Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
die Bergpredigt-die essenz des christlichen Glaubens!
Nur, verstehen unsere Theologen den HERRN und BRUDER?
was meinte ER wirklich mit den Seligpreisungen ?
besondere Bewandnis der neuen Zeit- was ist die ESSENZ?
Wie fühlt Ihr den text?
was ist immer wieder neu?

ich bitte den kern zu erfassen
hard core
um Teilnahme nicht nur in konfessionellen Kreisen
darf ich bitten?

elias

Tags: 13.09.2010, Bergpredigt, Essenz, Makarismen, Seligpreisungen

Seitenaufrufe: 27

Antworten auf diese Diskussion

Was ist dem noch hinzuzufügen? Die Bergpredigt enthält alle Antworten.


Nur, verstehen unsere Theologen den HERRN und BRUDER?

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!"


was meinte ER wirklich mit den Seligpreisungen?

"Liebt eure Feinde."

was ist die ESSENZ?

"das Licht, das in dir ist" (aus: "Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!")

Wie fühlt Ihr den text?

Als ob etwas in mir zerschmettert würde.

was ist immer wieder neu?

"Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden."
mag sein,
dass sie- die bergpredigt alle antworten enthält,
nur meist reicht mein verstand nicht aus,
es zu fassen und die seele spricht in gefühlen.

wie kann aber der verstand alles fassen,
was die seele nur ansatzweise erspürt.

danke für deine antwort,
ich spüre: so einfach ist die intellektuelle antwort
der kirche,
wer lebt sie,
wer handlt danach
?

ich fühle, dass die bergredigt nut mit dem herzen
zu verstehen ist, nur durch die seele zu leben ist,
wenna uch der verstand die fertigen antworten zu haben scheint

lg

v
elias
Elias sagte:
mag sein,
dass sie- die bergpredigt alle antworten enthält, nur meist reicht mein verstand nicht aus, es zu fassen und die seele spricht in gefühlen.
Du sagst es!

wie kann aber der verstand alles fassen,
was die seele nur ansatzweise erspürt.

Indem der Verstand zurücktritt - so daß er dem Licht der Seele nicht mehr im Wege steht. Der Schatten, den er bisher geworfen hatte, verschwindet, und die Sonne (die Seele) glaubt nicht mehr, sie wäre der Schatten. Es ist tägliche Übung, ständige Praxis, vonnöten, durch den lauten, ständig beschäftigten Verstand hindurch die Stille der Seele (= das Himmelreich) zu hören.

ich spüre: so einfach ist die intellektuelle antwort
der kirche,
wer lebt sie,
wer handlt danach
Du oder niemand. Was "die Kirche" tut oder sagt, ist für dein Seelenheil nicht wichtig. Warum? "Die Kirche" ist nur eine Abstraktion, ein Gedankengebäude. "Die Kirche" gibt es gar nicht. Es gibt nur immer einzelne Menschen, die etwas sagen, und wenn sie es "im Namen der Kirche" sagen, haben ihre Worte gar keine Gültigkeit, weil sie aus dem Verstand kommen. Allein was deine Seele sagt, hat Gültigkeit. Und oft schweigt sie vielleicht, besonders in Fällen, wenn der Verstand nach einem Urteil verlangt. Ihr Schweigen ist dann das Urteil, dein "Ur-Teil", dein dir ureigenstes Teil, das dir niemand nehmen kann.


?

ich fühle, dass die bergredigt nut mit dem herzen
zu verstehen ist, nur durch die seele zu leben ist,
wenna uch der verstand die fertigen antworten zu haben scheint

Ja.


lg

v
elias
danke lieber Thomas,

Du sprichst mir aus dem Herzen,
weil die Welt so ist, wie sie ist,
wer sein ego wie eine kampfmaschine
vor sich her trägt, hat es zumindest
nicht einfach, einfach zu sein.

Und die Frage der weltlichen Schuld?
darum geht es der Welt, christus nicht!

Ich danke dir für deinen erfühlenden
und erfüllenden Beitrag zu diesem für
mich wesentlichen thema, weil hierzu
ansonsten wenig erklärt, noch viel weniger
aber erfühlt wird.

tausend dank
v
elias

Elias sagte:
Thomas sagte:
Hallo Elias,

ich freue mich, dass hier mal ein christliches Thema aufgemacht wird :-)

Die Seligpreisungen wirken auf mich wie eine Aufzählung von Zeichen des Erwachens und ich denke, dass sie als Beispiele dafür gedient haben, woran ein Mensch die Ernsthaftigkeit seiner Suche nach Gott erkennen kann.

