Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
die Bergpredigt-die essenz des christlichen Glaubens!
Nur, verstehen unsere Theologen den HERRN und BRUDER?
was meinte ER wirklich mit den Seligpreisungen ?
besondere Bewandnis der neuen Zeit- was ist die ESSENZ?
Wie fühlt Ihr den text?
was ist immer wieder neu?

ich bitte den kern zu erfassen
hard core
um Teilnahme nicht nur in konfessionellen Kreisen
darf ich bitten?

elias

Tags: 13.09.2010, Bergpredigt, Essenz, Makarismen, Seligpreisungen

Seitenaufrufe: 27

Antworten auf diese Diskussion

Elisabeth schrieb:

Ich stolpere persönlich wenn ich diese vielen guten Gedanken,Worte ..hier lese darüber,dass ich mich frage:
Wie lebt Ihr das?


Hallo Elisabeth,

Ideale zu leben bedeutet sie zu lieben - der Tatsache zum Trotz, dass man weit davon entfernt ist, sie in die Tat umzusetzen. Das unorthodoxe am Weg Jesu ist, dass Gerechtigkeit nicht aus dem Versuch kommt, äußere Perfektion oder Tadellosigkeit herzustellen, sondern aus der Einsicht in die eigenen Schwäche und Fehlbarkeit. Mit anderen Worten, der aufrichtige Wunsch und Wille zum Guten macht uns gut, auch wenn unsere Handlungen unserem Willen oft genug nicht entsprechen. Denn authentisches und wahrhaftiges Tun und Sein können nur aus einer aufrichtig geübten Selbsterkenntnis kommen und gerade diese macht uns unsere Fehler und Schwächen bewusst. Sicher, die Folge ist ein fassungsloses Bedauern der menschlichen Ohnmacht. Aber dieses Bedauern ist notwendig, denn es schafft ein geistiges Vakuum und in diesem Vakuum bedauert Gott sich selbst. Wenn Gott sich selbst bedauert wird er sich selbst zu Hilfe kommen und damit uns. Gottes Hilfe ist, dass er sich selbst (Geist) gibt. In der Gestalt Jesus Christus hat er sich selbst gegeben. Das Zeichen dafür, dass wir gerecht und vollkommen sind wird sein, dass auch wir in der Lage sind uns bedingungslos selbst zu geben.

herzlichst
Elmar
Hallo Lys,
Hallo Elmar,

danke für diese Impulse.
In euren Texten steckt so vieles ,dass ich gerne mir folgendes herausnehme und antworte:

Es geht in der Tat um Perfektionsmus oder "Tadel - Losigkeit "im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Innen und Aussen diese Fehler zuzulassen-gnädig zu sein.

Das scheinbar Paradoxe zu leben heisst u.a.für mich :
-leer werden um Fülle zu erfahren
-still/ruhig werden um Lebendigkeit zu spüren....

Ja, vielleicht lebe ich mit dieser Haltung wie Rlike schreibt :

...eines fremden Tages in die Antworten hinein . In diesem Fall erfahrbar was das Wort Gnade beinhaltet.

Elmar schreibt:
Denn authentisches und wahrhaftiges Tun und Sein können nur aus einer aufrichtig geübten Selbsterkenntnis kommen und gerade diese macht uns unsere Fehler und Schwächen bewusst. Sicher, die Folge ist ein fassungsloses Bedauern der menschlichen Ohnmacht....

Diese Haltung umschreibt meinen Weg so treffend.

Auch hier füge ich gerne hinzu wie anderorts erwähnt,dass dazu das ICH eines DU bedarf.

Das erfahre ich ,so komme ich weiter - auch im Sinne von V, Frankl:

Das Leben wird vorwärs gelebt und rückwärts verstanden.


Herzlich Elisabeth

P.S ....dass auch wir in der Lage sind uns bedingungslos selbst zu geben.

Elmar ,steht diese Metapher für "Einfach SEIN "
Für mich das grösste Geschenk ,dass ich im Leben /vom Leben erhalten kann?
Hallo Elisabeth,

ich finde es spannend, dass du Viktor Frankl erwähnst, seine Logo-Therapie, das Schicksal als Herausforderung zu bergreifen und ihm damit einen Sinn zukommen zu lassen. Diese Parallele zu Elmars Buch ist mir auch aufgefallen. Du schreibst: > Das Leben wird vorwärs gelebt und rückwärts verstanden < Oft dauert es aber, bis wir den Sinn gefunden haben, bis wir uns ganz sicher sein können. Und bis dahin? Diese Zeit habe ich oft quälend erlebt. Die einzige Möglichkeit ist immer wieder VERTRAUEN. In den Sinn zu vertrauen. Vertrauen, dass alles bei Gott einen Sinn hat. In diesem Vertrauen erschließt sich der Sinn. Das ist eine Erwartungshaltung: der Vertrauensvorschuss. Vertrauend kann ich endlich mal in der Gegenwart leben, nicht nur immer bangend voraus- oder grübelnd zurückschauen.

Herzliche Grüße, Lys.
Hallo Lys,
ja ,danke dies empfinde ich genau so.

Da bin ich übrigens auch sehr Mensch,dass dieses Prinzip Vertrauen einerseits präsent ist anderseits ich aber auch in Sinne von:

"Lieber Gott segne flott" :-)

ich meine Ungeduld so hautnah spüre .

Herzlich
Elisabeth
Auch hier füge ich gerne hinzu wie anderorts erwähnt, dass dazu das ICH eines DU bedarf.

Hallo Elisabeth,

ich denke das ist überhaupt die zentrale Aussage der Bergpredigt, denn in der Begegnung mit meinem Nächsten, egal ob Freund oder Feind, liegt für den, der vertraut eine Notwendigkeit, die gesucht und erkannt werden will. Der Anspruch Jesu: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ bezieht sich m. E. auf die Annahme eben dieser Geisteshaltung. Mit anderen Worten: Niemand kann zum Ursprung des Lebens hindurchdringen, wenn er nicht zuvor jene integrative Haltung annimmt, die Jesus selbst gelebt hat und die er insofern verkörpert. Der Weg dorthin (zum bedingungslosen Du) führt über die Einsicht in die eigene menschliche Schwäche und Unvollkommenheit: Insofern liegt in der Anerkenntnis unserer Unvollkommenheit (paradoxerweise) unser Potential zur Vollkommenheit, wie es Jesus verdeutlicht:

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Steuereintreiber? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Gottlosen? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Matthäus 5,43-48

Denn wenn mich meine eigene menschliche Mangelhaftigkeit zur Größe und Barmherzigkeit gegenüber den Verfehlungen meines Nächsten fähig macht, dann hat sie (die eigene Schwäche) ihren Sinn erfüllt - hat sie ihre tiefere Bedeutung erhalten. Und was mir dazu dient demütig und barmherzig zu werden, das ist unerwartet gut geworden, selbst wenn es "objektiv" gesehen böse oder schlecht ist.

....dass auch wir in der Lage sind uns bedingungslos selbst zu geben.

Elmar , steht diese Metapher für "Einfach SEIN "

Vor allem steht sie für eine zuversichtliche und vertrauensvolle Annahme unseres Daseins ohne Bedingungen. In diesemSinne hingeben kann sich nur, wer auf einen übergeordneten Sinn vertraut.

Herzliche Grüße
Elmar

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