Wenn wir über die SchreibKunst reden , dann reden wir auch immer von ihrem ZwillingsGeschwisters – nämlich der LeseKunst. Genau so, wie die Bilder eines Malers den Betrachter suchen, sucht das geschriebene Wort den Leser.
Ob wir nun Geschichten schreiben, die von uns erzählen oder den Augenblickszauber in ein Gedicht bannen - ob wir unseren Kummer in einen persönlichen Brief legen oder unsere Weisheit in Aphorismen stricken, ja selbst unser Tagebucheintrag über unsere Herzensentwicklung braucht unsere Fähigkeit eigene Worte zu finden, die sowohl authentisch als auch treffsicher sind, um den Leser wirklich zu erreichen. Wenn wir uns also Gedanken über den Leser machen, dann prüfen wir zunächst das, was und wie wir selbst lesen. Und wir stellen uns die Frage, wie der Autor es geschafft hat, uns zu erreichen.
Die Frage ist: Wie wirken Worte auf uns? Wie sollen unsere Worte auf andere wirken? Wie meistern wir den schriftlichen Dialog zwischen „Redner“ und „Zuhörer“? Können wir, während wir schreiben, „hören“, was wir zu sagen haben? Um in dem Ringen um das Wort, das plausibel, verständlich, authentisch und zielsicher sein soll, üben zu können, laden wir an dieser Stelle Schreiber und Leser ein, Texte beidseitig zu „probieren“ - schreibend und lesend.
Stellt Eure Texte/Entwürfe bitte jeweils in einen eigenen Diskussionsstrang (gern auch als Dateianhang) und findet einleitende Worte zu Eurer Intention und welcher Art Feedback Ihr Euch wünscht.
Viel Freude im Austausch zwischen Wort und Ohr!
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