Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Liebe Gruppenmitglieder,

ich bin ganz neu auf den Seiten und auch in dieser Gruppe. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Ganze eine „Diskussion“ verdient, oder ob ich meine Gedanken vielleicht lieber als Text auf meine Seite hätte stellen sollen. Seht es mir nach, falls ich mich falsch platziert habe. Und schreibt mir, ob Ihr das beschriebene Phänomen auch kennt und wie Ihr damit umgeht.

Silvester 2009

Der 31. 12. - einer von diesen „Ich und meine Geschichte“-Tagen. Bei Licht gesehen ist eigentlich an diesem Datum nie etwas Schlimmes passiert. Aber es ist prädestiniert dafür, alles mögliche darauf zu projezieren. Oder anders ausgedrückt: der Schmerzkörper springt an. Unüberhörbar, laut und in neurotischer Endlosschleife. Und das Ego trotzt. „Nein, ich feiere nicht!“ Und weint, weil die Welt es nicht abholt. Da sitzt es in seinem selbst gewählten Exil, während draußen der Bär steppt und heult, weil keiner gefragt hat, ob es mitsteppen will. Die Welt hat verhindert, das es laut „Ich will nicht!“ sagt. Die Welt ist gemein. Und mit jedem Jahr, das zu Ende geht, wird es schlimmer. Denn nicht nur, dass die Welt wieder nicht fragt, die Welt ist schuld an allen vergangenen Desastern. Eben: Ich und meine Geschichte!

Um was geht es eigentlich? Das Ego schreit: das ist ein ganz willkürliches Datum, ICH bin ICH und ICH bin NICHT auf Kommando lustig. Blöder Weise ist da dieses Leiden, also braucht es Tricks. ICH mache was, was unbedingt notwendig ist. Und dann habe ICH einen guten Grund, nicht mitzumachen bei dieser ganzen Feierei. Das, was ICH mache, ist nämlich wichtig. Super Plan. Klappt nur nicht. Der Schmerzkörper springt wieder an, schließlich lebt er von den Endlosschleifen. Also: Betäubung, Ernüchterung, Verdrängung. Bis nächstes Jahr dann. Ist ja kein Drama, ist ja nur Silvester...

Und heute? Ich bin so daran gewöhnt, mich nicht zu verabreden, dass ich es im Vorfeld gar nicht in Erwähnung gezogen habe. Aber etwas ist anders. Und zwar grundlegend. Mir ist die Geschichte abhanden gekommen. Darüber bin ich sehr froh. Und jetzt sitze ich hier, trinke meinen Sekt (ich mag keinen Sekt, aber Silvester kaufe ich immer eine Flasche und trinke sie alleine und aus, was natürlich bescheuert ist) und schaue zu, wie das Ego sich beschwert, weil ich weder den Tag noch die Welt hasse. Der Schmerzkörper legt einen Fehlstart hin und dann noch einen und belanglose, olle Kamellen kochen hoch und versinken.

Und weil das alles nicht funktioniert, versucht das Ego einen anderen Trick. Es appelliert an den logischen Verstand. „Wenn der Hass weg ist, dann muss ein anderes Konzept her!“ Und ich sitze hier, nippe immer noch an meinem Sekt und schaue zu, wie das Ego sich beschwert, weil ich die neuen Konzepte verwerfe. Und das Gedankenkarussell dreht sich immer schneller. Und ich schreie immer lauter „Stopp!“

Ich weiß doch, dass all diese Gedanken nicht real sind. Es ist doch immer wieder ruhig. Warum springt das System immer noch an? Die ersten Kracher legen los und holen mich raus aus dem Schreibfluss. Heute ist es ruhig in mir. Eigentlich schreibe ich, weil ich mich wundere, dass es ruhig ist. Das muss ein neuer Ego-Trick sein...

Ich wünsche Euch ein frohes Jahr 2010 – obwohl: Zeit ist eine kulturelle Übereinkunft und es gibt keinen Wechsel. Nicht jetzt und nicht in sieben Minuten, wenn die Knallerei losgehen wird. Seid einfach JETZT glücklich. Weil es nämlich keinen Grund gibt, es nicht zu sein.

