Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z

UrsprünglichesZiel: Erstellung eines Manuskriptes für einen Artikel: Heilspuren - Paul Salvator Goldengruen --- Neues Ziel: Erstellung eines Artikels über Kunst und Entwicklung

Die ursprüngliche Intention, einen Artikel unter der Rubrik Heilspuren zu schreiben, wurde von mir verworfen. Ich lasse die später folgenden Zeilen noch eingestellt, die die ursprüngliche Absicht
darstellen, schildere aber zuvor, warum ich den Artikel unter der Rubrik "Heilspuren" nicht schreiben will.

Gründe, warum ich einen Artikel unter der Rubrik "Heilspuren" nicht schreiben will:

1) Zunächst machten sich irgendwelche Hemmungen bemerkbar - begründet, oder nehme ich mir selbst eine Chance, mich darzustellen. Keine Ahnung. Immerhin hat die Zeitschrift "Visionen" eine
Auflage von 70000, wenn ich richtig recherchiert habe.
2) Ich versuche, meine Schwierigkeiten mit der Thematik "Heilspuren" darzustellen:
Die Thematik "Heilspuren" ist keine Erfindung von mir. Mein Thema ist immer die Kunst gewesen,
das Erstellen von Kunst. Und das Thema Entwicklung hat sich bei mir dazugesellt.
Ob meine Bilder eine heilende Wirkung haben, keine Ahnung, das läßt sich so erstmal nicht sagen,
wäre also eine unbewiesene Annahme. Vermutlich ist es so, daß unterschiedliche Bilder von mir ganz unterschiedlich wirken, je nachdem was gerade thematisiert ist.
Es wäre nicht richtig, die schönen Bilder als heilbringend auszustellen und darzustellen, die
häßlichen und weniger schönen Bilder aber nicht.
Heilung kann es nur geben, wenn auch die Schattenbilder aus der Seele hervortreten können und so
bearbeitet werden können mit ihren jeweiligen Thematiken. Das ist meine Meinung.

Ob meine Bilder heilend wirken oder Heilspuren vermitteln, keine Ahnung.
Sie können sicher dazu anregen, daß Menschen einen ähnlichen Weg gehen und sich so weiterentwickeln können. Sie können auch durch die Rezeption zur Weiterentwicklung
beitragen. Sie können auch mich weiterbringen in meiner persönlichen Entwicklung.

Das Thema Entwicklung beinhaltet einerseits nicht, daß ich mit meinen Bildern eine heilende
Wirkung hervorrufe. Das ist auch nicht mein erklärtes Ziel, wenn das ein Nebeneffekt oder Effekt sein
sollte, o.k.

Das Thema Entwicklung beinhaltet kein Versprechen oder keine Annahme einer Heilung.
Insofern beschränke ich mich auf eine "machbarere, sprich eher machbare" Position.

Andererseits ist das Thema Entwicklung viel weiter gefaßt.
Auch ein völlig Gesunder, wenn es den hier als theoretisches Konstrukt geben darf, kann
zur Weiterentwicklung angeregt werden durch Kunst, auch und vermutlich gerade durch meine Kunst.

Einerseits keine Versprechungen oder Implizierung von Heilung, andererseits aber ein
Ausblick in Zukunft und in Vergangenheit der Seele, Progression und Regression -
hier aber nicht als medizinische oder heilerische Begriffe gemeint, sondern als
neutrale Begriffe, die die Vergangenheit von Individuum und Kollektiv betreffen und auch deren Zukunft, mit dem Schnittpunkt in der Gegenwart des Bildes.

Außerdem kann Entwicklung positiv oder negativ sein, kann Fehlentwicklungen einerseits darstellen,
aber auch segensreiche Weiterentwicklungen.
Wobei das zu entscheiden, ob etwas positiv und segensreich oder negativ und destruktiv ist,
das allein ist schon schwer, vielleicht garnicht "absolut" möglich, losgelöst von aller Relativität und von jedem möglichen Kontext.

