Hallo Eckhart-Tolle-Gruppe,

ich bin im Mai diesen Jahres durch Empfehlung einer Freundin auf das Werk von Eckhart Tolle gestoßen und hab seitdem fast alle seine Bücher gelesen und Vorträge gehört. Ich spüre die tiefe Wahrheit, die in Eckharts Worten (Fingerzeigen) liegt.

"Wenn beim Lesen etwas in dir anklingt und du die in ihm (dem Buch) enthaltene Wahrheit spürst, heißt das, dass der Prozess des Erwachens begonnen hat, Sobald dies der Fall ist, kann er nicht mehr umgekehrt, sondern höchstens vom Ego verzögert werden", schreibt Tolle in "Eine neue Erde" auf Seite 270.

Ich habe das Gefühl, dass mein Ego zur Zeit den Erkenntnis-Prozess verzögert. Ich stecke irgendwie fest - zum Beispiel beim Meditieren. Manchmal schaffe ich es, den inneren Körper zu spüren, auch die Stille, und dann an nichts zu denken. Und manchmal gehen mir die krudesten Gedanken durch den Kopf und ich kann lediglich als Beobachter da sein und den Kopf über diese Gedanken schütteln. Was meint ihr, muss man da geduldig mit sich sein? Es einfach annehmen, wie es ist?

Und noch was: Auf Seite 238 in "Eine neue Erde" beschreibt Eckhart die beiden Zustände unterhalb und oberhalb des Denkens. Unterhalb ist man, wenn man Alkohol getrunken hat und oberhalb ist man, wenn man sich mit das Raumbewusstsein in sich entwickelt hat.

Früher habe ich viel getrunken, um den Denkapparat auszuschalten und ein Glücksgefühl zu erreichen. Heute meditiere ich und schaffe es zeitweise, an nichts zu denken - aber dieses Glücksgefühl wie mit Alkohol stellt sich nicht ein. Ist das normal? Wie ist das bei Euch?

Lieben Gruß,
Stefan

Tags: denkens, des, eckhart, eine, erde, erkennisprozess, neue, oberhalb, tolle, und

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Hi Alex,

ich denke, wir sind da beide auf dem richtigen Weg. Hier zwei Zitate zum Thema Alkohol (Drogen):

a) Carl Gustav Jung: "Der Mensch muss mit dem Problem des Leidens fertig werden. Der östliche Mensch will sich des Leidens entledigen, indem er das Leiden abstreift. Der abendländische Mensch versucht, das Leiden durch Drogen zu unterdrücken. Aber das Leiden muss überwunden werden, und überwunden wird es nur, indem man es trägt. Das lernen wir allein von ihm (dem Gekreuzigten)."

b) Dalai Lama: "Wir sollten unser Glück auf Dauer sicherstellen. Unsere Sorgen kurzfristig zu zerstreuen ist nicht schwer. Wir können ein frisch gezapftes Bier trinken und werden durch den Alkohol fröhlich. Doch diese trügerische Föhlichkeit vergeht wieder, die Sorgen bleiben. Wenn wir wollen, dass unser Glück beständig bleibt, müssen wir die Art verändern, wie unser Geist arbeitet. Diesen Rat gebe ich allen meinen Freunden."

Lg,
Stefan

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