Sylvie

Tags: Ego

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Antworten zu dieser Diskussion

Hallo Sylvie,
na da schreib ich doch mal. Bin eigentlich so früh aufgestanden um einen Newsletter für die Wellness Tage in Baden Baden zu erstellen, der kommende Nacht raus soll - und da ich noch die Reste der gestrigen Nacht, die unsere kleine Gemeinschaft bei einer guten Freundin hinterlassen hat, wegräumen will, sitze ich nun am Schreibtisch und teste mal meine morgendlichen Schreibkünste.
Ich find das super, wie du das beschreibst, dieses Karusell sich dann in sich selbst dreht. Und gut, das ich nicht meinem ersten Impuls gestern gefolgt bin, Dich zu unserer durchaus öffentlichen und kleinen Fete hier in Ziegenhagen einzuladen. Ich hätte mir eine rote Virtual-Nase geholt, so wie ich dein ICH-will-nicht-auf-Befehl-feiern verstanden habe. Und ich verstehe nun auch deine Nähe zu Carravagio (hoffe ich schreib zumindest den nun richtig). Also bleib doch ruhig sitzen, male an deinem Schmerzkörper herum und Sylvester findet eben draussen statt. Wie war das mit der Leinwand... Letztes Jahr, dieses Jahr und - das Datum eignet sich, die nächsten 9 Jahre des Jahrzehnts auch.
Was ich erstaunlich finde, das du das gleichzeitig beobachtest und dich so weit aus dem Fenster legst, und das auch noch mit uns anderen hier teilst.Du ahnst ja wahrscheinlich schon, das du hier kein Mitleid bekommst, eher Beifall, was ich an dieser Stelle ausdrücklich tue. Klatsch, klatsch, klatsch.
Ist doch alles super, du willst, wie du auf deiner Seite schreibst "aufwachen", da müsste man dann mal schauen, was du denn darunter verstehst. Das wär eh mal ne Frage hier wert, jeder, nee viele sprechen hier von "aufwachen" - was versteht Ihr denn darunter. Gruppe: Aufwachen, was ist das? Oder: Aufwachen: was solls? - was erwartet Ihr Euch denn davon?
Mit Ramesh gesprochen: »Wen kümmert's?« Ich mach hier mal schnell ein wenig Werbung....
Mal Spass beiseite. Ich meine, dass das der erste Schritt ist, schau doch mal, was dahinter ist, hinter dieser Verweigerung. Mensch feiere doch einfach, oder eben nicht. Letztlich beides nicht so wichtig, so oder so - und für mich nett, weil ich /wir uns darüber austauschen klönnen - wollte grad klönen schreiben. Aber es stimmt, das Leben findet statt, ob du nun feierst oder nicht, Dich ins Gedanken- oder Schmerzkörper-Karussell setzt - oder nicht.
Für mich selbst entscheidend, was passiert, wenn ich anhalte. Still werde. Stopp. Der Schmerz. Stopp. Was ist dahinter, was kommt dann? Ah, das tut weh, ich leide...Stopp. Keine Interpretation. Reine Beobachtung . Gewahrsein. Stille.

Das macht mir Freude, nein nicht mal Freude. Da ist NICHTS, was benannt werden könnte, braucht.
Und dann kommt jemand und sagt, das das Frühstück fertig ist etc. Also keine Angst, Erstmal passiert immer noch etwas richtig reales.
Also was ist jetzt mit dem Aufwachen? Was erwartest Du / Ihr Euch denn davon. Engel die von oben frohlocken und jauchzen?
Gruss zum Neuen Jahr Euch allen und Dir Sylvie speziell.
HA
lieber harald..

bei deinem letzten satz musste ich lachen:
bei mir haben die enkel-engel, die zu besuch sind, so
laut gejauchzt und frohlockt, dass ich aufgewacht bin..
oder
wars es so, dass sie mein kommendes auf-wachen mit jauchzen und frohlocken begrüsst haben ?
keine ahnung.. auf jeden fall scheine ich jetzt er-wacht zu sein.. zumindestens haben augen udn ohren ihre funktion aufgenommen *ggg .. und im moment ist alles gut.

liebe Sylvie,
ein mensch mit dem ich viel zusammen bin sagt oft:
es ist wies ist.. es hat so solln sein..

in diesem sinne wünsche ich uns allen was wir "brauchen" statt dem was wir wollen

alles liebe
norbert
Wow, schon zwei Antworten!

