Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hier meine Lieblingsstelle aus meinem Lieblingsbuch. Lustigerweise stammt dieses Zitat nicht von einem Druiden oder Anhänger des Wicca-Kults, sondern von einem Physiker. Stellt euch nur vor, so wäre der Physikunterricht in der Schule...

"Wenn du einen Wald betrittst, lerne vor der Großartigkeit zu erschaudern, die dich umgibt, und du wirst den Wald niemals verlassen. Das Ich, das in den Wald hineinging, wird es nicht länger geben, denn du wirst neu sein, du wirst die Gegenwart des Waldes mit dir tragen. Die Wälder sind voll von lebendiger Musik auf allen verborgenen Ebenen des Seins, und wenn du diese Musik hörst, dann weißt du, dass der Wald jede Zelle deines Körpers durchdrungen hat.
(...)
Das Universum selbst ist dein Lehrer, die Wälder sind deine Lehrer. Du wirst wissen, wenn du beim Lernen etwas falsch machst, denn Misserfolg wird mit Langeweile bestraft. Wenn du auch nur den geringsten Funken Sensibilität entwickelst, wird das Universum in dir lebendig werden.
(...)
Wir sind übergossen von der Gegenwart des Universums, wir sind schon getränkt von seiner Schönheit. Alle Dinge haben sich in die Welt entladen und warten bloß darauf, dass wir sensibel genug werden, um auf sie antworten zu können. Reifes Menschsein zu leben bedeutet heimzukommen, und unsere Heimat heißt Verzauberung."


aus: Brian Swimme, Das Universum ist ein grüner Drache, S.85

Tags: Kosmos, Physik, Schönheit, Swimme, Universum, Wald, Welt

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Antworten auf diese Diskussion

mit ein paar Worten:
NATUR - WIR - ICH - LIEBE - FRIEDEN - SEIN

schönes Plädoyer...
Danke... :-)
ich beobachte mich selbst oft dabei, wenn ich durch einen Wald gehe und bleibe auf dem weg, den alle gehen, dann erlebe ich ich den wald nie so intensiv wie wenn ich nur einige meter weiter auf unbetretenes terrain gehe. ich weiß nicht ob es nur mir so geht aber es ist so für mich ... vielleicht ist dies der alte pfadfinder in mir, der gerne neue wege gehen möchte. Ja: "Die Wälder sind voll von lebendiger Musik auf allen verborgenen Ebenen des Seins, und wenn du diese Musik hörst, dann weißt du, dass der Wald jede Zelle deines Körpers durchdrungen hat." - der wald singt sein eigenes lied - ebenso wie das meer, ein ocean ... eine steppe - der wind ist es, der uns diese melodien in unser ohr trägt. - danke für diese buchauszüge. gruß jens
Ich habe kürzlich, angeregt durch ein Buch, zum ersten Mal im Wald an einem Fichtenstamm gerochen und die Rinde bewusst angefasst - kam mir irgendwie bescheuert vor... - und doch ist dies eine Erfahrung geworden, die in mir geblieben ist. Das Harz der Fichte riecht ganz anders als wenn ich eine Buche rieche. Ich glaube, ich muss mich in den Wäldern viel mehr auf diesen Kanälen bewegen. Gerüche und das Tasten können verzaubern wie Musik.
Viele Grüße
Marion (neu hier)
Jetzt raus und rein in die erwachende Natur. Tief den Frühling einatmen und spüren: Das Wunder geschieht, genau jetzt!

THE POWER OF NATURE
Ich möchte euch auch ein paar Lieblingsbücher empfehlen, das letzte hat mich immer wieder zu Tränen berührt:

Sylvia Koch-Weser, Geseko v. Lüpke: Vision Quest. Visionssuche: allein in der Wildnis, Ariston, 2000

Dolores LaChapelle: Die Weisheit der Erde. Neue Erde, Saarbrücken, 1990

Stephen Foster / Meredith Little: Die Vier Schilde. Initiation durch die Jahreszeiten der menschlichen Natur, Arun Verlag

Ralph Metzner: Das Mystische Grün. Die Wiedervereinigung des Heiligen mit dem Natürlichen, Arun Verlag

Wilfred Pelletier: Frei wie ein Baum Diederichs, Köln, 1983

Sylvia Brinton Pereira: Der Weg zur Göttin der Tiefe, Initiation für Frauen Ansata, 1990, ISBN 3-7157-0074-2

