Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Was ist das Aufwachen? Was geschieht da? Mystiker seit vielen Jahrhunderten nennen es den mystischen Tod oder das innere Sterben; was aber stirbt da? In Wirklichkeit stirbt nichts, einfach deswegen, weil nichts da ist.
Dennoch ist es ein Tod: Es ist die Bereitschaft, zu sterben. Es ist die Bereitschaft, alles sterben zu lassen, was vermeintlich zu einem gehörte: Die Geschichte, die Identität, die Wünsche, die Besonderheit, die Eigenheit. Es fühlt sich dann an wie ein Sterben. Es macht Angst und Schmerz. Das Aufwachen, wenn es ein tiefes Aufwachen sein soll, geht durch diese Schicht des Todes hindurch. Was stirbt, ist all das, was sowieso nicht da ist: Die Illusion des Ich’s, die Illusion der Kontrolle, die Phantasie der Vergangenheit und Geschichte, die Einbildungen der Person. Alles Unwirkliche stirbt, dann bleibt das, was wirklich ist. Viele predigen das Aufwachen als eine leichte Selbstverständlichkeit. Da besteht die Gefahr, dass die Tiefe und das wirklich erreichbare verpasst werden.

Tags: angst, aufwachen, meyer, mystiker, schmerz, sterben, tod

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Harald,
Tiefe und "das wirkliche" gibt es nicht, es sei denn unser Verstand macht es dazu ;-)
... allerdings gibt es auch nichts oberflächliches ;-))

lg,
markus
Natürlich existiert Tiefe und das Wirkliche.
Das hat eben genau nichts mit dem Verstand zu tun.
Hallo Harald
gibt es eigentlich eine Aufzeichnung von dem Live-Chat? Ich hätte gerne ein paar Sachen nochmal nachgehört.
Liebe Grüße, Sonja
Hallo Harald.
Tiefe und "das wirkliche" gibt es nicht, es sei denn unser Verstand macht es dazu ;-)
... allerdings gibt es auch nichts oberflächliches ;-)) schreibst du.....
wenn du das schreibst, musst du schon sehr viel wissen! es währe zu hinterfragen, auf welcher ebene du dies beziehst....tiefe des weltalls, tiefe der seele-geist?
wirklichkeit der materie? wirklichkeit des unvergänglichen?
spekulation darüber, oder wissen???

lg.
helmut
Hallo Helmut,
doch, das Wirkliche gibt es. das Wirkliche ist die Leerheit, ist die Unendlichkeit, ist der vibrierende grenzenlose Frieden, die unendliche Lebendigkeit und Glückseligkeit. Das ist wirklich. Es sagt die Erfahrung, die wirklicher ist, als eine Erfahrung, schwimmen zu können. Diese Erfahrung hat keinen Anlass, nicht wie ein flüchtiges Gefühl, das kommt und geht. Es ist tatsächlich das Unvergängliche. es ist keine Spekulation, sondern Wissen. Wissen tiefer als ein intellektuelles Wissen, Wissen als Folge des Erfahrens.
Und diese Erfahrung haben alle Mystiker als tiefer beschrieben. Sie sprachen vom Aufstieg in den Abgrund.
Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr
Christian
Hallo Helmut,
du richtest deine Frage an Harald zitierst aber mein Kommentar:"Tiefe und "das wirkliche" gibt es nicht, es sei denn unser Verstand macht es dazu ;-) ... allerdings gibt es auch nichts oberflächliches ;-))"
Deshalb versuch ich jetzt einfach mal etwas auf deine Fragen (auf welcher ebene du dies beziehst....tiefe des weltalls, tiefe der seele-geist? wirklichkeit der materie? wirklichkeit des unvergänglichen? spekulation darüber, oder wissen???) einzugehen.
Wenn es etwas "tiefes" gibt, dann muss es auch etwas "oberflächliches" geben. Mit diesem Ausgangspunkt sind wir aber wieder einmal in der Dualität verwickelt. Das Hauptspiel unseres Verstandes. Es ist nicht schlecht, und kann auch nicht wirklich abgeschafft werden, aber mit dieser Prämisse im Hinterkopf wird es verdammt schwer ES zu erkennen.
Mit dieser Prämisse tue ich so als gäbe es einen Bereich "zu dem ich hin müsse" = "tiefe" und einen anderen Bereich "der nicht DAS ist, den ich vermeiden müßte, von dem ich mich weg entwickeln sollte etc." = "oberflächlich"
Es wird übersehen, dass Tiefe und Oberflächlichkeit zussammenfallen, zu ES, DAS, Quelle, Essenz, wie immer man es nennen mag. Es gibt keinen Unterschied. Hier ist immer DAS, egal wie es sich gerade anfühlen mag, egal welchen Stempel unser Verstand auf dieses Erleben drückt.
Es mag sich so anfühlen als gäbe es eine Tiefe hinter den Phänomen (die viel zitierte Leinwand), doch dann irgendwann, fallen die Tiefe und die Phänomene zusammen, wird die Trennung aufgehoben. Wer von Tiefe spricht, und diese gegenüber anderen Dingen abgrenzt zerrt die Tiefe in die Dualität, und dann ist sie nicht mehr tief.
lg,
Markus
Hallo,

ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Thema Aufwachen. Vielleicht kann mir jemand die Frage beantworten, was eigentlich die vielen Menschen, die jedes Jahr physischen Selbstmord begehen, daran hindert aufzuwachen. Sie haben doch offensichtlich mit allem abgeschlossen und waren bereit den Tod zu empfangen. Also warum entwickelt sich bei diesen vielen Menschen der psychische Selbstmord zum physischen weiter? Worin besteht der Unterschied zum Aufgewachten?

PS.: An Herrn Meyer: Vielen Dank für die wertvollen Einsichten, die Sie durch Ihre Interviews auf Jetzt-TV vermittelt haben. Besonders die Stellungnahme zum Thema Meditation. Komme gerade von einem 10tägigen Vipassana-Seminar. Ich fand es alles in allem super, aber die Suggestion durch gleichmütiges Beobachten der Empfindungen irgendwann zur Erleuchtung zu gelangen irreführend.
Vielleicht wollen wir nicht ganz erwachen weil es dann, wenn das Unwirkliche als unwirklich erkannt wird, kein zurück in den Traum mehr gibt. Der Tod ist so endgültig wie es das Aufwachen ist. Die bekannte, kleine Welt ist dann für immer unwiderruflich verloren. Es ist wahrscheinlich die Endgültigkeit, die wir vermeiden wollen.
Die Ente, die erkennt und versteht, daß sie ein Schwan ist kann nie mehr das Leben einer Ente führen.


Lieber Gruß
Zeitweise
Eine schöne Antwort, Zeitweise, Dankeschön. Obwohl es vielleicht noch nicht ganz erklärt, warum die meisten Menschen, die nicht mehr mit sich und ihrer kleinen Welt leben wollen oder können, Selbstmord begehen und nicht wie Eckhart Tolle aufwachen.
Hey Zeitweise,

ich glaub, es war in irgendeinem Livechat, in dem Christian mal meinte, es wären auch schon welche wieder eingeschlafen. Bei dem von ihm erwähnten Fall ging das mit der Angst den Arbeitsplatz zu verlieren einher *mir nicht sicher bin*. Es kann also nicht sein, dass es kein zurück gibt....

Bei mir ists unter anderm so, dass ich meine Kinder, Schwiegersohn,.... als Person Christi, Günter, Stefan,...lieben möchte. Manche also vielleicht mehr als andere (?) - wohl ja ;-) :-) nicht "nur" auf spiritueller Ebene...und, das geht dann wohl nicht (?), wenn man erwachen möchte...obwohl dabei nicht mal Verlustängste oder dergleichen mit im Spiel sind, oder wegen deren pers. Geschichte. Aber, ich möcht halt z.B. sagen können, Du bist meine Tochter, Sohn,... und ich liebe Dich aus ganzem Herzen :-)

Lieben Gruß,
manu
Lieber Kiefer,

eine alles erklärende Antwort dürfte schwierig zu finden sein. Ich versuche, es so zu beschreiben, wie ich es empfinde.

Da ist ein Mensch, der seine Situation als auswegslos empfindet. Er möchte überall sein, nur nicht da, wo er gerade ist. Und aus einem tragischen, von außen kaum nachzuvollziehbaren Grund kommt er zu dem Schluss, dass selbst der Tod besser ist als alles, was gerade ist. Letztendlich ist der Suizid also die endgültigste Form der Dissoziation vom Leid, also das genaue Gegenteil vom Anhalten, was ja wohl das einzige ist, was wir tun können, um das Aufwachen einzuladen.

Liebe Grüße

Sylvie
Ich glaube ein Selbstmörder wendet eine ungeeignete Methode an, um die Angst zu beenden, weil der Körper nicht die Ursache der Angst ist und demzufolge seine Zerstörung auch nicht die Angst beenden wird.
Es ist eher der eigene Glaube an die eigene Schuld und Minderwertigkeit, und der damit verbundene Versuch, den Beweis für den eigenen Wert zu finden, der ihn leiden lässt.

Lieber Gruß
Zeitweise

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