Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Gibt es hier Psychatrie-Erfahrene, psychisch „Gestörte”, (schwer) Depressive, die mit Tolle ein (Stück) ein Heilungsweg gefunden haben ?
Ich habe seit mindestens 20 Jahren psychische Störungen. Der Hauptakt ist der, dass ich im 24 Stundenwechsel emotional manisch und dann depressiv bin. In 48 Stunden erlebe ich also einmal den Himmel und tagsdrauf die Hölle. Seit 1996 war ich auf diversen Heilungspfaden - nachdem ich die Gesundheit (Herz-OP), den Beruf (EU-Rentner), die Frau , das Zusammenleben mit meinen Kindern, mein Haus und.....verloren habe. Keine dieser Verluste hat bei mir ein spontanes Erwachen bewirkt. Seit 2006 bin ich auf dem Weg mit Eckhart und habe mit ihm das meiste Heilende erfahren. Ganz geheilt war ich (fast) nie und jetzt werden die Höllen gerade wieder heisser, die Verzweiflungen/Identifikationen mit diesem Ego stärker, teilweise bis zu 100% (100% Leidensdruck= 0% Bewusstheit). Ich will hier nicht meine Geschichte mehr als notwendig erzählen, aber doch was finden: Leute mit ähnlichen Erfahrungen, bewältigter oder unbewältigter „Probleme”. Ich wollte das ICH/Ego mit „Eckharts Weg” umgehen/schwächen und damit eine noch länger andauernde Aufarbeitung (von Traumata ?) durch Psychotherapeuten vermeiden, die das ICH dann eh nur stärken und damit den unheilsamen Weg verlängern. Heute frage ich mich mehr als je zuvor, was von „meinen Problemen” wirklich ist, weil sie im Körper manifest abgespeichert sind und was von der „Illusion des EGO” zumindest teilweise lebendig gehalten wird ?
Ich habe keine Erwartungen an Problenlösungen !
Euer Wolfgang

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Antworten zu dieser Diskussion

Hallo Wolfgang,

also richtige Psychiatrie-Erfahrung habe ich nicht, nur Asperger-Syndrom, das ich gerade in einer Gruppentherapie anschaue. Damit verbunden sind auch depressive Züge bis zum Selbstmord-Wunsch, aber ohne manische Phasen.
Dank Eckhart sind die Depriphasen, wenn nicht schwächer, so doch seltener geworden, und was du beschreibst mit 100% Leidensdruck = 0% Bewusstheit meine ich auch zu kennen. Zwar denke ich am tiefsten Punkt solcher Zustände "das ist jetzt der Schmerzkörper, ich schau ihn an, ich erlaube ihm, Teil dieses Momentes zu sein", aber das ist dann meist nur ein abstraktes, gelerntes Wissen, quasi selbst schon Teil einer gedanklichen Identifikation. Die wirkliche Bewußtheit muß also noch tiefer liegen. Schwierig, daraus keinen Gedanken zu machen, finde ich.

Verschiedene Gesprächstherapien haben nichts bewirkt, sie waren nur mühsam - wieder und wieder die gleichen Fragen, und das Gefühl, daß "darüber reden" einfach nichts hilft, so wenig wie Draufpusten bei einer schweren Verbrennung hilft.

Jetzt bin ich in einer Körpertherapie nach Gerda Boyesen (Biodynamik - ihr Buch heißt: "Über den Körper die Seele heilen", Kösel 1985) und Alexander Lowen. Und ich merke, das ist der Weg! Konsequent in den Körper gehen, alles fühlen DÜRFEN, jede Wut rausschreien,... super. Seitdem hat die Sucht nach Eckharts Worten auch ein bißchen nachgelassen, ich muß mich nicht mehr so an ihn klammern. Der Körper ist mein Lehrer, ich folge ihm einfach, so gut ichs verstehe.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch einen biodynamischen Therapeuten?

