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Gut'n Abend zusammen,
zu diesem Thema habe ich mal kurz eine Frage: Ich kenne jemand der ebenfalls Depressionen hat und naja, da macht man sich dann Gedanken ob man da irgendwie helfen könnte und wie. Es ist aber so, dass ich keinen direkten Kontakt/Umgang mit der Person mehr habe (wir kennen uns vom Studium und wohnen mittlerweile auch in verschiedenen Städten) und zum anderen habe ich keine Ahnung, unter welcher Art von Depression es geht.
Jetzt hatte ich schonmal den Gedanken, ob ich dem einfach mal ein Buch von Eckhart Tolle zukommen lassen sollte, evtl. "eine neue Erde". Ist das eine gute Idee oder sollte ich's lieber bleiben lassen, was ist euere Meinung?
Danke und Grüsse,
Ulrich
Korrigiert mich bitte, wenn das nicht stimmt. Denn eine Psychotherapie, die sich mit dem Schmerzkörper beschäftigt, nährt diesen und läßt ihn größer werden...oder so ähnlich.
Lieber Wolfang
bei mir ist es so, daß ich nach 20 Jahren depressiver Grundstimmung-die ersten ca. 4 Jahre "Hölle"-wie du es sehr treffend beschreibst- meine Hölle hatte als Höchstmaß nie 100% sondern NUR 99,9% denn ich hatte vor dem Absturz schon Bücher eines Lehrers gelesen der mir das Gefühl des "hier erkenne ich mich selbst" geben konnte- dann langsamste Besserung durch Trost in Büchern in deren Inhalt/Schwingung ich mich weiter selbst erkennen konnte die mir das Gefühl gaben:" anscheinend gibt es doch eine Form von Realität die mir entspricht-in meinem alltäglichen Leben war mir das nicht möglich zu erleben. Nach 15 Jahren des Gefühls der Stagnation meiner äußeren und inneren Realität- kam vor 5 Jahren durch Teilnahme an einigen wenigen Seminaren das zarte Gefühl von Bewegung auf- und steigerte sich ins Happy End letzten Dezember- seit dem habe ich das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu haben- in der Realität- im Hier und jetzt angekommen zu sein-wie sich diese Entwicklung für mich anfühlte, davon kannst du dir wenn du Interesse daran hast in meinen anderen Beiträgen in diesem Forum ein Bild machen.Was mir noch wichtig ist zu sagen: ich kam vor ca. 6 Jahren mit Eckhart Tolles Büchern in Kontakt und auch mir gaben sie sehr viel Heilung-was ich aber jetzt-mit anderen Augen sehe als vorm letzten Dezember ist die Rolle die er dem Ego gibt-wenn er es als "gestört" bezeichnet-ist das -für mein jetztiges Erleben eine Schwingung die keine weitere Heilung möglich werden läßt- für mich geschah die entscheidende Heilung erst als ich Frieden mit meinem Ego FÜHLEN konnte.
Alles Liebe -ich weiß dich und mich und alles was ist in jedem Moment in Gottes Segen
Jutta Elisabeth
P.S.Swen`'s gute Erfahrung mit Weisheit des Körpers kann ich auch bestätigen, ich bin gerade mit "Focusing" in Berührung gekommen was diesen Ansatz hat und eine Therapieform der "offiziellen" Psychotherapie ist und damit auch von meiner Krankenkasse bezahlt wird.
Hallo Wolfgang,
also richtige Psychiatrie-Erfahrung habe ich nicht, nur Asperger-Syndrom, das ich gerade in einer Gruppentherapie anschaue. Damit verbunden sind auch depressive Züge bis zum Selbstmord-Wunsch, aber ohne manische Phasen.
Dank Eckhart sind die Depriphasen, wenn nicht schwächer, so doch seltener geworden, und was du beschreibst mit 100% Leidensdruck = 0% Bewusstheit meine ich auch zu kennen. Zwar denke ich am tiefsten Punkt solcher Zustände "das ist jetzt der Schmerzkörper, ich schau ihn an, ich erlaube ihm, Teil dieses Momentes zu sein", aber das ist dann meist nur ein abstraktes, gelerntes Wissen, quasi selbst schon Teil einer gedanklichen Identifikation. Die wirkliche Bewußtheit muß also noch tiefer liegen. Schwierig, daraus keinen Gedanken zu machen, finde ich.
Verschiedene Gesprächstherapien haben nichts bewirkt, sie waren nur mühsam - wieder und wieder die gleichen Fragen, und das Gefühl, daß "darüber reden" einfach nichts hilft, so wenig wie Draufpusten bei einer schweren Verbrennung hilft.
Jetzt bin ich in einer Körpertherapie nach Gerda Boyesen (Biodynamik - ihr Buch heißt: "Über den Körper die Seele heilen", Kösel 1985) und Alexander Lowen. Und ich merke, das ist der Weg! Konsequent in den Körper gehen, alles fühlen DÜRFEN, jede Wut rausschreien,... super. Seitdem hat die Sucht nach Eckharts Worten auch ein bißchen nachgelassen, ich muß mich nicht mehr so an ihn klammern. Der Körper ist mein Lehrer, ich folge ihm einfach, so gut ichs verstehe.
Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch einen biodynamischen Therapeuten?
Besten Gruß
Sven
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