Entwicklung greift also weiter und ist neutraler als der Begriff Heilung.

--- Im Prinzip reicht das jetzt schon als Begründung. Klar würde ich gerne einen Artikel in der Zeitschrift oder für die Zeitschrift "Visionen" verfassen, aber nur unter einem frei gewählten Oberbegriff.

Hier also nun der ursprünglich begonnene Argumentationsstrang, der sich unter dem
Oberbegriff "Heilspuren" nun erübrigt hat.

Für Artikel unter dem Oberbegriff "Heilspuren" gibt es jede Menge kompetente Persönlichkeiten.


Zuerst einmal die Frage: Ist das Manuskript hier am richtigen Platz oder sollte ich es in den Kommentaren einstellen?

Ich fange erstmal an. Angeregt wurde ich zu diesem Artikel von Sundra Kanigowski. Sie schreibt einen Artikel in der Zeitschrift Visionen für August unter der Rubrik Heilspuren. Heilspuren ist eine Gruppe auf Xing, von Sundra gegründet, es gibt aber auch einen Block von Ihr zum Thema und ein Verein soll gegründet werden. Der Gruppe "Heilspuren" auf Xing bin ich vor einiger Zeit auch beigetreten und werde Mitglied im Verein "Heilspuren", wenn dieser sich gründet.
Sundra hat mich der Redaktion der Zeitschrift "Visionen" empfohlen. Hier soll ich unter der Rubrik
"Heilspuren" dann für September einen Artikel schreiben.

Diesen möglichen Artikel bereite ich hier etwas vor.

Es ist hier in Vorbereitung ein möglicher Artikel in der Zeitschrift "Visionen" unter der Rubrik
"Heilspuren".

Heilspuren --- Heil-Spuren. Wie komme ich als Künstler dazu, einen Artikel unter dieser Rubrik zu schreiben? Es fing mit einer Kontaktanfrage an Sundra Kanigowski auf Xing. Sundra malte sehr
erfrischend farbenreich und farbenfroh und war sehr symbolisch in Ihrer Darstellung. Das war mir augefallen und ich spürte eine starke Anziehung zu dieser Malweise, die Parallelen zu meiner
Malweise hat. Sundra lud mich in die Gruppe "Heispuren" auf Xing ein. Ich trat bei und
lernte Sundra etwas später bei einem Seminar in Ihrer Galerie in Brilon im Hochsauerlandkreis
kennen. Der Heilpraktiker Hans-Peter Kuhl war zu Gast und demonstrierte das Oberon-Gerät,
ein Gerät zur Erkennung und somatisch-seelischen Analyse von Krankheiten und Störungen bis auf die zelluläre und sogar molekulare Ebene der Erbanlagen, der Gene. Sein Vortrag und sein Einblick in eine neue Heilweise und Sicht auf den Menschen (Salutogenese) beeindruckten mich zutiefst.
Das soll zeigen: Sundra führt Menschen zusammen, die um das Thema Heilung bemüht sind, die eine hohe Kompetenz haben in fachlicher Hinsicht und Menschen, die auf der Suche nach
tiefgreifender Heilung und Stärkung der Gesundheit sind.

Aber was hat Heilen mit Malen zu tun? Was ist mein Ansatz. Was macht mich kompetent dazu, einen Artikel zu schreiben?

Die Kunst und Malerei von Paul Salvator Goldengruen und der Bezug zu Heilung, Ganzwerdung
und Stärkung von Gesundheit und Persönlichkeit samt deren Weiterentwicklung - bis hin zu
Perspektiven für ein besseres Zusammenleben in der Gesellschaft, der gesamten menschlichen Gemeinschaft.

