kommentare von Norbert Paul am 28. Juni 2010 um 11:55am
Wild und Frei und dennoch im Einklang mit der Schöpfung selbst.
Was ist Wild? Was ist Frei?
Viele Worte haben heute eine andere Bedeutung oder sind "umgedeuted" worden, negativ belegt. Wild macht den meisten Angst, Frei ebenso, jegliche Selbstverantwortung, jeglicher Selbstwert wurde nach Außen verlagert.
Wild bedeutet "außer Kontrolle", davor hat man Angst, doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Der Weg durch und mit Mutter Natur weckt diese Werte wieder und macht sie erlebbar und den Einklang mit allem spürbar.
Der Wilde Mann, die Federfrau, Archetypen die es zu integrieren gilt.
Eva Krull-Riemeyer Kommentare von Eva Krull-Riemeyer am 2. Dezember 2009 um 14:50pm
Hallo liebe Benala, dieser Text über die Mutter Erde finde ich wunderschön und spricht mich in der Tiefe meines Herzens an. Ich habe ihn mir erstmal runtergeladen und werde ihn noch weiter auf mich wirken lassen. Tausend Dank und Herzensgrüße Eva
Norbert Paul Kommentare von Norbert Paul am 5. Oktober 2009 um 15:32pm
Hallo zusammen, hier einige Gedanken von mir zur "Weisheit der Natur".
Es ist richtig, dass der Mensch sich selbst denaturiert hat und die Rechnungen dafür bekommt jeder Einzelne täglich präsentiert. Doch das Gute daran ist, dass sich der Mensch in jedem Moment seines Lebens auch wieder anders entscheiden und sich wieder renaturieren kann.
Dies umzusetzen sieht für jeden anders aus, für mich ist bisher immer der pragmatische Weg der gute Weg gewesen. Doch was heißt das?
Je mehr die Natur Teil Deines täglichen Lebens wird, je mehr sie also gelebt wird, um so mehr erschließt sie sich Dir.
Die Natur in das tägliche Leben einladen bedeutet so banales wie sich saisonbezogen Bio zu ernähren und sich dadurch mit ihr zu verbinden und dafür zu Danken. Es bedeutet die Jahreskreisfeste kennen zu lernen und wieder zu feiern. Es bedeutet genügend Zeit bewusst in der Natur zu verbringen. Es bedeutet sich mit Naturstoffen zu kleiden wie Hanf, Leinen, usw. Es bedeutet mit natürlichen Werkstoffen zu handwerken und zu bauen, alte handwerkskünste wieder zu beleben, entwicklungsrichtige Formen und geometrien in den Alltag zu holen.
Es bedeutet aber auch sich zu öffnen für nicht alltägliches und andere Realitäten zu zu lassen, sich der spirituellen Seite der Natur und in jedem von uns zu öffnen. Das Wesen der Natur zu verstehen, ihre Bewusstseinformen und Energien wieder kennen zu lernen. Und es gehört auch dazu, dies für seinen momentanen Lebensraum zu tun, denn es hat schon seinen Grund weshalb man gerade an dem bestimmten Ort lebt und/oder geboren wurde.
Was man dafür bekommt ist bei jedem verschieden, doch Alle dürften mit einer guten Erdung, besserer Gesundheit, mehr Gelassenheit und der Freude an natürlichen Regelkreisläufen und Zyklen, doch sehr viel von der Weisheit der Natur geschenkt bekommen.
Namaha Michaela Kommentare von Namaha Michaela am 30. April 2009 um 2:00am
Folgendes habe ich in einer kalten Oktobernacht draussen, unter freiem Himmel schlafend "empfangen", geschrieben, später, als ich wieder im Haus war, und hatte das Gefühl, eine Botschaft von Mutter Erde empfangen zu haben. Bildet Euch selbst Euere Meinung dazu!:

Es ist eine entartete Gesellschaft. Das Verrückte gilt als krank, das Kranke als normal.
Normal ist es in der Gesellschaft in Häusern zu wohnen. Verrückt ist es, unter freiem Himmel zu schlafen.
Doch wahrlich ist es krank, von Mutter Erde abgeschnitten in Häusern zu leben und sich mit künstlichen Dingen zu umgeben.
Normal ist es in der Gesellschaft, einer Arbeit nachzugehen und Autos zu fahren. Doch diese Arbeit dient Gott nicht, noch achtet sie Mutter Erde.
Normal ist es in der Gesellschaft, laut Musik zu hören, um den eigenen Seeleenschmerz zu übertönen.
Leise und stille Menschen können sich kaum durchsetzen. In der Welt muss man kämpfen und "stark" sein , um zu überleben. Doch diese Stärke ist eine falsche Stärke.
Man muss sich wehren, um nicht unterzugehen.

Doch kennt die Liebe eine andere Sprache, als die Liebe?

Man muss sich anpassen, um dazu zugehören.
Hast Du andere Bedürfnisse, andere Vorlieben als die Masse, wirst Du argwöhnisch begutachtet und bewertet.

Die Wirtschaft kennt Wachstum und Konkurrenz. Doch dieses Wachstum ist kein natürliches Wachstum. Es ist ein künstliches, menschengemachtes. Ihm fehlt die Liebe. So dient es Gott nicht, sondern dem Untergang.

Konkurrenzdenken sieht die anderen Menschen als Feinde, nicht als Freunde. So werden Gräben gemacht, Trennungen vollzogen. Dies dient Gott (=Liebe) nicht, sondern dem Untergang.

Eine künstliche, entartete Lebensweise unterbricht die Verbindung zu Mutter Erde und zu den eigenen Wurzeln und Instinkten. Die Folge sind Krankheit, Alter, Verfall und Tod.

Mutter Erde fehlt den Menschen. Doch die Menschen wissen es nicht.
Namaha Michaela Kommentare von Namaha Michaela am 30. April 2009 um 1:41am
Lieber Dirk,
ich bin sehr froh, dass ich in dieser schlaflosen Nacht auf Deine Gruppe hier gestossen bin, und bin ihr sofort beigetreten. Auch ich suche gerade intensiv zu einer naturnäheren Lebnsweise, und suche den Kontakt zu Mutter Erde um sie , mich zu heilen und den Menschen zu einem Leben im Einklang mit der Natur und in Harmonie mit den Göttlichen-Kosmischen Gesetzen zu helfen. Ich freue mich sehr, wenn es mehr Menschen werden, denen dies wichtig ist, wir uns vernetzen und austauschen. Der Satz "Alles Gute ist wild und frei" ist auch ein Lebensmotto von mir, das ich zu verwirklichen suche.

Liebe Grüssse aus Würzburg
Namaha
ACIENT  WITCH   NAYA Kommentare von ACIENT WITCH NAYA am 1. April 2009 um 17:18pm

Arno Gerkowski Kommentare von Arno Gerkowski am 18. März 2009 um 9:23am
Empfangskomitee

Anfang März, kurz nach Sieben morgens. Ich stehe mit der Teetasse in der Hand auf dem Fußbänkchen meiner Oma. Das große schräge Dachfenster weit nach oben geklappt, den Kopf raus gereckt wie ein Murmeltier, das kuckt, ob die Luft rein ist.
Der Himmel ist offen und mein Blick reicht 5, 6, 7 km weit - fast im Halbrund. Im Westen bis zur Universität und hinauf zum Fernsehturm auf dem Rückrad des ‚Teutoburger Waldes’, im Süden über die Innenstadt hinweg bis zur Sparrenburg und nach Osten, über die Schildescher Dächer und die kahlen Kronen der Gartenbäume, bis zur Sonne.
Die wirft heute, ihrem Auftritt voraus, einen senkrechten Strahl in den leicht verschleierten Himmel, der wie eine breite Säule auf dem Horizont steht.