3 Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. (Vers 3 wörtlich: Selig die Armen im Geist)

Das beruhigte Mental, der sich beruhigende Geist

4 Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Der trauernde Mensch hat den wahren Charakter der Welt erkannt und trauert um sein wahres Zuhause

5 Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Der Gewaltlose hat verstanden, dass Gewalt das Mittel ist, mit dem die Trennung von Gott aufrecht erhalten bleibt.
Er sucht nicht länger sein Heil im Angriff sondern in der Wehrlosigkeit und entzieht so dem Ego seine wichtigste Nahrungsquelle.

6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Keine irdische Gerechtigkeit! Die Gerechtigkeit Gottes ist Erlösung.

7 Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Der Mitfühlende hat erkannt, dass sein Bruder und er selbst gleich sind und wird so die Trennung überwinden.

8 Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

9 Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

10 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

11 Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

10-12

Wer wirklich "versteht" wird von der Welt als Gegner angesehen und zum Ärgernis. "Um meinetwillen beschimpft" bezieht sich auf das, was Jesus verwirklicht hatte, das SELBST.Wer wegen des SELBST beschimpft wird..... und das geschieht wirklich und praktisch allen, die die Hohlheit der Welt erkennen und davon sprechen . Die Welt ist an Rache und Bestrafung interessiert und nicht an Frieden und Vergebung. Die Leugnung von Schuld, egal wer es auch sei, der sich angeblich schuldig gemacht hat, wird immer Wut und Verfolgung auslösen. Wer es nicht glaubt, kann ja versuchen, Adolf Hitler als schuldlos zu bezeichnen. Schuld ist das Liebelingsthema der Welt.

LG

Thomas
Hallo Elias,
danke, dass du den Anfang gemacht hast.

Hier meine Gedanken zu den Makarismen oder auch Seligpreisungen genannt.
Ich beginne mit der ersten: I. Armut im geistlichen Sinne.

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5,3

Ideelle Werte kann nur empfangen, wer sich den Mangel an Geist eingesteht. Wer seine menschliche Erkenntnisfähigkeit für ausreichend hält, bewirkt geistigen Stillstand – den ideellen Tod. Auf den in geistlicher Hinsicht Mittellosen harrt ein geistiges Reich, das im Begriff ist zu werden. Unsere menschliche Sehnsucht nach umfassender Erkenntnis ist der Anlass für seine Entstehung. Nur das von einer bestimmten Sache Leere kann mit eben dieser gefüllt werden. In diesem Sinne wird auch das einst Inhalt- und Sinnlose Erfüllung finden. Im gleichen Sinne lehrt Lao-Tse: „Hohl sein heißt, voll werden“ Voraussetzung für das Verständnis der Botschaft Jesu ist, dass wir geistige bzw. zeitlose Werte als die eigentliche Basis unseres Seins anerkennen. Solange unsere Wertvorstellungen nicht über das rein Vordergründige hinausgehen, können sich uns die Hintergründe unseres Daseins nicht erschließen. Wer die Existenz zeitloser Werte oder Ideale leugnet, wird keinen Zugang zur geistig ideellen Sphäre finden. Selbst der Trost, den uns die Botschaft Jesu vermittelt, ist ein rein ideeller. Er entspringt einem intuitiven Wissen um die Richtigkeit seiner Botschaft, und dieses Wissen ist Vertrauen und Glaube. Allen Worten und Handlungen Jesu liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass der Ursprung aller Erscheinungen ein immaterieller ist und dass unser menschliches Dasein in all seinen Facetten nur auf dieser gedanklichen Grundlage begriffen, gewandelt und überwunden werden kann. Indem wir den Begriff Gott als die Verkörperung zeitloser Prinzipien verstehen, wird er für uns auch zur Quelle all unserer geistigen Regungen, und schon damit beginnt sich unsere Welt zu verwandeln. Diese zunächst rein subjektive Auffassung verändert die Welt: Vom Zeitgebundenen zum Zeitlosen, vom Geistlosen hin zum Geistigen, vom Sinn und Bedeutungslosen zum Sinn- und Bedeutungsvollen. Die Definition, dass Gott Geist und damit auch die Quelle all unserer Erkenntnisse ist, impliziert, dass auch die Ursache all unserer gedanklichen Auseinandersetzungen mit den beschwerlichen Seiten dieses Daseins ein suchender und alles erforschender Geist, d.h. Gott selbst sein muss. Soweit wir bemüht sind, das Wesentliche in den Geschehnissen zu suchen, sucht auch der Geist das Wesentliche (das Unvergängliche) an uns. Soweit wir Wesentliches erkennen, erkennt auch Gott es. Und indem Gott erkennt, ist er Schöpfer. Erkenntnis durch den Geist aber ist Schöpfung. In dieser Hinsicht wird all das erkannt, was erkannt werden will. Was gegen den Willen erkannt wird, das kommt nicht zu sich selbst, vielmehr wird es durch die Erkenntnis aufgedeckt und insofern gerichtet. Unsere sehnsüchtige Suche ist ein Zeichen dafür, dass Gott (Geist) uns im Innersten berührt und bewegt, und diese Berührung ist wechselseitig. Durch die Geisteshaltung Jesu, der im Beschwerlichsten Gott suchte und fand und ihn damit zu einer neuen Schöpfung bewegte, werden auch wir das Wesen Gottes bewegen können. Und indem wir Gott im Innersten berühren und bewegen, werden wir selbst zur Ursache einer neuen Schöpfung. Schöpfung Gottes bedeutet,
dass Gott eine ihm entsprechende Stätte schafft. Und alles was Gott hervorbringt, das ist untrennbar eins mit ihm selbst; es ist zeitlos, frei und unabhängig.