Besten Gruß

Sven
Hallo Wolfgang, Dein offener und mutiger Beitrag hat mich beeindruckt und berührt. Ich persönlich habe (zum Glück) noch nicht solche Dinge, von denen Du sprichst, erfahren müssen, kenne aber einige Menschen (durchaus im engeren Freundeskreis), die teilweise sehr schwer (paranoid, schizophren, u.a.) psychisch erkrankt sind, außerdem arbeite ich ambulant (sozialpädagogisch) im Psychiatriebereich. Schweres, trauriges Thema. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Häufung der Verluste, die Du erfahren hast (die zudem alle im existentiell-lebenswichtigen Bereichen aufgetreten sind), es verhindert hat, dass es zu einem spontanen Erwachen kam. Ich glaube auch nicht, dass ich solche Dinge einfach annehmen könnte, bzw. eine entsprechende Hingabe entwickeln könnte.
Kennst Du die Bücher von Jon Kabat-Zinn? Kann ich sehr empfehlen, er beschreibt eine Form von Achtsamkeitsmeditation und verbindet diese häufig mit Themen wie "Depression" oder "Angst"; erinnert mich manchmal an ET. Alles Gute für Deinen Weg!
Hallo Wolfgang,

ich war anderhalb Jahre depressiv und bin während dieser Phase auch auf Eckhart Tolle gestoßen. Die Lektüre seiner Bücher und das Hören seiner Vorträge hat mir sehr geholfen. Es gibt hier in dieser Community übrigens auch eine (nicht sehr aktive) Gruppe, die sich mit Depression auseinander setzt: http://mein.weltinnenraum.de/group/depressionwasistdas

Es grüßt freundlich: Stefan
Gut'n Abend zusammen,
zu diesem Thema habe ich mal kurz eine Frage: Ich kenne jemand der ebenfalls Depressionen hat und naja, da macht man sich dann Gedanken ob man da irgendwie helfen könnte und wie. Es ist aber so, dass ich keinen direkten Kontakt/Umgang mit der Person mehr habe (wir kennen uns vom Studium und wohnen mittlerweile auch in verschiedenen Städten) und zum anderen habe ich keine Ahnung, unter welcher Art von Depression es geht.
Jetzt hatte ich schonmal den Gedanken, ob ich dem einfach mal ein Buch von Eckhart Tolle zukommen lassen sollte, evtl. "eine neue Erde". Ist das eine gute Idee oder sollte ich's lieber bleiben lassen, was ist euere Meinung?

Danke und Grüsse,
Ulrich
Hallo Ulrich, würde ich machen, warum nicht, schaden kann es bestimmt nicht. Wenn Dein Bekannter eine chronische oder endogene Depression hat, wird er sich eventuell nicht so ganz auf das Buch einlassen können (Widerstand, Konzentrationsschwäche beim lesen) aber vielleicht guckt er irgendwann einmal herein und wer weiß..."Eine neue Erde" halte ich auch für sinnvoller als die anderen Bücher, da ET in dem Buch ja sehr ausführlich auf die Schattenseiten des Menschen eingeht. (Ich hatte vor einigen Jahren einmal einem an einer Paranoia erkrankten Freund das Buch geschenkt, vor allem wegen dem Kapitel "Formen des pathologischen Ego" wo ET direkt auf diese Erkrankung eingeht, hat aber leider wahrscheinlich nicht so viel "genützt") Grüße

Ulrich sagte:
Gut'n Abend zusammen,
zu diesem Thema habe ich mal kurz eine Frage: Ich kenne jemand der ebenfalls Depressionen hat und naja, da macht man sich dann Gedanken ob man da irgendwie helfen könnte und wie. Es ist aber so, dass ich keinen direkten Kontakt/Umgang mit der Person mehr habe (wir kennen uns vom Studium und wohnen mittlerweile auch in verschiedenen Städten) und zum anderen habe ich keine Ahnung, unter welcher Art von Depression es geht.
Jetzt hatte ich schonmal den Gedanken, ob ich dem einfach mal ein Buch von Eckhart Tolle zukommen lassen sollte, evtl. "eine neue Erde". Ist das eine gute Idee oder sollte ich's lieber bleiben lassen, was ist euere Meinung?