Für mich beginnt das Ganze mit der Entstehung einer psychischen Erkrankung Mitte der 90er Jahre, die ich mit Hilfe des künstlerischen Schaffens überwand. Der Wunsch künstlerisch tätig zu sein war primär und eigentlich immer schon vorhanden. Bereits als Heranwachsender machte ich Gedichte,
behielt dies bis ins Erwachsenenalter bei. Bei Kunst habe ich lange Zeit gedacht, daß z.B. die
wunderbaren bildhauerischen Arbeiten, wie z.B. ornamentöse Verzierungen aus Metall von Treppenaufgängen und dergleichen so ebenmäßig sind, daß ich mir das garnicht zutraute,
so genau arbeiten zu können, ein so gutes Augenmaß zu haben. Das war so ein früher Gedanke zur Kunst, an den ich mich erinnere. Dann mein typischer Hang zur Theatralik, meine Affinität zur Schauspielerei.
Mit 18 Jahren schließe ich eine Lehre als Einzelhandelskaufmann ab, gehe von Warburg nach Paderborn zu einem Modegeschäft und Herrenausstatter. Ein paar Monate hier, geht's als
Panzergrenadier und Kradfahrer zur Bundeswehr.
Das ist die einschneidende Cäsur, da ich Menschen kennenlerne, die auch poetisch interessiert sind und zum Teil gut gebildet sind und Abitur haben. Gerade ein paar Monate bei meiner alten Arbeistsstelle in Paderborn zurück, hole ich am dortigen Westfalen-Kolleg in 6 Semestern Ganz-Tags-Schule das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nach.
Meinen ursprünglichen Wunsch, Publizistik zu studieren, verwerfe ich und studiere ab Wintersemester 84/85 Biologie auf Diplom, zunächst in Münster, mache dort nach 4 Semesetern das Vordiplom, wechsele dann recht spät nach Bielefeld.
Dort lege ich noch 2 gute Prüfungen zum Diplom ab und kanzelle eine gerade begonnene Diplomarbeit in der Neuroanatomie, die als Praktikum gewertet wird, so daß mir die Möglichkeit blieb, eine andere Thematik anzugehen.
Auch das tue ich nicht. Ich kehre nach Hause zurück.
Es zeigte sich schon in Münster, daß Biologie nicht das alleinig glücklichmachende Fach für mich war, weil ich ab dem 8. Semester des Biologiestudiums noch zusätzlich Anglistik auf Magister als Zweitstudium studierte und im Hauptfach Anglistik auch bald alle Scheine für die Beendigung des
Grundstudiums in Anglistik zusammen hatte.

Fortsetzung:

Ums kurz zu machen:

Die Kunst und Beschäftigung mit Kunst und der Wille Kunst zu machen sind bei mir primär.
Erklärt wird von Wissenschaftlern die kreative und künstlerisch orientierte Persönlichkeit
unter anderen so:
Die Filter bei Künstlern funktionieren anders, sie nehmen mehr Informationen (bewußt) auf und
haben auch das Bedürfnis, selbst den Verarbeitungsprozess zum Ausdruck zu bringen.

Gut - dieses starke Ausdrucksbedürfnis ist bei mir also da, kann auch gelebt werden.
Für mich spielt dabei der Aspekt der Entwicklung und des Ausdrucksvermögens die entscheidende Rolle. Außerdem das Gewinnen von Informationen aus der eigenen Seele oder der kollektiven Seele.

Das, was auch mit Medialität umschrieben wird, hat mich immer schon fasziniert und war wichtig für mich.

Wie kann das nicht nur zur persönlichen, sondern auch zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen?