Wäre ich nicht, so wäre Gott nicht. Dass Gott, Gott ist, dafür bin ich die Ursache.
Meister Eckhart


So steht der Begriff Himmelreich sinnbildlich für die ungeahnte Möglichkeit, gedanklich über das Vordergründige und Endliche dieser Welt hinauszugelangen. Indem wir den Mangel an Geist als das einzig grundlegende Bedürfnis von Bedeutung verstehen, werden wir arm im Sinne dieses allerersten Lehrsatzes: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ Matthäus 5,3. Wenn wir Gottes Vermögen als ein ideelles und grundlegendes verstehen, und wir ferner unseren Mangel als ideell erkennen, haben sich der Reiche und der Arme, haben sich das gebende und das nehmende Prinzip gefunden. So wird in der Lehre und Geisteshaltung Jesu die Begegnung und die Berührung Gott – Mensch zur Wirklichkeit. Das, was uns bisher in die tiefsten Abgründe führte, das vermag uns nun auch in höchste Höhen zu erheben: Die Einsicht in das menschliche Unvermögen. Betrachten wir das Eingeständnis unserer Unfähigkeit und Mittellosigkeit als einen ungeahnten Glücksfall, wird uns diese Einsicht zur Basis, auf der sich unser Leben von Grund auf wandeln wird. Zweifellos haftet dem Eingeständnis, nichts zu vermögen, etwas Fatales und Abgründiges an, doch nur im Abgrund können wir zu gedanklicher Tiefe finden. Parallel dazu folgende Lehrsätze aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen:

Sein eigenes Nichtwissen erkennen, bedeutet Weisheit. Lao-Tse

Ich weiß, dass ich nichts wissen kann, außer dass Wissen Tugend ist. Sokrates

So also ist dein Unwissen kein Mangel, sondern deine höchste Vollkommenheit.
Meister Eckhart


Dass geistige Werte zeitloser Natur sind, bedeutet, dass sie ewig und unwandelbar sind. Gnade, Liebe, Demut und Barmherzigkeit sind durch die Botschaft Jesu und durch sein Vorbild gewissermaßen frei verfügbar und können nun alle Menschen erreichen, die ihr Fehlen schmerzlich empfinden. Das heißt, überall dort, wo eine unstillbare Sehnsucht nach solchem geistigem Gut besteht, wird Gott zum großzügig Gebenden. Wo bisher Angst und Enge herrschten, schafft dieses Bewusstsein innere Glückseligkeit und Weite. Verehrung Gottes bedeutet insofern, dass wir einen geistigen Mangel und Sehnsucht nach unvergänglichen Idealen empfinden, denn jede Sehnsucht nach Geist ist bereits Dienst am Geist, ist eine Huldigung Gottes. Gott fordert also Huldigung? Ja, doch dies besagt nichts anderes, als dass das Leben ungeteilte Wertschätzung fordert, und dass wir dieser Forderung nur auf ideelle Weise gerecht werden. So ist unsere Sehnsucht nach geistiger Erkenntnis Gottesdienst, und zwar im eigentlicheren Sinne als alle rituellen Zeremonielle es je sein könnten:

Fürwahr, du könntest in dieser Gesinnung auf einen Stein treten und es wäre in höherem Maße ein gottgefälliges Werk, als wenn du den Leib des Herrn (Das heilige Abendmahl) empfingst und hättest es dabei doch auf das Deinige abgesehen. Meister Eckhardt

Spaltet ein Holzscheit: Ich bin dort! Hebt einen Stein hoch, und ihr werdet mich
dort finden. Thomasevangelium1 Spruch 77


Doch der erste Lehrsatz Jesu richtet sich nicht nur an diejenigen, die ihre Verstrickung in die Abhängigkeiten dieser Welt erkennen und dadurch geistigen Mangel leiden, sondern auch an alle Menschen, die sich vom Leben benachteiligt fühlen und die darunter leiden, tatsächlich nichts zu besitzen:

Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen;
denn das Reich Gottes ist euer. Lukas 6,20


Hier ruft Jesus den besitzlosen Menschen zu, dass sie dem geistigen Privileg näher sind als der äußerlich Wohlhabende, denn die Bürde des Besitzens ist ihnen bereits abgenommen. Wer arm ist im materiellen Sinne, der wird im Vertrauen auf seine Worte auf neue Weise wohlhabend, und diese Art von Wohlstand kann ihm nicht genommen werden. Der Reichtum, den Jesus bringt, ist ein ideeller und unvergänglicher. Immer ist es der Geist, der alles äußerlich Notwendige zu schaffen vermag, nicht umgekehrt. Damit soll nicht gesagt sein, dass geistliche bzw. innere Armut unbedingt an äußere Armut gebunden sein muss, wie es manche Glaubensrichtungen fordern. Der negative Begriff von Reichtum bezieht sich ja nicht auf materiellen Besitz selbst, sondern darauf, dass der Mensch versucht ist, sich über materielle Werte zu definieren. Selig bzw. froh machen wird daher die innere Gewissheit, dass alle „Last“ dieses Daseins u. a. auch die Last der materiellen Armut, durch Anerkennung und Sammlung geistiger Werte ertragen, verstanden und damit überwunden werden kann. Daraus folgt: Indem wir erkennen, dass die Aufgabe dieses Daseins nicht durch Äußerlichkeiten, sondern durch den Empfang geistiger „Güter“ von Grund auf gemeistert werden, und indem wir innerlich bereit werden, solche Güter zu empfangen, wird auch unser äußerer Mangel ein Ende finden. Denn wer geistiges Gut empfängt, für den findet sich immer auch das äußerlich Notwendige, nicht umgekehrt. Auf dieser Grundwahrheit beruht das universelle Gesetz des Geistes, das Jesus versucht hat zu vermitteln:

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird
euch das alles zufallen. Matthäus 6, 33
trachtet zuerst nach dem Reich GOTTES,
dann wird Euch alles andere zufallen......

lieber elmar,

dein beitrag ist so treffend,
hilfreich und gut,
dass ich in der Kürze der Zeit
nur mit Achtung
DANKE
sage,
hoffend, Zeit für mich zu
segnen, den Inhalt noch
mehr zu erspüren, was du
und meister eckhart, den
ich sehr verehre, sagen
aus der mitte der seele

in kurzen worten:
danke
und

BITTE,
dass viele hier Deine segensreichen
worte, die christos sprach, sehen
und hören

bis dahin

alles LIEBE
dankend
elias
Elmar Vogel sagte:
Hallo Elias,
danke, dass du den Anfang gemacht hast.

Hier meine Gedanken zu den Makarismen oder auch Seligpreisungen genannt.
Ich beginne mit der ersten: I. Armut im geistlichen Sinne.