Danke und Grüsse,
Ulrich
Hallo Wolfgang,
ich habe sehr wohl Erfahrungen zwar nicht mit Depressionen, aber mit anderen Dingen, u.a. Angstzustände, psychsomatische Atemstörungen... Manchmal musste ich auch zu Psychofarmaka greifen. Die Probleme verfolgen mich praktisch seit Kindheit und ich habe viele "spirituelle" Methoden ausprobiert. Ich bin eine große Anhängerin von Eckhart Tolle und er hat mir einmal wirklich aus der tiefsten Tiefe geholfen. Aber! Die entscheidende Hilfe habe ich ausgerechnet bei der Psychotherapie bekommen. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. All die spirituellen Methoden sind sicher sehr gut, aber sie verdecken nicht das ganze Spektrum der menschlichen Psyche. Bei den meisten psychischen Störungen ist es NOTWENDIG, zuerst das "ich" zu stärken. Es gibt sogar so einen Ausdruck: "Um Nichts zu werden, muss man zuerst Etwas sein". Leider verstehen das viele Menschen, die bei psychischen Problemen sich mit dem Ego-Auslöschung beschäftigen, nicht. Das ist ein sehr verbreiteter Fehler. Wenn Du es nicht glaubst, lese bitte in der Integralen Theorie von Ken Wilber, da erklärt er ganz gut, warum es so ist. Wir alle haben etwas, was man in der Psychologie "das Schatten" nennt, was uns bewusst nicht zugänglich ist und was man manchmal nur mit Hilfe eines guten Therapeuten aufdecken und heilen kann.
MIr hat es geholfen, dass ich parallel die Psychotherapie und die Meditation verwendet habe. Diese Kombination und eine sehr gute Therapeutin war für mich entscheidend. Jetzt kann ich mit zufriedenheit feststellen, das ich viel-viel stabiler geworden bin. Und wenn doch etwas auftritt, kann ich damit alleine und ohne Medikamente fertig werden.
Mein großer Tipp für Dich: suche bitte einen guten passenden Psychotherapeuten auf. Was für eine Art der Psychotherapie, muss auch ein Spezialist entscheiden. Und habe keine Zweifel, das es für Dich heilsam sein kann.
VIel Glück,
S
Ich habe nur einmal beim Eckhart eine Äußerung wegen Psychotherapie gelesen (oder gehört..). Es war keine grundsätzliche Ablehnung. Ich glaube nicht, dass er so dumm wäre, jede Psychotherapie zu kritisieren.
Ich glaube, es gibt grundsätzlich keine Panazee. Der Mensch ist ein komplexes System und man soll in jedem einzelnen Fall die passenden Heilungsmethoden finden. Die Arbeit mit dem Schmerzkörper ist m.E. nicht dasselbe wie den Schmerzkörper zu ignorieren, oder ihn ja zu verdrängen. Alleine die Beobachtung ist schon etwas, was ans Licht bringt. Es gibt aber manchmal Krankheiten, die ducht die bloße Beobachtung leider nicht zu verniichten sind. Das ist die Tatsache, die viele Menschen feststellen müssen. Das, was "im Körper gespeichert ist" (sprich im Gehirn) und worauf wir in einigen Fällen, wie gesagt, keinen Zugang haben.
Die Eckharts Lehre und eine Therapie schliessen einander nicht aus. Im Gegenteil, sie gehen nur aus verschiedenen Blickwinkel vor und damit können sich hervorragend ergänzen.
Man darf nicht vergessen, dass Schmerzkörper auch nicht ein reales Monster ist, sondern nur ein Konzept, ein hilfreicher Konzept, aber immerhin. Also soll man Konzepte nicht vergöttlichen.
Meine Therapuetin hat das Konzept vom Schmerzkörper kennegelernt und war nicht dagegen. Nach ihrer Meinung ist es eine gute Methode, sich vom Schmerz zu distanzieren. Das hilft, kann vielleicht auch vollständig heilen, muss aber nicht notwendigerweise immer.