Eine leise Vorfreude durchzieht mich, wie jedes Mal, wenn ich auf die Sonne warte, als gäbe es etwas Neues zu Sehen, und der ist, wenn ich genau hinschaue, eine winziges Bangen bei- gemischt. Fast so, als könne sie ausbleiben, verloren gehen auf ihrem Weg durch das All.

Aber da ist sie! Beeindruckend wie schnell der Punkt am Horizont sich zum Bogen auswächst und sich, fast wie eine leuchtend rote Schnecke, hinter eine ferne Fichte verkriecht, als wolle sie ihre noch ungeschützte Blöße vor meinen Blicken verbergen. Der Baum aber ist zu klein und zu löchrig, nicht mehr als ein Fetzen Stoff. Schon lugt sie auf der anderen Seite wieder hervor und jetzt, inzwischen auch ein Stück gestiegen, kann ich sie endlich für kurze Zeit gänzlich unverhüllt betrachten.
Da stehe ich nun wieder einmal und empfange sie – im doppelten Wortsinn. Heiße sie wortlos, gedankenlos Willkommen, spüre sie. Ein Moment der Kommunion, Freude...

Dann bewehrt sie sich auch schon mit rasch zunehmender Helligkeit. Es wabbert in meinen Augen und bei jedem Zwinkern, jedem Blick zur Seite springen die blauen und gelben Kreise ihrer Nachbilder durch meinen Blick.

Das Schöne an diesen frühen Momenten der Begegnung liegt vielleicht auch darin, dass sie die Möglichkeit bieten, sich der Sonne für kurze Zeit fast „persönlich“ nähern zu können, „ihren Körper“ mit den Augen zu erfassen und ihre Plastizität zu erleben. Sie ist dann nicht mehr nur diese beinah abstrakte, grell-blendende Lichtquelle, die man nur indirekt erfahren kann, über ihr Licht und die Wärmestrahlung auf unserer Haut. Danach ist sie wieder unnahbar.

Wir Menschen sind unter der Sonne entstanden, in ihrer Glut, ihrem Licht. Sie ist Mit-Schöpferin unseres Lebens, allen Lebens auf der Erde. Ist sie uns nicht zutiefst eingebrannt und steckt in jeder unserer Zellen? Haben wir verlernt über dieses Wunder zu staunen? Lassen uns unsere allgegenwärtigen und (noch) wohlfeilen Energiequellen nur noch negativ staunen - jammern, wenn es uns gerade nicht passt, dass sie fehlt - am Wochenende oder im Urlaub?

Inzwischen ist eine Amsel, ein Weibchen, auf dem Dachfirst vor mir gelandet, 4 m entfernt, genau auf Kopfhöhe. Sie hat mich registriert, stört sich aber nicht an meiner Anwesenheit.
„Was macht sie da?!“ Ich warte, dass etwas passiert. Aber sie sitzt einfach nur da, minutenlang, tut nichts. Kurz wetzt sie ihren Schnabel an dem Dachziegel, auf dem sie sitzt.
Diese ersten Sonnenstrahlen wärmen noch nicht, das kann es nicht sein.
Plötzlich dämmert’s mir: Sie tut das gleiche wie ich. Den Kopf halb der Sonne zugewandt, schaut sie ihr beim Aufgang zu - nur ohne Tee.

Ich würde ihr gerne eine Tasse reichen - eine von meinen zarten, leichten, gläsernen. Mit ihren Schwungfedern würde sie elegant den Henkel umfassen, der grüne Tee leuchtend im Gegenlicht. Und mit erhobener Tasse würden wir uns kurz zunicken, einen Schluck nehmen, und uns wieder der Sonne zuwenden... bis uns der Tag ruft.
Dirk Kommentare von Dirk am 17. März 2009 um 9:30am
 

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