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5,3

Ideelle Werte kann nur empfangen, wer sich den Mangel an Geist eingesteht. Wer seine menschliche Erkenntnisfähigkeit für ausreichend hält, bewirkt geistigen Stillstand – den ideellen Tod. Auf den in geistlicher Hinsicht Mittellosen harrt ein geistiges Reich, das im Begriff ist zu werden. Unsere menschliche Sehnsucht nach umfassender Erkenntnis ist der Anlass für seine Entstehung. Nur das von einer bestimmten Sache Leere kann mit eben dieser gefüllt werden. In diesem Sinne wird auch das einst Inhalt- und Sinnlose Erfüllung finden. Im gleichen Sinne lehrt Lao-Tse: „Hohl sein heißt, voll werden“ Voraussetzung für das Verständnis der Botschaft Jesu ist, dass wir geistige bzw. zeitlose Werte als die eigentliche Basis unseres Seins anerkennen. Solange unsere Wertvorstellungen nicht über das rein Vordergründige hinausgehen, können sich uns die Hintergründe unseres Daseins nicht erschließen. Wer die Existenz zeitloser Werte oder Ideale leugnet, wird keinen Zugang zur geistig ideellen Sphäre finden. Selbst der Trost, den uns die Botschaft Jesu vermittelt, ist ein rein ideeller. Er entspringt einem intuitiven Wissen um die Richtigkeit seiner Botschaft, und dieses Wissen ist Vertrauen und Glaube. Allen Worten und Handlungen Jesu liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass der Ursprung aller Erscheinungen ein immaterieller ist und dass unser menschliches Dasein in all seinen Facetten nur auf dieser gedanklichen Grundlage begriffen, gewandelt und überwunden werden kann. Indem wir den Begriff Gott als die Verkörperung zeitloser Prinzipien verstehen, wird er für uns auch zur Quelle all unserer geistigen Regungen, und schon damit beginnt sich unsere Welt zu verwandeln. Diese zunächst rein subjektive Auffassung verändert die Welt: Vom Zeitgebundenen zum Zeitlosen, vom Geistlosen hin zum Geistigen, vom Sinn und Bedeutungslosen zum Sinn- und Bedeutungsvollen. Die Definition, dass Gott Geist und damit auch die Quelle all unserer Erkenntnisse ist, impliziert, dass auch die Ursache all unserer gedanklichen Auseinandersetzungen mit den beschwerlichen Seiten dieses Daseins ein suchender und alles erforschender Geist, d.h. Gott selbst sein muss. Soweit wir bemüht sind, das Wesentliche in den Geschehnissen zu suchen, sucht auch der Geist das Wesentliche (das Unvergängliche) an uns. Soweit wir Wesentliches erkennen, erkennt auch Gott es. Und indem Gott erkennt, ist er Schöpfer. Erkenntnis durch den Geist aber ist Schöpfung. In dieser Hinsicht wird all das erkannt, was erkannt werden will. Was gegen den Willen erkannt wird, das kommt nicht zu sich selbst, vielmehr wird es durch die Erkenntnis aufgedeckt und insofern gerichtet. Unsere sehnsüchtige Suche ist ein Zeichen dafür, dass Gott (Geist) uns im Innersten berührt und bewegt, und diese Berührung ist wechselseitig. Durch die Geisteshaltung Jesu, der im Beschwerlichsten Gott suchte und fand und ihn damit zu einer neuen Schöpfung bewegte, werden auch wir das Wesen Gottes bewegen können. Und indem wir Gott im Innersten berühren und bewegen, werden wir selbst zur Ursache einer neuen Schöpfung. Schöpfung Gottes bedeutet,
dass Gott eine ihm entsprechende Stätte schafft. Und alles was Gott hervorbringt, das ist untrennbar eins mit ihm selbst; es ist zeitlos, frei und unabhängig.

