Hier ist ein Text einer Schwester namens Julia, die den im Hübl Forum gepostet hat. Ich habe ihn hierher geholt, weil ich ihn zu uns holen brauchte... wie Thomas manchmal sagt. Er spricht mich sehr an. Auch wenn ich nicht freie Liebe praktiziere, so ist das Leben der Yoni mit dem Herzen ein zentales Thema in meiner weiblichen Heilreise... Ich war auf der Suche nach mehr zu diesem Thema... vielleicht kommt von euch dazu etwas. Alles Liebe,
Christina
PS: Habe jetzt auch meine www veröffentlicht: www.innerewelt.com
"Mein vaginales Herz
Es schlägt höher, wenn es berührt wird, das vaginale Herz. Es hat unzählige Augen, die dich noch in völliger Dunkelheit sehen. Die dich erkennen, wenn du in mir bist. Mein vaginales Herz ist so gross, du kannst es betreten, wie einen Tempel und in Stille verweilen. Es wärmt dich und umschliesst dich, es nährt dich und nimmt dir ab, was du geben willst. Wenn du mit mir schläfst, erwacht mein vaginales Herz. Es schlägt mit dem Herz in meiner Brust in stetigem Gespräch, wie zwei Trommeln, die einander antworten.
Nun sagst du, es sei nur eine erotische Anziehung. Es ist rein körperlich. Doch ich bin in einem Stück. Wenn du mein vaginales Herz berührst, weckst du meine schlummernde Liebe, die sich verschenken will. Ich will dich nicht besitzen. Du bist frei. Doch kann ich nicht lieben, ohne zu lieben. Diese Weite, diese Wärme, dieses grosse Land legt sich dir zu Füssen, wenn du mein vaginales Herz berührst. Du darfst darin wandeln und dich darin erleben. Und wenn du gehen willst, so geh. Dann schliesst mein vaginales Herz seine Augen und fällt wieder in seinen sanften Schlummer. Auch ein Weg auf dem niemand wandelt ist ein Weg. Er ist sich selbst genug.
Aber komm nicht als ein abgetrennter Teil von dir. Wenn du zu mir kommst, sei alles, was du bist. Sei ganz da. Du darfst auch verspannt sein, traurig, besorgt, wütend oder müde. Und du darfst eine andere Frau in deinem Herzen tragen. Bring sie einfach mit, lass sie in dir sein, da wo sie hin gehört. Aber lass dich sehen. Schenke dich so bedingungslos diesem Augenblick, wie die aufgehende Sonne der Erde ihr Licht.
Bitte, vergleiche Äpfel nicht mit Birnen.
Du liebst keine so wie sie, sagst du.
Darum bitte ich auch nicht.
Wenn du gehst, verlass mich nicht mit verschlossenem Herz. Beweg dich achtsam. Verlasse meinen Tempel nicht durch hastige Flucht, denn nur so schenkst du mir die Freiheit, die ich brauche, um dich gehen zu lassen. Bevor du gehst, gib mir Halt für einen Moment. Sei da, wenn du aus unserem Raum heraustrittst und schliesse die Tür, sehend, wie du mich verlässt. Nimm Abschied. Dann halte ich dich nicht fest.
Und wenn du weg bist, atme ich einfach weiter. Mein vaginales Herz ist erregt und voller neuer Wunder. Diese Wunder beschaue ich dann allein. Ob das gut ist, oder nicht, frage ich nicht. Das Leben wird es schon wissen. "
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