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Gewaltfreie Kommunikation n. Marshall B. Rosenberg

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Gewaltfreie Kommunikation n. Marshall B. Rosenberg

Befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten. Bedürfnisse befriedigen, ohne zu verletzen. Konfliktreiche Kommunikation verändern.

Mitglieder: 41
Neueste Aktivitäten: 11. Sep 2011

Worte sind Fenster
(Oder sie sind Mauern)


Ich fühle mich so verurteilt von deinen Worten,
Ich fühle mich so abgewertet und weggeschickt,
Bevor ich gehe, muss ich noch wissen,
Hast du das wirklich so gemeint?
Bevor ich meine Selbstverteidigung errichte,
Bevor ich aus Verletzung und Angst heraus spreche,
Bevor ich diese Worte aus Mauern baue,
Sage mir, habe ich richtig gehört?
Worte sind Fenster oder sie sind Mauern,
Sie verurteilen uns oder sprechen uns frei.
Wenn ich spreche und wenn ich zuhöre,
Licht der Liebe, scheine durch mich hindurch.
Es gibt Dinge, die ich sagen muss,
Dinge, die mir so viel bedeuten.
Wenn sie durch meine Worte nicht klar werden,
Hilfst du mir mich freizusprechen?
Wenn es so schien, als würde ich dich niedermachen,
wenn du den Eindruck hattest, du wärst mir egal,
Versuch' doch bitte, durch meine Worte hindurch zu hören
Bis zu den Gefühlen, die wir gemeinsam haben.

- Ruth Bebermeyer -

Diskussionsforum

wie ist es möglich

Gestartet von brigi 31. Jan 2010. 0 Antworten

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Kommentar

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Kommentare von Pia de Jong am 24. November 2010 um 8:49am
Gewaltfreie Kommunikation
Echt sein und in Verbindung bleiben
Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikationsmodell, das von Dr. Marshall Rosenberg seit Beginn der 70er Jahre entwickelt wurde. Mittlerweile ist Gewaltfreie Kommunikation (GFK) weltweit eine der meistgenutzten Methoden zur Konfliktbearbeitung. Dieser Ansatz ermöglicht es mir, eine neue Qualität des Kontaktes gerade auch in Schwierigkeiten aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten.

Die GFK ersetzt die Fragen "Wer ist schuld?" bzw. "Wer hat angefangen?" durch die Frage "Was brauchen die Beteiligten?". Die Suche nach dem Schuldigen wird also ersetzt durch die Suche nach dem, was wirklich hinter den Handlungen und Wünschen der Beteiligten steht - elementare menschliche Bedürfnisse. Dies macht den Weg frei für Konfliktlösungen, die echte win-win-Situationen schaffen, Lösungen, die ohne Verlierer auskommen und dadurch zum Aufbau langfristig tragfähiger und erfüllender Beziehungen beitragen. Damit stellt GFK den wirkungsvollsten Ansatz zur echten Konfliktbewältigung dar, den ich kenne.

Gewaltfreie Kommunikation heißt nicht "Piep piep piep - wir haben uns alle lieb." Es geht nicht darum nett sein, sondern um Echtheit und die Fähigkeit die eigenen Bedürfnisse, Werte und Wünsche konsequent zu vertreten ohne sie auf Kosten anderer durchzusetzen. Dazu braucht es, die Fähigkeit, dem Gegenüber so zuzuhören, dass ich mich mit seinen Bedürfnissen verbinden kann.

Wer nicht nur weiß, was er will, sondern auch, was er braucht, kann gezielt, bewusst und flexibel für seine Bedürfnisse eintreten. Und wer versteht, was der Andere braucht, macht die Tür auf für gemeinsame nachhaltige Lösungen.

Liebevoller Umgang mit uns selbst
Nicht nur die Kommunikation in schwierigen Situationen mit anderen Menschen ist teilweise geprägt von Beurteilungen, Vorwürfen, Schuldzuweisungen etc. Auch im Umgang mit uns selbst sind wir nicht gerade zimperlich, viele gehen mit sich selbst viel härter ins Gericht als mit Anderen. Nur wenige von uns haben gelernt, wirklich liebevoll und ehrlich mit sich selbst zu kommunizieren. Dabei ist dies die Basis für echtes Lernen, die Fähigkeit zur Empathie und die Gestaltung eines glücklichen Lebens. Deshalb liegt ein wichtiges Augenmerk der Gewaltfreien Kommunikation auf der Umwandlung des Umgangs mit uns selbst. Denn nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch gut für Andere sorgen.