Wäre ich nicht, so wäre Gott nicht. Dass Gott, Gott ist, dafür bin ich die Ursache.
Meister Eckhart


So steht der Begriff Himmelreich sinnbildlich für die ungeahnte Möglichkeit, gedanklich über das Vordergründige und Endliche dieser Welt hinauszugelangen. Indem wir den Mangel an Geist als das einzig grundlegende Bedürfnis von Bedeutung verstehen, werden wir arm im Sinne dieses allerersten Lehrsatzes: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ Matthäus 5,3. Wenn wir Gottes Vermögen als ein ideelles und grundlegendes verstehen, und wir ferner unseren Mangel als ideell erkennen, haben sich der Reiche und der Arme, haben sich das gebende und das nehmende Prinzip gefunden. So wird in der Lehre und Geisteshaltung Jesu die Begegnung und die Berührung Gott – Mensch zur Wirklichkeit. Das, was uns bisher in die tiefsten Abgründe führte, das vermag uns nun auch in höchste Höhen zu erheben: Die Einsicht in das menschliche Unvermögen. Betrachten wir das Eingeständnis unserer Unfähigkeit und Mittellosigkeit als einen ungeahnten Glücksfall, wird uns diese Einsicht zur Basis, auf der sich unser Leben von Grund auf wandeln wird. Zweifellos haftet dem Eingeständnis, nichts zu vermögen, etwas Fatales und Abgründiges an, doch nur im Abgrund können wir zu gedanklicher Tiefe finden. Parallel dazu folgende Lehrsätze aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen:

Sein eigenes Nichtwissen erkennen, bedeutet Weisheit. Lao-Tse

Ich weiß, dass ich nichts wissen kann, außer dass Wissen Tugend ist. Sokrates

So also ist dein Unwissen kein Mangel, sondern deine höchste Vollkommenheit.
Meister Eckhart


Dass geistige Werte zeitloser Natur sind, bedeutet, dass sie ewig und unwandelbar sind. Gnade, Liebe, Demut und Barmherzigkeit sind durch die Botschaft Jesu und durch sein Vorbild gewissermaßen frei verfügbar und können nun alle Menschen erreichen, die ihr Fehlen schmerzlich empfinden. Das heißt, überall dort, wo eine unstillbare Sehnsucht nach solchem geistigem Gut besteht, wird Gott zum großzügig Gebenden. Wo bisher Angst und Enge herrschten, schafft dieses Bewusstsein innere Glückseligkeit und Weite. Verehrung Gottes bedeutet insofern, dass wir einen geistigen Mangel und Sehnsucht nach unvergänglichen Idealen empfinden, denn jede Sehnsucht nach Geist ist bereits Dienst am Geist, ist eine Huldigung Gottes. Gott fordert also Huldigung? Ja, doch dies besagt nichts anderes, als dass das Leben ungeteilte Wertschätzung fordert, und dass wir dieser Forderung nur auf ideelle Weise gerecht werden. So ist unsere Sehnsucht nach geistiger Erkenntnis Gottesdienst, und zwar im eigentlicheren Sinne als alle rituellen Zeremonielle es je sein könnten:

Fürwahr, du könntest in dieser Gesinnung auf einen Stein treten und es wäre in höherem Maße ein gottgefälliges Werk, als wenn du den Leib des Herrn (Das heilige Abendmahl) empfingst und hättest es dabei doch auf das Deinige abgesehen. Meister Eckhardt

Spaltet ein Holzscheit: Ich bin dort! Hebt einen Stein hoch, und ihr werdet mich
dort finden. Thomasevangelium1 Spruch 77


Doch der erste Lehrsatz Jesu richtet sich nicht nur an diejenigen, die ihre Verstrickung in die Abhängigkeiten dieser Welt erkennen und dadurch geistigen Mangel leiden, sondern auch an alle Menschen, die sich vom Leben benachteiligt fühlen und die darunter leiden, tatsächlich nichts zu besitzen:

Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen;
denn das Reich Gottes ist euer. Lukas 6,20