traumsonne sagte:
Korrigiert mich bitte, wenn das nicht stimmt. Denn eine Psychotherapie, die sich mit dem Schmerzkörper beschäftigt, nährt diesen und läßt ihn größer werden...oder so ähnlich.
Und noch etwas. Ich praktizierte Zen, das ist, wenn jemand es nicht weiß, praktisch dasselbe, was die E.T. Lehre - die stille Meditation. Nur mit der jahrtausendlangen Tradition. Es ist sehr bekannt in Zen-Kreisen, das die Vertiefung in die stille Meditation, die mit "ich"-Verlust verbunden ist, kann bei instabilen Menschen grosse psychische Komplikationen hervorrufen. Das heißt, eine Depression kann eher eingeleitet werden, kann sich verschlimmen. Deswegen wird es für die Menschen mit instabilen Psyche dringend empfohlen, sich zuerst einen Arzt zu konsultieren.
Wenn man Zahnschmerzen hat, hilft es kaum, sie nur im Hier und Jetzt zu beobachten. Eine psychische Krankheit hat auch Entspechungen im Körper / im Gehirn. Viele psychische Krankheiten liegen in dem Verlust der "ich-Grenzen", die für unsere Lebensfunktionen absolut notwendig sind. Ein festes "ich" (nicht das Ego!) ist daher absolut notwendig für diejenigen, die sich mit Leerheit beschäftigen wollen.
Es kann paradox klingen, aber die Ich-Grenzen und die Grenzenlosigkeit des Unmanifesten sind das Gleiche. In spirituellen Kreisen nennt man das Non-Dualismus.
Es ist sehr bekannt in Zen-Kreisen, das die Vertiefung in die stille Meditation, die mit "ich"-Verlust verbunden ist, kann bei instabilen Menschen grosse psychische Komplikationen hervorrufen. Das heißt, eine Depression kann eher eingeleitet werden, kann sich verschlimmen. Deswegen wird es für die Menschen mit instabilen Psyche dringend empfohlen, sich zuerst einen Arzt zu konsultieren.

(liebe Silence, danke für Deine Beiträge :-) , hab mich extra wegen diesen in dieser Gruppe angemeldet :-) )

Lieber Wolfgang,

da gings mir damals (PTB) mit Zen sehr ähnlich wie es Silence beschreibt. Allerdings hatte ich nicht soo große Stimmungsschwankungen, wie Du es beschreibst (?) Weiß nicht, lest sich vielleicht auch nur so, ich bin hochsensibel (ADHS). Hör z.B. ne Wasserader, wenns mir energetisch nicht so gut geht (...) , und, der Tinitus ist dann oft so heftig gewesen, dass mir die Gehörgänge brannten und sehr schmerzten...

Ich spürte zwar, wenn mal wieder ne Phase im Anflug war, und ignorieren, wie mein Partner meinte, half da nicht recht viel (ging dann bis zu Burn-out - letzte Phase (ständige Suizidgedanken,...) mit Krebsdiagnose in 2003) und, für die extremen körperlichen Schmerzen damals sehr hilfreich war mir "Lichtatmung".

Aber, am besten gehts mir eigentlich seit ich mich letzten Winter zusätzlich zu meiner Rückführungsthera - auf hop oder trop ;-) - entschlossen hab meinen Kundalini-Reiki-Meister - welches auch Kristallreiki (bei Trauma) - beinhaltet zu machen, und auch regelmäßig praktiziere, abruf, also ständige Energieanreicherung. Ich hab überhaupt keine psychsomatischen Schmerzen mehr, fühl mich bis auf wenige Tage auch super geerdet und geschützt (hab dadurch auch nicht mehr so viele Horrorvisionen), es berührt mich so manche energetische "Verunreinigung" einfach nicht mehr in dem Ausmaß bis gar nicht.
Ist etwas ungewohnt, aber, ich genieß die Zeit, mit den dazugehörigen Erfahrungen - "Gott" oft demütigst :-) dankend - jetzt einfach mal ohne um das Morgen zu fragen...und irgendwie ist das gestern, Zeit allgemein für mich nicht mehr recht greifbar, die Erinnerungen dazu, auch meine Kindheit, und - was mich etwas stört - die Kindheit meiner Kinder...kanns schlecht erklären...

