Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Dani

Arm aber Glücklich ( im Hier und Jetzt ) - Über die falsch verstanden "Nicht - Anhaftung , die zur kulturellen und sozialen Entfremdung führt .

In Zeiten heftiger sozialer und ökonomioscher Verwerfungen ist die Angst
vor dem sozialen Abstieg und die Arbeitslosigkeit weit verbreitet.Es
gibt sicherlich nicht wenige Menschen die sich auf dieser bedrückenden
und beängstigenden Situation durch die Hilfe spiritueller Lehrer und
Lehren zurecht zufinden versuchen .Ein weitverbreitet Haltung ist die
falsch verstandene "Nicht - Anhaftung "  - vorallem in den den
Satsangkreisen , die leider oft in sehr populären Formen diese Haltung
in Büchern und Seminaren verbreitet , anstatt diese existenziellen
Probleme mit ihren Anhängern direkt anzugehen , und mit meißt verherrenden
Folgen für von Armut und sozialen Abstieg Betroffenen ( weniger für die
"Lehrenden" - denn die verdienen oft sehr gut ).
Dieser soziale und kuturelle blinde Fleck in der Satsangszene ist
mitunder ein wirklich großes Übel , und demontiert an dieser Stelle  die
pseudospirituellen Haltung ( und Selbsttäuschung ) vieler Satsanglehrer
.
Doch ist diese Form der falsch verstanden "Nicht-Anhaftung" auch in
vielen anderen spirituellen Kreisen durchaus ein Problem , tritt dort
jedoch durch die "Spendenkultur" nicht so deutlich in Erscheinung , da
sozial Schwache somit stärker integriert weden können ; Jedoch vielen
nicht hilft aus dieser mentalen und existenziellen "Falle " herauszukommen.


Ken Wilber beschreibt diese Dilemma sehr anschaulich :

"Dem Nicht-Anhaften wird in vielen Systemen spiritueller Übung große
Bedeutung beigemessen .
Doch entspricht das , was häufig als "Nicht-Anhaften" angesehen wird ,
in Warheit den Abwehrmechanismen der Dissoziation und Repression
, dem Abspalten und "Begraben" unangenehmer Gedanken und Gefühle.
Während wirkliches Nicht-anhaften ein aspekt echter Transzendierung der
Gegensätze der Erfahrung (Lust und Schmerz, Erfolg und Mißerfolg)
ist, ist vermeintliche Nicht-Anhaftung lediglich eine psychologischer
Bewältigungsmechanismus , und die Verwechslung beider ist ein weiteres
Beispiel für die einschichtige Fehlinterpretaion spiritueller Lehren -
auch hier wird wieder ein psychologisches Manöver
mit einem Attribut des transzendenten Bewußtseins verwechselt.
Es gibt viele spezifische Formen der Verwechslung von Nicht-Anhaften
(...)

(...)

Nicht-Anhaften kann sich auch mit einer bestimmten Art der Indifferenz
der eigenen Situation gegenüber verwechselt werden.
In diesem Fall kommt das Pseudo-Nicht-anhaften mit dem Slogan (Im hier
und Jetzt leben" zum Ausdruck sowie in der Anpassung
an eine beliebige äußere Situation , scheinbar so , wie es Meister zu
tun pflegen.
Man ist lösgelöst von Sorgen um die eigene Existenz und versucht nicht
mehr , das Leben in zeitlicher und materieller Hinsicht
und auf rationale Weise zu organisieren.
Diese Haltung rechtfertigt kulturelle Entfremdung , und sie versucht ,
die mit konventionellen Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen
einhergehenden Ängste zu vermeiden.
Sie gibt sich als Losgelöstheit von weltlichen Ambitionen und vom
Streben nach Reichtum sowie als "Leben im Augenblick".

Doch handelt es sich bei dieser Gegenreaktion gegen jegliche
Verantwortung und Verpflichtung in Warheit nicht um ein "in der
Gegenwart sein"
im mystischen Sinne . Für Menschen , die transzendente Wirklichkeit noch
nicht erreicht haben , beinhaltet eine vorgespielte
Gleichgültigkeit gegenüber denpersönlichen Lebensumständen , daß sie
vermeiden, sich auf angemessene Weise um die eigene Existenz zu kümmern.
Die dadurch entstehende Verzweiflung und Unsicherheit erfordert eine
weitere Intensivierung jenes Vermeidungsverhaltens , was oft durch ein
Eintauchen
in zunehmend intensive Erfahrungen erreicht wird, beispielsweise durch
das Schüren verschiedener Arten von Konflikten ( politische Zielsetzung ,
Rebellion gegen Autoritätsfiguren ),
durch Alkohol - und Drogenkonsum , durch Promiskuität oder durch
Gewalttätigkeiten.
All dies kann dazu dienen , die Auseinandersetzung mit dem Problem zu
umgehen. daß man sich mit den praktischen Erfordernissen
einer materiellen und sozialen Welt auseinandersetzen muß, der man sich
entfremdet hat .