Hier ruft Jesus den besitzlosen Menschen zu, dass sie dem geistigen Privileg näher sind als der äußerlich Wohlhabende, denn die Bürde des Besitzens ist ihnen bereits abgenommen. Wer arm ist im materiellen Sinne, der wird im Vertrauen auf seine Worte auf neue Weise wohlhabend, und diese Art von Wohlstand kann ihm nicht genommen werden. Der Reichtum, den Jesus bringt, ist ein ideeller und unvergänglicher. Immer ist es der Geist, der alles äußerlich Notwendige zu schaffen vermag, nicht umgekehrt. Damit soll nicht gesagt sein, dass geistliche bzw. innere Armut unbedingt an äußere Armut gebunden sein muss, wie es manche Glaubensrichtungen fordern. Der negative Begriff von Reichtum bezieht sich ja nicht auf materiellen Besitz selbst, sondern darauf, dass der Mensch versucht ist, sich über materielle Werte zu definieren. Selig bzw. froh machen wird daher die innere Gewissheit, dass alle „Last“ dieses Daseins u. a. auch die Last der materiellen Armut, durch Anerkennung und Sammlung geistiger Werte ertragen, verstanden und damit überwunden werden kann. Daraus folgt: Indem wir erkennen, dass die Aufgabe dieses Daseins nicht durch Äußerlichkeiten, sondern durch den Empfang geistiger „Güter“ von Grund auf gemeistert werden, und indem wir innerlich bereit werden, solche Güter zu empfangen, wird auch unser äußerer Mangel ein Ende finden. Denn wer geistiges Gut empfängt, für den findet sich immer auch das äußerlich Notwendige, nicht umgekehrt. Auf dieser Grundwahrheit beruht das universelle Gesetz des Geistes, das Jesus versucht hat zu vermitteln:

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird
euch das alles zufallen. Matthäus 6, 33
hallo lieber el mar,

herzlichen dank für deine weitreichende und ebenso ehrliche antwort auf essenzen- die quinte essenz der lehre JESU CHRISTI

Ich stimmme Dir in allen punkten zu mit dem Geiste meines Verstandes!

Was anzufügen bleibt,
ist, dass wir dieses innere wissen JESU leben können,
verstehend in der Umsetzung des tuns,damit wir das
werden, was LICHT ist

Gott ist Liebe
Gott ist Licht
das Licht ist immer in unserer gegenwart
wir sind umgeben davon
unsere aufgabe heisst es zu tun im sein

später mehr

glg zum sonntag
v
elias

Elmar Vogel sagte:
Thomas schrieb:

Die Welt ist an Rache und Bestrafung interessiert und nicht an Frieden und Vergebung. Die Leugnung von Schuld, egal wer es auch sei, der sich angeblich schuldig gemacht hat, wird immer Wut und Verfolgung auslösen. Wer es nicht glaubt, kann ja versuchen, Adolf Hitler als schuldlos zu bezeichnen. Schuld ist das Lieblingsthema der Welt und Schuld ist das, was die Angst vor Gott aufrecht erhält. Die Welt ist ein Gegenentwurf zur Wahrheit.


Hallo Thomas,

sehr mutig und höchst treffend !

Anfeindung durch die Welt - ein Zeichen von Authentizität.

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Matthäus 5,11

Dieses „um meinetwillen“ darf nicht missverstanden werden, es bezieht sich nicht primär auf die Person Jesu, sondern vielmehr auf das, was sie vertritt und verkörpert. Hier geht es um ein geistiges Prinzip, in dessen Namen Jesus spricht und das insofern, nicht zu trennen ist von seiner Person. Denn Jesus beanspruchte nicht, etwas für sich selbst zu wollen, sondern für das einzustehen, was zeitlose Gültigkeit besitzt, wie er es immer wieder hervorhebt:

Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede. Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. Johannes 7,16–18

Daher erfährt das Lebensverständnis Jesu in uns seine Bestätigung und erweist sich als authentisch, wenn es jene Gemüter erregt, die an starren Weltbildern festhalten. Wenn Verkünder der Lehre Jesu bei den Konservativ-
Religiösen keine Anerkennung finden, sondern Ablehnung und Feindschaft, so ist dies nur folgerichtig.
Da die Lebensauffassung Jesu einem großzügigen, allumfassenden und zeitlos-universellen Gedanken entspringt, wird es nicht möglich sein, sie einfach zu ignorieren oder ihren Einfluss auf legitime Weise zu schmälern. Exakt diese Dynamik ist es, die den Konkurrenten Angst macht und so werden sie sich genötigt sehen, dem mit allen verfügbaren Mitteln Einhalt zu gebieten. Denn weder sehen sich die Gegner in der Lage, diese Auffassung zu bestätigen – da dies das Aus ihrer eigenen Kompetenz bedeuten würde – noch werden sie es hinnehmen können, dass diese Botschaft andere Menschen erreicht.