Ich hole etwas aus, um klarzumachen, worum es geht:

Ich habe eine CD mit Liedern aus dem Mittelalter, eine harte Zeit mit großen Existenzkämpfen
und Krieg:
In einem Lied heißt es von einem Söldner:
"Aber mein Traum macht mir das Töten so schwer, aber das Sterben, das Sterben noch mehr"

Ich vermute stark und gehe davon aus:

Der Traum, richtig begriffen oder fortgeführt, zeigt immer einen Ausweg, kennt und wählt den Königsweg, der aus der Misere oder dem Dilemma führt.
Und aus der gleichen Quelle wie der Traum kommt die Kunst.
Die Quelle ist das Unterbewußtsein bzw. der Gesamtinformationspool, der besteht.
Meditation erschließt sich die Inhalte des Unterbewußtseins bei ruhiger Gemütslage und in einem
Zustand der Bewußtheit.
Wenn Träume lucide sind, ist dem Träumer klar, das er träumt und es soll sogar möglich sein, diese
Träume dann bewußt lenken zu können.
Es gibt im Yoga kollektive Träume, die gemeinsam geträumt werden etc.
Möglicherweise ist es sogar so, daß es möglich ist, im Traum zu meditieren, bei voller Bewußtheit,
wenn ich einen indischen Yogi richtig verstanden habe.
Es geht mir vor allem darum:
Wie ist es möglich, an diesen rieseigen Pool an Informationen heranzukommen, der im Unterbewußtsein schlummert bzw. objektiv als "Gesamtinformationspool" vorhanden ist.

Aber es ist nicht nur das:
An den Gesamtinformationspool rankommen und dann auch Einsicht in die Lösungsmöglichkeiten
erhalten, die das riesige Wissen dieses gigantischen Informationspools ermöglicht.
Das heißt:
Das riesige Wissen wird nicht nur zugänglich, sondern auch miteinander so kombiniert, daß eine
Lösungsmöglichkeit generiert wird, die zur Lösung eines Problems oder einer Aufgabenstellung
befähigt. Einer Lösung, die dem bewußten Geist allein kaum möglich zu sein scheint, weil der
ja mit einer stark begrenzten Menge an Informationen arbeitet.

Daraus folgt unmittelbar, daß der übliche Weg Kunst zu machen aufgrund einer künstlerischen
Ausbildung und eines Drilles von Techniken auf ein (sehr) beschränktes Wissen zurückgreift.

Die klassische Kunstausbildung beschäftigt sich mit den 3 Dimensionen und wie man in der Malerei
auf zweidimensionalem Malgrund einen dreidimensionalen Raum schafft.
Es gibt eine Farbtherorie, andere Theorien und Lehrmeinungen etc etc.
All dies fußt auf beschränktem und bereits oft fest konditioniertem Wissen.
Der Drill verstärkt dies.
Viele Lösungsmöglichkeiten werden nicht gesehen, sind überhaupt nich zugänglich, weil der angezapfte Wissenspool und die resultierenden Kombinations- und Lösungsmöglichkeiten zu gering sind.

Unter dem Motto:
Sie müssen sich schon entscheiden, wollen Sie einen Hund oder ein Auto zeichnen.

Klar, in der uns umgebenden (dreidimensionalen) Welt gibt es Hunde mit charaktertümlichen Eigenschaften und Autos mit definierten Eigenschaften.

Aber vorstellbar für den Geist ist auch ein Autohund oder Hundauto.

Der Geist ist (multidimensional und) offen angelegt und auch so angelegt, daß er Individuen befähigen kann, auch in einer völlig anderen Welt zurechtzukommen.
Diese kann eine ganz andere dreidimensionale oder sogar eine multidimensionale Welt sein.

Wo ist das Problem für den Geist. Es gibt keins. Ein Raumschiff fährt im Höchstfall
mit Lichtgeschwindigkeit, jedenfalls in unserer Galaxie oder unserem Bezugssystem.
Der Geist kann sich ein Raumschiff vorstellen, welches undendlich schnell ist oder er kann sich einen
Autohund vorstellen.

Also:
Wenn ich darauf verzichte, mir den angelernten Kunstdrill draufzuschaffen, bieten sich meinem
Geist viel mehr Möglichkeiten zur Künstlerischen Gestaltung. Viel mehr Kombinations- und Lösungsmöglichkeiten für Aufgabenstellungen.
Auch für die reale Welt, nicht nur für eine rein geistige Vorstellungswelt.
Denn auch die reale Welt hat einen viel größeren Informationspool als der, der angewendet wird.