Shanti E. Petschel Reifeprüfung Wildnis 416 S., ca. 100 s/w-Abb., 17 x 24 cm, Brosch ISBN3-935581-64-5 2. Auflage Okt. 2009
Für gewöhnlich bin ich kein großer Naturgänger, doch zurzeit arbeite ich in einem Städtchen, dass in einem der großen Wälder Deutschlands liegt: dem bayrischen Wald.
Das ist wirklich eine ganz andere Erfahrung, durch solch ein Unterholz zu stapfen; es ist anstrengend und schweißtreibend, aber es lohnt sich. Die durchdringende Ruhe eines solchen Ortes lässt sich kaum beschreiben und ist so ganz anders als in dem winzigen Hain, den wir für gewöhnlich vor den Toren unserer Stadt finden.
Doch Natur ist mehr als das grüne Schimmern in den Waldwipfeln. Wie Goethe schon sagte:

Glücklich im Dasein, "heute, morgen und übermorgen, ja, ein ganzes Leben".
ich lebe in Düsseldorf und obwohl ich viele Pflanzen hege und pflege so ist doch die Stadt erfüllt vom hektischen Treiben, Stille ist nicht gegeben. So war es ein wunderbares Erlebnis vor nicht langer Zeit das Glück zu haben wirklich in die Natur eintauchen zu können. Der Moment in dem ich loslassen konnte von Treiben und Lärm war fast erschreckend ungewohnt. Es brauchte Zeit der Gewöhnung sich dort zu befinden und nicht beeinflusst zu werden durch der Natur widerstrebende Geräusche. Fremdartig beinahe die Erfahrung von fühlbarer Stille und doch des puren Lebens welches mich an diesem Ort zu dieser Zeit umgab.
Viel intensiver jedoch noch die Abkehr von der Hektik ,das Fühlen von Ruhe ungebunden von der Zeit ,einzig das erleben des Moments. Jenes ein pendeln der inneren Uhr die keiner mechanischen oder digitalen Zeitmessung bedarf.

Gruß

Jens
Lieber Dirk,

als ich 4 Jahre alt war, sagte ich oft: Mama, die Bäume im Wald, sie singen.
Später habe ich diese Melodie verloren und nach längerem Suchen wieder gefunden.
Kinder haben ganz natürlichen Zugang zur Spiritualität.
Ich schöpfe meine Energie im Wald.
Marie
dieses buch muss ich mir gleich zulegen, denn so wie du das schreibst, empfinde ich es. danke
welche wohltat hier in dieser gruppe zu verweilen, ohne all die vielen fragen, worte und erzählungen der anderen gruppen. es zieht mich mehr in die die stille der natur, zu den tieren - mit bedingungsloser liebe - ohne worte, ohne fragen, einfach mit ihnen sein. am liebsten dieses buch einpacken (universum...grüner drache...) und alleine wegfahren, irgendwo in der natur verweilen, dabei den wind spüren, die bewegung der gräser erfahren, zusehen...letzthin sah ich drei schafe auf der wiese - voller liebe zog es mich zu ihnen hin. alle drei streckten ihre grosse köpfchen zu mir, sie haben eine so wunderbare, starke und warme energie. wie gerne hätte ich mich einfach zu ihnen gesetzt, mit ihnen verweilt. ...
Den Deutschen wird ja eine ganz besondere Beziehung zu "ihrem" Wald nachgesagt. Keine Ahnung, ob das hier wirklich so besonders ist, aber was ich spüre ist, dass wir alle unglaublich viel denken, Pläne schmieden, grübeln, Dinge hin und her wenden, versuchen zu relativieren, zu objektivieren, Konzepte zu entwickeln usw. usw.
Im Wald spielt das alles keine Rolle. Die Natur IST einfach. Auch ohne unsere Worte für sie. Deshalb tut es mir so gut, im Wald zu sein. Einfach sehen, einfach sein. Da braucht es keine gesonderte Spiritualität, sondern das Sein als solches wird als spirituell oder auch heilig erfahren. Und wenn man lange genug schaut, tritt man als Beobachter selbst beiseite und fühlt sich ganz von selbst als Teil dieses Heiligen. Man wird heil.

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