Doch echte Sorge um die eigene Existentz läßt sich nicht
"transzendieren", indem man sie einfach aus dem Bewußtsein ausklammert .
Vielmehr ist permante Auseinandersetzung mit diesen Problemen die
Vorraussetzung dafür, daß man sie vieleicht irgendwann einaml
transzendieren kann."
( aus "Meister . Gurus . Menschenfänger " von Ken Wilber und Co...)

Ihr seit natürlich eingeladen eure Erfahrungen und Meinungen in dieser Diskussion mit mir zu teilen.













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Antworten zu dieser Diskussion

Ja.
Und?


Dani sagte:
Ich denke ich schreibe nicht nur darüber was schelcht oder falsch ist . Das ist deine eindimensionale Interpretation .
Diese eindimensionale ( einschichtige ) Sichtweise in der heutigen "spirittuellen"Szene ist ja das was ich kritisiere.
Und ich bin da leider nicht das Originalgenie. Ich gebe vieles wieder was ich in diesen Büchern gelesen habe und von dem was in mir eine starle Resonanz erzeugt hat , weil ich dieses Problem , den "spirituellen Materialismus " aus meinem eigenen Leben nur zu gut kenne .Selbst Kategorien wie Gut oder Schlecht sind desewegen zu einfach.
Ein mehrdimensionales ( mehrschichtiges ) Verstehen schließt doch mehr Möglichkeiten ein und ist sich der vielen Selbstäuschungen bewußt , die auf der spirituellen Reise inherent sind.
Mir wurde das klar , als ich mir meine persönlichen Probleme anschaute und begriffen habe das sie nicht immer mit "Spiritualität" ( oder das was wir konventionel dafür halten und deswegen eine Pseudospiritualität ist ) zu lösen sind.
Ich finde sogar mittlerweile das , wie er sie uns in zB in der Bibel gelehrt wird seinen Wert hat , da er ein erwachten Geist antizipiert , anstatt uns , wie es so oft in populären Formen der heutigen Spiritualität suggeriert weiter zu sein ( Erwachter , oder "Spiritueller " zu sein ) , als es bei vielen tatsächlich der Fall ist . Die Frage nach der Moral , überhaupt nach einer inneren Werteskala wird auf dem spirituellen Weg zu einer wichtigen Frage.
Ich finde wir leben in sehr Ego-zentrierten Zeiten. Obwohl unsere Gesellschaft wir einen humanistischen Boden auf der Basis der monotaistischen- christlichen Religion , des Christentums , hat die westlich pluralitisch-materialistische Lebenshaltung (Konsumismus, Hedonismus,Individualismus) schön längst alles durchdrungen .
Und ebend auch die "Spiritualität" die oft zur einer östlich-westlichen Synthese führte . Genau diese Synthese führte nicht zu einem tieferen Verstehen von Sprititualität ( die sehr oft aus der östlichen Kultur importiert wurde) . Sondern zu einer immer "materialistischeren" , oder oberflächlichereren Verstehen von Spiritualität.
Was Chögyam Trungpa später mit "spirituellen Materialismus" umschrieb . Diese Tendenzen wurde und ist in vielen spirituellen Gruppen immernoch sichtbar und wird aus vielen Gründen sehr wenig thematisiert .
Ein Beispiel :
Das Verständnis von Yoga ist ja traditionel ein völlig anderes als das im Westen. Während hier im Westen es immer mehr zu einem Körperkultartigen verstehen kommt ( also es immer mehr unterschiedliche yogaähnliche Diverate gibt .
Poweryoga, Yogaflow ect.) verliert sich die Bedeutung von "Sadhana" zunehmend .
Yoga wird so zu einem Egotrip , anstatt zu einer transformativen Reise ( die wir gerne "spirituell" nennen)

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