Also, ich habe das alles bestimmt nicht aufgeschrieben, ob Mitleid oder Beifall zu bekommen (Danke Harald, der Beifall ist mir lieber). Es geht ja auch nicht um Silvesterfeiern oder nicht. Ersetze Silvester durch "Mamas Geburtstag" oder "immer wenn meine Freundin Hustentee trinkt" es wird trotzdem ein Schuh draus. Und mit dem Schreiben und aus dem Fenster lehnen ist das so eine Sache. Ich habe da gar keine Wahl. Eigentlich wollte ich den Abend mit nem Buch auf dem Sofa verbringen, aber es ging nicht. Ich musste das aufschreiben. Und das posten ist so was wie: freilassen.

Und was soll "Aufwachen" tun? Frohlockende Engel und ewige Glückseligkeit, im Sinne von: es kommt nie wieder was negatives an mich ran? Nö, ganz sicher nicht! Ich hab keine Ahnung, ob es je passiert, geschweige denn, wie es sein wird. Ich mache mir da auch keinen Kopf drum. Vielleicht werde ich 100, vielleicht räumt es mich in zwei Minuten ab. Aber wenn ich abgehe, dann will ich keine Altlasten zurücklassen. Niemand, dem noch was hätte gesagt werden müssen, nichts, was noch hätte erledigt werden müssen. Norbert: kennen wir den gleichen? Mir sagt auch jemand des öfteren "Es ist wie es ist". Oder wie ich im Profiltext geschrieben habe: Dinge passieren. Manchmal ist das annehmen ganz einfach, manchmal springt das Ego eben auf Hochtouren an. Dann anzuhalten und nicht in die Geschichte zu springen, finde ich schwierig. Aber da ich stur bin und keine halben Sachen mache, setze ich mich dem dann halt aus. Weglaufen funktioniert sowieso nicht, es kommt dann halt später wieder vorbei. Dann also lieber in dem Moment, in dem es passiert. Auch wenn es nicht "schön" ist.

Liebe Grüße

Sylvie
jaja.. (auch..) ich liebe jede art von feier, vor allem die in der verwandschaft, solange ich nicht dabei sein muss *ggg. mittlerweile nehm ich sie dann, sofern unausweichlich, als übung. einige wenige sogar als prüfung.
es ist spannend mich dann selbst zu beobachten und mich mal wieder über mich selbst zu wundern.

mir scheint der gedanke "s is wies is" mittlerweile universell zu sein.
und "dinge passieren" passt gut dazu.
vielleicht dazu dann noch der satz den e.tolle dem meister in den mund legt, der auf dem ring für den könig steht:
auch das geht vorbei (scheint mir DER satz für die meisten arten von einladungen und feiern zu sein *ggggg)

gestern hab ich mit einer guten freundin mal wieder zusammengesessen und die gedanken zum ego waren bei uns. und uns wurde klar, wieviel unseres tages, tuns, denkens ego ist und wie wenig, wie selten ohne.
spannend. und aus meiner sicht dann auch wieder nicht so wichtig.
gestern fanden wir raus, dass es schon sehr hilfreich ist, wenn wir die begriffe "mein, dein.." weniger verwenden. und wenn dann bewusster. Das ego hats nicht so einfach, wenn ich auf meine meinung, meine gedanken, .. verzichte..
liebe grüße
norbert
Das mit ich und Du, Müllers Kuh ist zwar richtig, aber nicht ganz einfach. Ich mache gerade eine Fortbildung, die viel Raum gibt für Feed Back innerhalb der Gruppe. Was meinste, was da los ist, wenn die Beobachtung nicht in eine Ich-Botschaft verpackt wird?

Ich nehm es halt als Synonym für "subjektive Wahrnehmung" und verbuche es unter "allgemeine Sprachregelung". Viel wichtiger finde ich es, nicht jeden Furz persönlich zu nehmen.