wünsch Dir von Herzen ganz viel gute Besserung!
manu
Lieber Wolfang
bei mir ist es so, daß ich nach 20 Jahren depressiver Grundstimmung-die ersten ca. 4 Jahre "Hölle"-wie du es sehr treffend beschreibst- meine Hölle hatte als Höchstmaß nie 100% sondern NUR 99,9% denn ich hatte vor dem Absturz schon Bücher eines Lehrers gelesen der mir das Gefühl des "hier erkenne ich mich selbst" geben konnte- dann langsamste Besserung durch Trost in Büchern in deren Inhalt/Schwingung ich mich weiter selbst erkennen konnte die mir das Gefühl gaben:" anscheinend gibt es doch eine Form von Realität die mir entspricht-in meinem alltäglichen Leben war mir das nicht möglich zu erleben. Nach 15 Jahren des Gefühls der Stagnation meiner äußeren und inneren Realität- kam vor 5 Jahren durch Teilnahme an einigen wenigen Seminaren das zarte Gefühl von Bewegung auf- und steigerte sich ins Happy End letzten Dezember- seit dem habe ich das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu haben- in der Realität- im Hier und jetzt angekommen zu sein-wie sich diese Entwicklung für mich anfühlte, davon kannst du dir wenn du Interesse daran hast in meinen anderen Beiträgen in diesem Forum ein Bild machen.Was mir noch wichtig ist zu sagen: ich kam vor ca. 6 Jahren mit Eckhart Tolles Büchern in Kontakt und auch mir gaben sie sehr viel Heilung-was ich aber jetzt-mit anderen Augen sehe als vorm letzten Dezember ist die Rolle die er dem Ego gibt-wenn er es als "gestört" bezeichnet-ist das -für mein jetztiges Erleben eine Schwingung die keine weitere Heilung möglich werden läßt- für mich geschah die entscheidende Heilung erst als ich Frieden mit meinem Ego FÜHLEN konnte.
Alles Liebe -ich weiß dich und mich und alles was ist in jedem Moment in Gottes Segen
Jutta Elisabeth
P.S.Swen`'s gute Erfahrung mit Weisheit des Körpers kann ich auch bestätigen, ich bin gerade mit "Focusing" in Berührung gekommen was diesen Ansatz hat und eine Therapieform der "offiziellen" Psychotherapie ist und damit auch von meiner Krankenkasse bezahlt wird.
...Noch ein Satz:wenn wir keinen Frieden mit unserem Ego haben-dann haben wir einen "Feind" in uns den wir ob bewußt oder unbewußt bekämpfen, abwerten, ablehnen,... ich halte es heute für unmöglich zu einem inneren Frieden zu kommen wenn ich "zuerst" einen Feind erledigen muß--das habe ich für mich erkannt als: Sichtweise des Ego über sich selbst.--in der Erfahrung der Einheit des ICH(Ego)BIN(mein Göttliches sein) erfahre ich das Ego-ICH als eine Polarität der Einheit.und diese Erfahrung schenkt mir Frieden und weitere persönliche Heilung.