Zurück zur Kunst:

Auch hier gibt es Erkenntnis- und Ausdrucksträger und -schöpfer, die weniger stark konditioniert sind
als der übliche Kunst treibende. Die "Wilden", die eingeborenen Kulturvölker besser gesagt, und die Kinder. Diese sind, zumindest aus der Sicht des gebildeten "zivilisierten" Menschen oder aus der Sicht des Erwachsenen weniger konditioniert.

Und es gibt die, die in dieser (vermeintlich) eng geschneiderten Welt nicht so recht Fuß fassen können. Die, die abseits stehen, unterdrückt sind oder deren Fähigkeiten nicht zur Geltung kommen können. Die haben auch einen Geist, der ist wie gesagt, nicht beschränkt.
Und dieser Geist wehrt sich.
Statt Büchsenöffner oder -zähler in einer Konservenfabrik zu sein besitzen diese Leute dann als sogenannte Geisteskranke eine Farm in Afrika, befehligen als Napoleon ganze Armeen
oder umschmeicheln als Rocky 538 üppige Blondinen.
Alles kein Problem, der Geist macht's möglich.

Fortsetzung folgt:

Gut dran dann der, der eine psychische Krise lediglich dazu nutzt, endlich künstlerisch tätig sein zu können.
Das Abdriften in eine imaginierte Scheinwelt wird verhindert, weil dem Menschen kreative Medien
wie Poesie, Musik, Bildhauerei und Malerei zur Verfügung stehen.
Zumindest wenn man Glück hat, funktioniert das.
Ich gehe mal davon aus, daß ich das Glück hatte.
Wenn die anfängliche Beglückung, Kunst treiben zu können, auch dem Bedürfnis nach Anerkennung
für das künstlerische Treiben den Weg bahnen soll, dann wird es allerdings unter Umständen
schwierig.
Denn die gleichen Wirkmechanismen, die einen Menschen perspektivisch in die "Irrenecke" drängen,
werden dann wieder wirksam, wenn dieser Mensch anfängt, sich zu befreien.
Das habe ich immer für so eine Art persönliches Schicksal oder offener formuliert für eine
persönliche Aufgabenstellung gehalten.
Bis ich dann das Buch "PlusHeilung" des Psychiaters Hartmut Kraft las.
Verkürzt formuliert geht es in diesem Buch auch um den "Persönlichkeitstyp des Schamanen".
Früher lagen Kompetenzen aus den heutigen Bereichen Medizin und Psychotherapie, Priesteramt,
Kunst und Kreativität bei den Schamanen.

Die entsprechenden Talente sind auch heute noch oft in typischen Persönlichkeiten gebündelt,
die sich aber in der Regel für eines dieser genannten heutigen Berufsbilder entscheiden.

Diesen Menschen ist gemeinsam, daß sie typischerweise Wandlungskrisen durchlaufen, aus denen
sie sogar gestärkt hervorgehen können. Mit höheren Kompetenzen als je zuvor.
Dieses Phänomen nennt Hartmut Kraft "PlusHeilung". Dies gilt für Psychotherapeuten und Psychiater wie Sigmund Freud und Carl Gustav Jung, im Bereich Kunst zum Beispiel für Josef
Beuys und Blalla W. Hallmann.
Gerade auch bezogen auf die Künstler hat Kraft einen typischen Wandlungsprozeß beschrieben.

Der Künstler gerät in eine Krise, wie typischerweise früher die Schamanen, weil er eine herausragende Stellung, eine oft beneidete, zumindest sehr attraktive Stellung mit hohem
Ansehen in der Gemeinschaft einnehmen wird. Die Tendenzen zu Größenphantasien und
die einhergehende Gefahr zum Machtmißbrauch durch diese Persönlichkeiten wird beschnitten
durch eine Läuterung in Form einer Krise.
Diese talentierten Menschen können in diesen Krisen umkommen, aber auch reifen und
völlig wiederhergestellt werden, manche treten in besserem Zustand aus ihnen hervor als
je zuvor, als PlusHeilung beschrieben.
Alle Übergänge sind möglich.

