Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Gibt es hier Psychatrie-Erfahrene, psychisch „Gestörte”, (schwer) Depressive, die mit Tolle ein (Stück) ein Heilungsweg gefunden haben ?
Ich habe seit mindestens 20 Jahren psychische Störungen. Der Hauptakt ist der, dass ich im 24 Stundenwechsel emotional manisch und dann depressiv bin. In 48 Stunden erlebe ich also einmal den Himmel und tagsdrauf die Hölle. Seit 1996 war ich auf diversen Heilungspfaden - nachdem ich die Gesundheit (Herz-OP), den Beruf (EU-Rentner), die Frau , das Zusammenleben mit meinen Kindern, mein Haus und.....verloren habe. Keine dieser Verluste hat bei mir ein spontanes Erwachen bewirkt. Seit 2006 bin ich auf dem Weg mit Eckhart und habe mit ihm das meiste Heilende erfahren. Ganz geheilt war ich (fast) nie und jetzt werden die Höllen gerade wieder heisser, die Verzweiflungen/Identifikationen mit diesem Ego stärker, teilweise bis zu 100% (100% Leidensdruck= 0% Bewusstheit). Ich will hier nicht meine Geschichte mehr als notwendig erzählen, aber doch was finden: Leute mit ähnlichen Erfahrungen, bewältigter oder unbewältigter „Probleme”. Ich wollte das ICH/Ego mit „Eckharts Weg” umgehen/schwächen und damit eine noch länger andauernde Aufarbeitung (von Traumata ?) durch Psychotherapeuten vermeiden, die das ICH dann eh nur stärken und damit den unheilsamen Weg verlängern. Heute frage ich mich mehr als je zuvor, was von „meinen Problemen” wirklich ist, weil sie im Körper manifest abgespeichert sind und was von der „Illusion des EGO” zumindest teilweise lebendig gehalten wird ?
Ich habe keine Erwartungen an Problenlösungen !
Euer Wolfgang

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Antworten zu dieser Diskussion

Hallo Traumsonne,
dass Psychotherapie den Schmerzkörper nährt, glaube ich eher. Damals hatte ich noch keine Erfahrungen mit Schmerzkörpern. Ist das ein Widerspruch zu Oshos hier geäussertem Konzept, dass du erst ein EGO auf- und dann erst abbauen musst. Auch das "über das Ego hinausgelangen" ist für mich verschieden von "das Ego schwinden lassen", wie ich es fühle. Osho ist für mich sowieso der Mann mit den vielen Zungen, bei ihm kannst du viele entgegengestzten Meinungen Zustimmung finden ! Aber komisch: Wenn mein Geist sich "einfach nur reiben" will, lese ich auch dennoch Osho?
Vielen Dank an nTraumsonne und an alle anderen
Wolfgang
Wolfgang

traumsonne sagte:
Hallo Silence, hallo Thomas,
ich möchte Euch aus eigener Erfahrung absolut beipflichten. Ich bin an E.T.s Bücher gekommen nach einem längeren Leidensweg und intensiver psychotherapeutischer Selbsterfahrung. Ich war seinerzeit quasi reif und empfänglich für die Inhalte seiner Bücher. Rückblickend würde ich sagen, dass mir seine Bücher vor dieser Selbsterfahrung wenig (oder weniger) gebracht hätten, da mir wichtige Erkenntnisse über mich und, wenn ihr so wollt meinen Schmerzkörper, die mir heute sehr hilfreich sind, gefehlt hätten. Ich meine mich aber zu erinnern, dass E. T. das anders sieht. Korrigiert mich bitte, wenn das nicht stimmt. Denn eine Psychotherapie, die sich mit dem Schmerzkörper beschäftigt, nährt diesen und läßt ihn größer werden...oder so ähnlich. Was ich Wolfgang raten würde ist, SEINEN Weg zu gehen. Das er sich hier mit seinem Problem so offen zeigt finde ich ist ein sehr offener und mutiger Schritt und verdient Respekt. Es zeigt, dass er schon unterwegs ist, aber alles hat seine Zeit und ich Wünsche ihm auf seinem Weg alles Gute! Liebe Grüße
Thomas sagte:
Hallo Silence,

ich kann nur unterstützen, was du sagst.
Man muss zunächst einmal Stabilität mit seinem Ego erreichen, bevor man anfängt über es hinauswachsen zu wollen.

