Hallo in die Runde,
vor mir liegt ein kleines Büchlein, betitelt mit "Dhammapada" - Worte des Buddha, ich lese und schmökere von Zeit und Zeit und eigentlich immer wieder gerne darin. Einige von euch mögen es kennen. Als ich das Buch vor mir liegen sah und gerade mal schauen wollte, was in der Gruppe "Buddha-Dharma" hier so geschieht, kam mir eine Idee: ich hätte Lust gemeinsam ein wenig die Texte/Verse hier mit euch zu besprechen und in ihrer Wirkung wie auch Bedeutung oder konkreten Beispielen zu erläutern. So ein wenig wie bei den täglichen Lektionen im "
Kurs in Wundern", nur halt versweise für die Dhammapada.
Der Klappentext beschreibt die Dhammapada mit folgenden Worten:
"Die Dhammapada (Worte der Weisheit) besteht aus 423 Versen, welche der Buddha bei 305 Gelegenheiten aussprach zum Wohle der Menschheit. Diese Sprüche sind durch ihre Schönheit und Wahrheit von besonderer Wichigkeit, um vielen Menschen hilfreich beiseite zu stehen."
Die Zahl von 423 und die Nähe zu den 365 Tagen des Jahres brachte mich auf die Idee, im Jahreslauf einmal hier gemeinsam die Dhammapada und ihre Verse durchzugehen, zu kommentieren und einfach ein wenig darüber auszutauschen.
Hat jemand Lust dazu?
Der Schwerpunkt könnte - muss aber nicht - in der KONKRETEN Bedeutung im Alltag haben, die der jeweilige Vers für dich haben könnte, zuletzt gehabt hat oder welche Gedanken dir auch immer dazu in den Sinn kommen. Ich weiss selbst noch nicht genau, was daraus werden könnte,aber ich möchte diesen Stein einfach einmal ins Rollen bringen - wenn er gut
Online findet sich das ganze versweise unter folgender Url auch frei im Internet zugänglich:
http://www.dhammapada.de/
Auch wikipedia spart nicht mit Hintergrund-Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dhammapada
Wir könnten das in Reihenfolge der Verse oder "frei nach Wahl und Schnauze" einfach in kunterbunter Mischung machen.
Ich fange mal vorne an mit Vers 1:
--/*/--
Die Erscheinungen werden vom HERZ* angeführt,
vom HERZ beherrscht,
vom HERZ hervorgebracht.
Wenn ihr mit verdorbenem HERZEN
sprecht oder handelt,
folgt euch Leid --
wie das Rad des Wagens
der Spur des Ochsen,
der ihn zieht.
HERZ (manas): Der Geist in seiner Rolle als Wille und Absicht.
--/*/--
Hmm? Was kommt mir da so alles in den Sinn. Alles eine Frage der Einstellung - könnte man sagen. Hege ich einen Geist, eine Meinung, so habe ich eine Einstellung - mein Kurs ist für die kommende Situation fest gelegt. Das blöde daran ist ja meist, das man den einmal eingeschlagenen Kurs oft nicht ändern kann: ist die Situation im Alltag angespannt, wird man selbst es auch, ist es zu locker, lässt man sich vielleicht auch zur Faulheit hinreissen, ist der Kurs - was mir in der konkreten Situation nicht immer gleich präsent ist - mißlaunig, egoistisch, wütend, ängstlich, verzagt oder sonstwie negativ, so kommt es meist doppelt zurück. Eine Erfahrung, die wir alle wohl tagaus tagein zuhauf machen. Beispiel: Ungeduld beim allabendlichen Zähneputzen-Ritual, beim Mach-bitte-die-Musik-nun-aus-und-tu-bitte-das-was-ich-dir-nun-schon-zum-siebten-Mal-in-Folge-sage-Ritual mit den Kindern...
Ich werde morgen mal darauf achten, wann der Geist mich mit den Dingen in die Irre führt und mich - einmal af Abwege gebracht - verderbten Geistes sprechen lässt. Denn "verderbten Herzens/Geistes" sprechen machen wir alle wohl im Alltag mehr als uns lieb ist. Achten wir morgen vielleicht einfach einmal auf das Pferd des verderbten Geistes, das uns vor seinen Wagen spannen möchte..
Was kommen euch spontan zu Vers 1 für Gedanken in den Sinn?
Hat jemand Lust, hier im "Rundflug durch die Dhammapada" ein wenig Austausch, Anregung zu praktizieren?
Viele Grüße aus Kiel
Jens