Es ist also keine Erfindung der Neuzeit oder unserer modernen Gesellschaft, daß Künstler
oft eine lange Durststrecke, die sogenannte Marge, überwinden müssen bis zum Erfolg.
Letztendlich ist es ein Reifungs- und Entwicklungsprozess, das läßt sich aus dem Gesagten
folgern.
Allerdings ist es auch ein Prozess, der den Neid und ähnliche Gelüste der Gesellschaft eindämmen
soll.

Wünschenswert in meinen Augen ist es allerdings, daß die Gesellschaft, will sie sich und ihre einzelnen Handlungs- und Erkenntnisträger weiterentwickeln, sich dieses bewußt macht.

Wertvolle Menschen können vernichtet werden, wo die Gesellschaft nicht genau hinschaut, nicht sensibilisiert ist für das Leid von begabten Menschen, die in bestimmten Bereichen hochtalentiert
sind.
Einmal muß Schluß sein, und es sollte möglich sein, die Zeit der Marge zu begrenzen, indem
hingeschaut wird und Chancen gegeben werden.
Nicht nur zum Kommerz und wegen dem Kommerz, sondern auch, um diesen Menschen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen.
Um ihrer selbst Willen, und zum Zeichen dafür, daß auch die Gesellschaft einen Wandlungs-
und Läuterungsprozeß mitvollzogen hat.
Letztendlich kann sich das auch positiv auf den Genpol der Bevölkerung auswirken.
"Die besten sterben jung" und Ähnliches, das muß ja nicht sein. Ein bisschen was hat dieser
Spruch sicher mit der aufgeführten Problemstellung zu tun.

Ist ein Mensch einmal in diese "Irrenecke" hinein abgestempelt, kommt er schwer wieder raus.
Und genau wie Frauen besser sein müssen als Männer, um ebenbürtige Positionen einzunehmen,
zumeist jedenfalls auch heute noch, so werden auch die Kunstwerke von Menschen in Krisen
und von Menschen mit psychischen Erkrankungen häufig abgewertet.
Klar, manchmal scheint es schon umgekehrt zu sein, jeder, der ein bisschen irre malt, hat
die schnelle und leichte Chance auf Erfolg.
Nur die Preise, die auf Bilder mit vergleichbarer Qualität erzielt werden, sind für die
"Außenseiterkünstler" doch im Allgemeionen deutlich niedriger.

Andererseits hört man, daß der (mit) am weisesten ist, der den Wahnsinn besiegt hat.

Und ein künstlerisches Werk, welches solch einen Prozess widerspiegelt, sollte nicht als
Art Brut oder Außenseiterkunst abgewertet werden.
Die Kunst von keinem Menschen.
Es ist ganz klar und auch ganz offensichtlich, daß gerade die unter diesen Begriffen
subsumierten Kunstwerke eine riesige Qualitätsspanne aufweisen.
Aber eben auch bis in die höchste Kategorie. Und da sollte kein Unterschied mehr gemacht werden zwischen den einzelnen Kunstformen oder Entstehungsformen von Kunst, auch nicht preislich.
Egal, welchem Kontext sie entstammen.
Kommt noch die Thematik der Innovativität und des Gehaltes an Inhalt dazu, der bei Kunstwerken
aus der jetzigen Kategorie "Außenseiterkunst" oder "Art Brut" oft höher ist als bei
heutiger Spitzenkunst.
Meine eigene Kunst habe ich daher Ursprungskunst genannt, in Englisch: Art of the Origin.
Oder auch Multidimensionale Kunst, in Englisch: Multidimensional Art.
Einfach um den für Abwertungen oft mißbrauchten Begriffen "Außenseiterkunst" und "Art Brut" aus
dem Wege zu gehen.
Wohlwissend , daß es durchaus eine große Fangemeinde dieser so betitelten Kunst gibt, die
diese Kunst für die wahre Kunst hält.
Persönlich bin ich der Meinung wie viele Menschen, daß es nur gute und weniger gute Kunst gibt,
egal von welchen Erkenntnisträgern oder Künstlern sie stammt.
Daher sollte es feste, brauchbare und greifbare Kriterien geben bzw. diese Kriterien fortlaufend
verbessert werden, um Kunstwerke entsprechend zu würdigen, ohne abwertende oder aufwertende Kategorien zu schaffen, die nur augrund einer Zugehörigkeit zu einer Menschen- oder Ausbildungsgruppe zustande kommen.