Wehe ihnen, den Pharisäern, sie gleichen einem Hund, der auf dem Fresstrog der Rinder liegt, denn weder frisst er selbst, noch lässt er die Rinder fressen. Thomasevangelium1 Vers 102

Deshalb, wenn alte, unglaubwürdige Autoritäten aus Angst und Eitelkeit zu unlauteren Mitteln greifen, um erfolgreicheren Konkurrenten Einhalt zu gebieten, ist dies ein Kennzeichen der Authentizität, dessen, der sich solchen Angriffen ausgesetzt sieht.

Gruß Elmar


Auszug aus: ESSENZEN-Die Botschaft Jesu
danke für das
mit hingabe geschriebene buch
elmar
v
elias
Lieber Elias,
vielen Dank für deine Nachricht. Schön, dass die Buchsendung angekommen ist.
Herzliche Grüße in den SpessART

Elmar
Hallo ELMAR,

dein buch ist lesestoff und inspiration
für mich und ich denke dass die Christenheit
gut daran täte, wollte sie Christsein nicht nur
formal begreifen, dieses Buch zu lesen.

Sehr zu empfehlen!

Ich werde mithelfen, dieses Buch weiter zu geben,
damit andere Menschen in den Genuss dessen
kommen, was Jesus dem grunde nach meinte.
Ich danke DIR, Elmar

und ich freu mich schon heute auf eine persönliche
Begegnung mit DIR

Elias

Elmar Vogel sagte:
Lieber Elias,
vielen Dank für deine Nachricht. Schön, dass die Buchsendung angekommen ist.
Herzliche Grüße in den SpessART

Elmar
Guten Morgen,
ich kann dem Gelesenen hier nur von Herzen zustimmen.

Dein Buch ,Deine Interpretationen Elmar bestärkt auch mich auf meinem Weg.

Elias schreibt,dass dies im TUN Ausdruck finden muss.

Von ganzen Herzen JA.

Ich stolpere persönlich wenn ich diese vielen guten Gedanken,Worte ..hier lese darüber,dass ich mich frage:
Wie lebt Ihr das?

Dies heisst konkret für mich,dass diese meine Haltung in meinem Alltag sichtbar sein muss.Bedeutet täglich zu hinterfragen.

Meditation,Stille,das Lesen dieser und anderer Texte,Natur, Kunst .... geben mir Kraft jedoch umsetzen,tun,iese Verantwortung aber auch diese Freiheit liegt bei mir.

Jesus transformiert die Lebensgesetzte dahingehend für mich,dass er sie anwendet,sichtbar ,beispielhaft..macht.
Dies ist in Bezug zu GOTT zum Göttlichen wenn ich dies als Geist interpretiere kein Widerspruch.

Achtsamkeit (auch wenn es so ein Modewort gworden ist- leider) gegenüber meinen Taten,meinen Gedanken,Wünschen..
bringt mich weiter ,lässt mich ruihig werden in mir.

Ich freue mich auf eine Antwort

Herzlich
Elisabeth
Hallo Elisabeth,

du fragst: "Wie lebt Ihr das?" Ich bin auf dem Weg dahin. Es ist ein Prozess, der wohl lebenslang andauert. Früher sah ich mich unter Druck gesetzt, voller Angst Regeln einzuhalten. Nun ist es alles Gnade: Ich erkenne bei mir täglich neue Fehler und Schwächen, doch auch die haben einen Sinn. Lernen. Mich nicht besser fühlen als die anderen, andere verstehen lernen, anderen verzeihen lernen. Vertrauen lernen. Vertrauen ins Leben, Vertrauen in Gott. Dann brauche ich keine Erfolgsnachweise mehr zu erbringen, kann ich auch gar nicht. Das Bemühen, die Gesinnung, ist alles, was zählt. Seitdem ist ein enormer, grausamer Druck von mir genommen worden. Und wenn er wiederkommen will (hartnäckige alte Verhaltensmuster), dann darf ich mich daran erinnern, dass Jesus Vertrauen ("Vater"!) vorgelebt und vermittelt hat.
Seltsam, mein Leben lang (bin gerade 60 geworden) habe ich in Kirchen und Gemeinden verbracht, doch jetzt erst wird mir vieles durch Elmars Buch so richtig klar.
Viele Grüße, Lys.

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