Jutta Elisabeth sagte:
Lieber Wolfang
bei mir ist es so, daß ich nach 20 Jahren depressiver Grundstimmung-die ersten ca. 4 Jahre "Hölle"-wie du es sehr treffend beschreibst- meine Hölle hatte als Höchstmaß nie 100% sondern NUR 99,9% denn ich hatte vor dem Absturz schon Bücher eines Lehrers gelesen der mir das Gefühl des "hier erkenne ich mich selbst" geben konnte- dann langsamste Besserung durch Trost in Büchern in deren Inhalt/Schwingung ich mich weiter selbst erkennen konnte die mir das Gefühl gaben:" anscheinend gibt es doch eine Form von Realität die mir entspricht-in meinem alltäglichen Leben war mir das nicht möglich zu erleben. Nach 15 Jahren des Gefühls der Stagnation meiner äußeren und inneren Realität- kam vor 5 Jahren durch Teilnahme an einigen wenigen Seminaren das zarte Gefühl von Bewegung auf- und steigerte sich ins Happy End letzten Dezember- seit dem habe ich das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu haben- in der Realität- im Hier und jetzt angekommen zu sein-wie sich diese Entwicklung für mich anfühlte, davon kannst du dir wenn du Interesse daran hast in meinen anderen Beiträgen in diesem Forum ein Bild machen.Was mir noch wichtig ist zu sagen: ich kam vor ca. 6 Jahren mit Eckhart Tolles Büchern in Kontakt und auch mir gaben sie sehr viel Heilung-was ich aber jetzt-mit anderen Augen sehe als vorm letzten Dezember ist die Rolle die er dem Ego gibt-wenn er es als "gestört" bezeichnet-ist das -für mein jetztiges Erleben eine Schwingung die keine weitere Heilung möglich werden läßt- für mich geschah die entscheidende Heilung erst als ich Frieden mit meinem Ego FÜHLEN konnte.
Alles Liebe -ich weiß dich und mich und alles was ist in jedem Moment in Gottes Segen
Jutta Elisabeth
P.S.Swen`'s gute Erfahrung mit Weisheit des Körpers kann ich auch bestätigen, ich bin gerade mit "Focusing" in Berührung gekommen was diesen Ansatz hat und eine Therapieform der "offiziellen" Psychotherapie ist und damit auch von meiner Krankenkasse bezahlt wird.
Vielen Dank, Sven

presence sagte:
Hallo Wolfgang,

also richtige Psychiatrie-Erfahrung habe ich nicht, nur Asperger-Syndrom, das ich gerade in einer Gruppentherapie anschaue. Damit verbunden sind auch depressive Züge bis zum Selbstmord-Wunsch, aber ohne manische Phasen.
Dank Eckhart sind die Depriphasen, wenn nicht schwächer, so doch seltener geworden, und was du beschreibst mit 100% Leidensdruck = 0% Bewusstheit meine ich auch zu kennen. Zwar denke ich am tiefsten Punkt solcher Zustände "das ist jetzt der Schmerzkörper, ich schau ihn an, ich erlaube ihm, Teil dieses Momentes zu sein", aber das ist dann meist nur ein abstraktes, gelerntes Wissen, quasi selbst schon Teil einer gedanklichen Identifikation. Die wirkliche Bewußtheit muß also noch tiefer liegen. Schwierig, daraus keinen Gedanken zu machen, finde ich.

Verschiedene Gesprächstherapien haben nichts bewirkt, sie waren nur mühsam - wieder und wieder die gleichen Fragen, und das Gefühl, daß "darüber reden" einfach nichts hilft, so wenig wie Draufpusten bei einer schweren Verbrennung hilft.

Jetzt bin ich in einer Körpertherapie nach Gerda Boyesen (Biodynamik - ihr Buch heißt: "Über den Körper die Seele heilen", Kösel 1985) und Alexander Lowen. Und ich merke, das ist der Weg! Konsequent in den Körper gehen, alles fühlen DÜRFEN, jede Wut rausschreien,... super. Seitdem hat die Sucht nach Eckharts Worten auch ein bißchen nachgelassen, ich muß mich nicht mehr so an ihn klammern. Der Körper ist mein Lehrer, ich folge ihm einfach, so gut ichs verstehe.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch einen biodynamischen Therapeuten?

Besten Gruß

Sven

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