Was ist neu an Gewaltfreier Kommunikation?
Mit der Gewaltfreien Kommunikation ist es wie mit der Glasherstellung. Alle Bestandteile des Glases kennen wir schon irgendwoher - Sand, Soda, ... Aber durch die richtige Mischung der Bestandteile und das Feuer dabei, entsteht etwas völlig neues und Eigenes. Sicherlich ist aktives Zuhören sinnvoll, sicherlich sind Ich-Botschaften sinnvoll. In der Gewaltfreien Kommunikation werden all diese Elemente zu einem Ganzen zusammengefasst, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Die 4 Schritte der Gewaltfreien Kommunikation
Wenn uns etwas nicht gefällt, klären wir zunächst mit uns selbst

1. Was wir beobachten - ohne Bewertung.
2. Wie es uns geht (Gefühl).
3. Was wir brauchen (Bedürfnis).
4. Was der andere tun/sagen kann, unser Bedürfnis zu erfüllen (Bitte).

Auf diese Weise werden Vorwürfe, Schuldzuweisungen etc. in Bedürfnisse übersetzt und wir können ausdrücken, was wir wirklich brauchen ohne dass die Kommunikation von Vorwürfen und Schuldzuweisungen erschwert wird. Wenn wir dann noch beim Zuhören unsere Aufmerksamkeit auf die Gefühle und Bedürfnisse unseres Gegenüber richten, steht dem "Giraffentanz", d.h. dem Aufbau einer tragfähigen Verbindung, in der die Menschlichkeit Beider Platz findet, nichts mehr im Wege.

Aus: www.visionenundundwege.de
Kommentare von Pia de Jong am 21. November 2010 um 12:48pm
Gewaltfreie Kommunikation - Teil 1

Kommentare von Pia de Jong am 21. November 2010 um 12:47pm
Gewaltfreie Kommunikation - Teil 2

Kommentare von Pia de Jong am 21. November 2010 um 12:40pm
Als Dankeschön für ein wunderschönes Seminar "Gewaltfreie Kommunikation" in meinem Musikstudio unter der inspirierte Leitung von Gudrun Haas am
20. November 2010, hier ein Video von Marshall Rosenberg über "Role Play" :

Kommentare von Pia de Jong am 17. August 2010 um 8:19pm
"Sieh die Schönheit in mir
Such das Beste in mir,
Das ist es, was ich wirklich bin
und was ich wirklich sein möchte.
Es mag etwas dauern,
es mag schwer zu entdecken sein,
aber sieh die Schönheit in mir.

Sie die Schönheit in mir,
heute und jeden Tag:
Kannst du das Wagnis eingehen,
kannst du einen Weg finden
in allem, was ich tue
mich durchscheinen zu sehen
und meine Schönheit wahrzunehmen?"

Red und Cathy Grammer
aus: Teaching Peace Songbook
Gewaltfreie Kommunikation
Marshall Rosenberg

Kommentare von Pia de Jong am 21. Februar 2010 um 10:46am
Vielleicht schön an dieser Stelle weiterzuleiten:
Am Samstag, 20.November 2010 gibt Gudrun Haas ein Tagesworkshop "Gewaltfreie Kommunikation" in meinem Musikstudio in Fürstenfeldbruck (in der Nähe von München).
Liebe Grüße
Pia de Jong
Kommentare von philipp althaus am 26. August 2009 um 11:06am
das gedicht oben finde ich sehr berührend,
erst gestren hatte ich ein gespräch welches ziemlich scheisse lief,
und traurigkeit hinterlassen hat,
ich wünsche mir dass ich redegewandter und ausgeglichener werde
Kommentare von Dorothea Susanne Derlath Meindl am 19. Juli 2009 um 9:11pm
Kenne GFK nicht im Speziellen, wollte aber mit einem Buch darüber anfangen, diese Thema finde ich aber immer hochaktuell und vor allem ist unsere Art der Kommunikation ja immer verbesserungsbedürftig vor allem in meinen beruflichen Herausforderungen sowie als Mutter.
Danke für die Gründung dieser Gruppe!
Gruss Dorothea
Kommentare von Martina am 31. Dezember 2008 um 1:34pm
Liebe Anne,
wie schön, dass du hier mitmachst und von deiner Erfahrung im Umgang mit GFK zu lesen!
Ich freue mich schon auf einen regen Austausch im neuen Jahr!