Eine Schieflage in der Bewertung von Kunst sehe ich schon aufgrund mangelnder vitaler Kriterien,
um Kunst zu kategorisieren.

Innovativität ist durchaus schon ein Qualitätskriterium.

Im Bereich Inhalte, Komplexität und Symbolgehalt könnte es, vorsichtig formuliert, aber deutliche
Nachbesserungen und Neuadjustierungen geben.
Dann gibt es noch den Überlebenswert für Einzelindividuum und Gemeinschaft, den ein Kunstwerk haben kann, der auch Überschneidungen zu den Inhalten hat.

Die besprochenen Malereien/Kunstwerke in dem Buch "Bilder in Therapie, Kunst und Religion" von Ingrid Riedel machen das deutlich, auch das Buch "Malen um zu überleben" von Christina Henzler und Ingrid Riedel trägt Erhellendes zu dieser Thematik bei.

Auch Bilder aus dem Bereich "Visionary Art" beleuchten meiner Meinung nach diese Problematik.
Die Bilder aus diesem Bereich sind zum Teil so komplex, daß es schwer sein wird, sie angemessen
zu würdigen, weil es möglicherweise an Erkennungs-, Verarbeitungs- und Einordnungskompetenzen
mangeln könnte.

Fortsetzung folgt:











Der Geist bewältigt auch präcognitive Träume, Telepathie, Synchronizität, Unendlichkeit.

Tags: Entwicklung, Heilspuren, Kunst

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Antworten auf diese Diskussion

lieber paul,

ich habe erst heute deinen beitrag hier gelesen und frage mich, ob du inzwischen zu einem ergebnis gekommen bist oder wie der aktuelle stand in der entwicklung deines artikels ist...oder ist das schon abgeschlossen?...

beste grüße
ina
Liebe Ina!

Einen Artikel unter dem Begriff Heilspuren gibt es von mir nicht.
Dieser Artikel hier wird daher mit offenem Ende verbleiben, stellt nur einen Stand einer
Diskussion oder Überlegung von mir da. Mir ist einiges klar geworden, weil ich sozusagen ein
Widerlager, den einen oder anderen (zunächst angenommenen) Rezipienten hatte.
Beim Formulieren kommen ja die Erkenntnisse, gerade im Hinblick auf einen oder mehrere Rezipienten.

Wo ich persönliche Fortschritte gemacht habe, ist meine eigene innere Entwicklung.
Dafür hatte ich augenblicklich Zeit, als ich den Artikel nicht mehr schreiben brauchte.
Auch die Wechselwirkung zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein ist mir hier klarer geworden.
Auch immer eine ureigenste Thematik von mir.

Ein Artikel mit einem anderen Oberbegriff ist jederzeit möglich, der zum Teil eine Teilgrundlage in diesem Artikel haben kann.

Das hat aber auch Zeit. Lehrreich für Urheber und Rezipienten kann solch ein Artikel, der nicht ganz abgerundet ist, wegen seiner Ecken und Kanten und der offen zutage tretenden Reibefläche dennoch sein.

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