Liebe Grüße

Sylvie
< lacht.. stimmt..
wenn ich "meinen" furz nicht persönlich nehme, dann ist es auch nicht "mein" problem,
wenn sich jemand drüber beschwert.

was für ne fortbildung besuchst du denn da, nur mal so gefragt.
hast Du schon mal versucht, die beobachtung, die wahrnehmung anders zu senden ?

klar ist das schwierig. für mich ist es auch nicht so wichtig, das "mein" als wort gleich wegzulassen.
ich und mein u.ä. im gespräch, selbst hier im schreiben wegzulassen hinterlässt ziemliche lücken, auch im verständnis.
hilfreich scheint es schon, wenn die verbindung zwischen ich, mir und mein etwas zu lockern.
wenn unser selbstwert nicht mit unserer meinung, unseren gedanken, unsere haben zu stark verbunden ist.
das erspart mir die eine oder andere rechtfertigung, begründung und eröffnet mir die möglichkeit
meine meinung einfach zu verändern, bis es mal soweit ist gar keine mehr zu haben..
beobachtung ist ja schon weniger als meinung und wahrnehmen ist immer noch subjektiv und doch..
liebe grüsse norbert
Hallo zusammen und ob nun willkürlich gesetzt... habe ich doch das Bedürfnis, euch ein frohes, erfolgreiches, liebevolles Jahr 2010 zu wünschen.

Sylvie, ist ja noch ein Jahr Zeit,... mach es doch einfach mal was neben deiner Spur, beim kommenden Jahreswechsel...uhhh da schlägt meine (vielleicht kann ich helfen) Konditionierung an. Und hinten dran der Wunsch nach Verbundenheit.

Ich finde es erlösend, was du geschrieben hast.

Ich fand mein Jahreswechsel irgendwie erschreckend. Da mein Ego nicht gerne Sylvester alleine verbringend, ich mich als alleinerziehende Mutter eines noch kleinen Kindes aber in der Lage befinde, zumindest in den Kreisen von Paaaren mit Kindern nicht dazuzugehören - gerade an Sylvester! - habe ich ein paar Menschen eingeladen, die ich früher nie eingeladen hätte. Und habe - ohne die Zeit zu haben es bewusst zu erleben - wohl sehr mit meiner Handlung gehadert. Bewusst wurde mir das dann im Bett, als ich nicht einschlafen konnte und mich innere Zerrissenheit traf. Ich hatte das Gefühl, dass ich zu mir selbst oder von mir selbst auf Distanz gehe. (Völlig schleierhaft ist mir, wer geht weg, wer bleibt. Geht das Ego protestierend? Was ist eigentlich "Ego"?)

Auch das ist wohl wie es ist.

Und ich fühle noch Trauer.
Hmm, es ist für mich nicht leicht das zu beschreiben, was mich gerade so verwirrt.
Aber vielleicht ist es hilfreich, von wegen Egotricks:

Ich schaue aus dem Fenster und sehe die Vögel. Sie picken an den Futterbällchen, die ich ihnen hingehängt habe. Sie sind jetzt wieder da. Gestern veranstaltete einer der Menschen, die ich eingeladen habe ein ziemlich lautes Böller, Knaller und Raketenfeuerwerk. Und all meine Wünche, das möge ausbleiben, verhallten. Mein Kind war natürlcih hell uaf begeistert und mein Bestreben zu einer achtsamen Erziehung - und was man mit dem Geld hätte machen können, und die Tiere, (z.B. die zitternde Katze irgendwo im Eck)...nun gut (das nur als EIN Punkt meiner Ressentiments).
Die Sache mit dem Geld wagte ich nicht zu sagen, die Tiere habe ich erwähnt und bekam zur Antwort. Die sind morgen wieder da - oder meinst du, die bleiben aus. Und jetzt sind sie wieder da und sie haben eine persönliche Geschichte. Die Geschichte meiner Gedanken. Und so könnte ich viele Geschichten alleine von gestern ergänzen.


Mein Kind kommt zurück, mit seinen Großeltern, die in meiner nähe Wohnen. Schrittweise Dekonditionierung in der Familie ist möglich - und Familienfeste können anders aussehen - by the way. Muss m ich jetzt kurz fassen. Vielelicht kannst du Sylvie - oder wer anders - ja mit dem halbgeschriebenen weitermachen, bzw. was anfangen.

Was ich meine: Das verwirrende. Ich handel außerhalb meiner "Normierung" (lange geübt in dieser Spur zu fahren), verbringe dann im Bett viel Zeit mit den Gedanken dazu, fühle mich schlecht. Wer macht sich Vorwürfe. Wer geht protestierend von mir weg. (Ich sah wirklich das ich von mir Abstand genommen habe). Und da waren noch mehr verwirrende Gedanken...
Und andereseits habe ich voll IN meiner Konditionierung gehandelt. War nämlich nicht in der Lage, diese Menschen nicht einzuladen, erstens weil ich gemeinsamkeit an Sylvester mag und zweitens, weil ich mich auch noch irgendwie verpflichtet ihnen gegeünber gefühlt habe. Und Kontakt ist doch wichtig. (Postet ich nicht als allgemeingütlig sondern als meine in dem Moment leitende Meinung)

Verwirrende Gedanken. Und ich handel, lebe und weiß nichts mehr, fühle mich aber ruhig..
(Und es war eigentlich ein netter Abend).