Euch allen ein harmonisches und friedvolles neues Jahr!

Herzlichst Martina
Kommentare von Martina am 14. Dezember 2008 um 5:28pm
Lieber Harald,

als erstes möchte ich über die vier Komponenten der GFK berichten, es sind:

1. Beobachtung (nicht Bewertung)
2. Gefühle
3. Bedürfnisse
4. Bitten

... uns nun die Umsetzung ;-) hört sich ja alles ganz simpel an, aaber...

1. Zuerst beobachte ich was in einer Situation tatsächlich geschieht, was andere sagen oder was andere tun.
Die Kunst besteht darin, meine Beobachtung dem anderen ohne Beurteilung oder Bewertung mitzuteilen und ob ich es mag oder nicht.
2. Als nächstes teile ich meinem Gegenüber mit, wie ich mich fühle, wenn ich diese Handlung beobachte. Bin ich traurig, ärgerlich, froh oder irritiert?
3. Im dritten Schritt sage ich, welche Bedürfnisse hinter diesen Gefühlen stehen.
Z. B.: Andreas ich ärgere mich, wenn ich sehe, dass in der Diele zwei paar Schuhe stehen und im Treppenhaus noch drei Paare, weil ich in der Wohnung, die wir gemeinsam benutzen, mehr Ordnung und Struktur brauche.
4. Im vierten Schritt, der sich direkt an den dritten anschließt, beziehe ich mich darauf, was ich vom anderen will, damit sich unsere gemeinsame Lebenssituation verbessert.
Ich bitte - z. B. so: Würdest du bitte deine Schuhe in den Schuhschrank stellen?

So besteht die eine Seite der GFK darin, diese Informationen ganz klar auszudrücken, auf der anderen Seite nehme ich die gleichen vier Informationsteile von unseren Gegenüber auf. Ich trete mit ihnen in Kontakt, um mich darauf einzustimmen, was mein Gegenüber beobachtet, fühlt und braucht und höre dann seine Bitte, entdecke, was seine Lebensqualität verbessern kann.

Dieses ist nur eine knappe Beschreibung des Ablaufs eines beliebigen Gesprächs. Es hört sich erst einmal sehr statisch und "holprig" an.
Was dahinter steht, ist Empathie, der Wunsch verstehen zu wollen, der Wunsch nicht zu verletzen und der Wunsch, von Herzen das Leben eines anderen zu bereichern.
Es werden mit GFK neue Wege im Umgang mit Konflikten und in der Mediation aufgezeigt.


Die Erfahrungen die ich von diesem Seminar (es wird nicht mein letztes sein ;-)) mitgebracht habe sind:

- Wenn ich etwas (an meiner Kommunikation) ändere, dann reagiert auch mein Gegenüber anders, als es das bisher getan hat.

- Es ist eine Freude empathisch und auch durch Nachfragen zu erfahren, welche Gefühle bewegen mein Gegenüber und was braucht er, wie kann ich dazu beitragen, dass seine Lebenssituation sich bessert.

- was ich aber auch mitgenommen habe ist .....üben, üben üben...;-)!
- ach ja, ganz viel Spass bei den Übungen im Kreis der Seminarteilnehmer, es wurde viel gelacht (es war schon so, als würden wir eine neue Sprache lernen)

Ich würde mir wünschen, dass sich viele Menschen mit dieser Art der Kommunikation beschäftigen würden! Ich glaube sie kann helfen, die kleinen und großen Kriege zu verhindern!

Da meine Darstellung nur einen kleinen Einblick in diese Philosophie darstellen kann, empfehle ich das Buch von M.B. Rosenberg zu lesen Gewaltfreie Kommunikation, oder die Hörbücher über GFK.
Es gibt auch eine deutsche homepage, die sehr informativ ist:
www.gewaltfrei.de

Liebe Grüße
Martina
 

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