Grüße
Niene
liebe Niene,

klingt wie ein blatt aus jedermanns lebensbuch.
erinnert mich grad an den gedanken, sich einfach im kino-sessel zurückzulehnen und zuzusehen was mein "ich" da so alles er-lebt.
wir haben grad unsere enkel zu besuch (jauchzen und frohlocken..)
manchmal denke ich so bei mir:
zwei kleine schmerzkörperchen auf beinen (2 u. 3 jahre alt..)
und erkenne mich dann das eine oder andere mal wieder in ihnen

liebe grüße
norbert
Grins... ich beschränke die Sendung der Wahrnehmung auf Sachen wie "Du hast die Angewohnheit, sehr oft äh zu sagen. Ich empfinde es darum als schwierig, Deinem Vortrag zu folgen." Eben Sachen, an denen der andere auch was ändern kann, wenn er denn will.
Hilfreich ist in dem Zusammenhang die Feedback-Regel, dass man sich nicht rechtfertigen darf, wenn der andere was bekrittelt. Übt das "aushalten" bei Kleinigkeiten. Und ist gar nicht so verkehrt...

Und die Fortbildung: Projektmanangement. Obwohl ich keine Ahnung habe, welches Projekt ich managen soll. Aber es wird schon vorbeikommen und dann nehme ich es so, wie es kommt.
na, heute wird doch alles ein projekt genannt.
eine wanderung oder auch mal ein essen kochen, schon ist da ein projekt.
also hast Du jede menge projekte vor Dir.

so wie Du das beschreibst kenn ichs auch, auch wenn es schon lange her ist. erwünschtes feedback. da ist es sicher anders.

diese "mein" scheibt mir vor allem dann "schwierig" in den normalen begegnungen, gesprächen, in denen wir ja oft versuchen uns dem anderen zu beschreiben. da wird dann "meine meinung" zu einem teil von mir. und wenns dann von aussen eine kritsche oder ablehnende andere meinung gibt gehts schnell in den bereich, dass wir uns herabgesetzt fühlen, angegriffen..

alles liebe
norbert
Liebe Niene,

also eigentlich habe ich was völlig anderes gemacht als sonst zu Silvester. Ich hab nämlich nicht mit dem Tag gehadert. Und ich war nicht sauer auf die, die da draußen rumgeböllert haben.

Und ich habe das, was mich bewegt, nicht im Schneckenhaus zerdiskutiert, sondern in Worte gefasst und auf die Reise geschickt. Frei nach dem Motto "jetzt ist es nicht mehr MEINS"

Und natürlich hat die Fixierung wieder zugeschlagen, durch die Hintertür. Aber das ist eben so. Einmal ne Eins, immer ne Eins. Habe ich mir nicht ausgesucht, so wenig wie die, die sie "produziert" haben. Und wenn ich mal wieder in die konditionierte Schiene gerutscht bin mit meinem Sekt? So what? Ich habe lauthals gelacht. Dinge passieren.

Vielleicht solltest Du versuchen, nicht gar so streng mit Dir zu sein? Ist doch keine Vorbereitung auf den New York-Marathon, wo der Trainer die Zeiten notiert und Dich zusammenscheisst, wenn Du zu langsam bist.

Liebe Grüße

Sylvie
Also laut der DIN-Norm ist ein Projekt zeitlich begrenzt, hat ein festes Budget, einen Zeitplan, und vor allem: es ist einmalig. Also Wanderungen und Kochen zähle ich nicht zu (lach).

Und was das persönlich nehmen in Diskussionen angeht: ich finde da Internet-Foren zum Üben sehr hilfreich. Weil man seinen Empörung nämlich erst tippen und dann abschicken muss. Kleine technische Sperre gewissermaßen, frei nach dem Motto: muss das jetzt sein? Und wenn ja, warum ausgerechnet in dieser Form?

Liebe Grüße

Sylvie

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