Osho sagte: Bevor man sein Ego überwinden kann, muss man es erst einmal haben.

Natürlich hat jeder Mensch ein Ego, das meinte er damit nicht. Er meinte, dass man einen Punkt erreichen muss, an dem man sein eigenes Ego als positive Kraft erlebt. Dass man Wünsche hat, Leidenschaften, dass man gerne lebt, sich in die Welt verwickeln lässt. Erst dann kann man es wagen, darüber hinaus zu gehen.

Eine Existenz, die von Schuld, Scham und Angst geprägt ist, erlaubt es nicht, sich spirituell zu entwickeln. Die Fälle, in denen man die Mauer nach unten hin durchstößt, wie es E.T. geschehen ist, sind selten.


Ich kann daher auch nur empfehlen, die Funktionsweise des eigenen Ego in einer Psychotherapie zu erfahren und die Knoten zu lösen, die einen in negativen Gefühlen festhalten.

Daher möchte ich auch Ullrich sagen: verschenke den Tolle nur dann, wenn dein Bekannter eine ausgesprochene Neigung zu spirituellen Themen hat. Besser wäre ein gutes Buch über Depressionen mit praktischen Tipps, das wirklich Mut macht.

Ich konnte erst dann anfangen zu meditieren, als ich durch Psychotherapie meinen neurotischen Geist soweit beruhigt hatte, dass er zur Stille und Selbstbetrachtung fähig war. Diese Stille ist unabdingbar für den spirituellen Weg. Solange der Geist aufgewühlt und ständig mit sich selbst beschäftigt ist, gibt es auch keine Stille.

LG

Thomas

Silence sagte:
Hallo Wolfgang,
ich habe sehr wohl Erfahrungen zwar nicht mit Depressionen, aber mit anderen Dingen, u.a. Angstzustände, psychsomatische Atemstörungen... Manchmal musste ich auch zu Psychofarmaka greifen. Die Probleme verfolgen mich praktisch seit Kindheit und ich habe viele "spirituelle" Methoden ausprobiert. Ich bin eine große Anhängerin von Eckhart Tolle und er hat mir einmal wirklich aus der tiefsten Tiefe geholfen. Aber! Die entscheidende Hilfe habe ich ausgerechnet bei der Psychotherapie bekommen. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. All die spirituellen Methoden sind sicher sehr gut, aber sie verdecken nicht das ganze Spektrum der menschlichen Psyche. Bei den meisten psychischen Störungen ist es NOTWENDIG, zuerst das "ich" zu stärken. Es gibt sogar so einen Ausdruck: "Um Nichts zu werden, muss man zuerst Etwas sein". Leider verstehen das viele Menschen, die bei psychischen Problemen sich mit dem Ego-Auslöschung beschäftigen, nicht. Das ist ein sehr verbreiteter Fehler. Wenn Du es nicht glaubst, lese bitte in der Integralen Theorie von Ken Wilber, da erklärt er ganz gut, warum es so ist. Wir alle haben etwas, was man in der Psychologie "das Schatten" nennt, was uns bewusst nicht zugänglich ist und was man manchmal nur mit Hilfe eines guten Therapeuten aufdecken und heilen kann. MIr hat es geholfen, dass ich parallel die Psychotherapie und die Meditation verwendet habe. Diese Kombination und eine sehr gute Therapeutin war für mich entscheidend. Jetzt kann ich mit zufriedenheit feststellen, das ich viel-viel stabiler geworden bin. Und wenn doch etwas auftritt, kann ich damit alleine und ohne Medikamente fertig werden. Mein großer Tipp für Dich: suche bitte einen guten passenden Psychotherapeuten auf. Was für eine Art der Psychotherapie, muss auch ein Spezialist entscheiden. Und habe keine Zweifel, das es für Dich heilsam ist.
VIel Glück,
S
Liebe Traumsonne,

das ist ja wirklich witzig! Bisher habe ich den Körper unbewußt verachtet, und selbst durch die Tolle-Lektüre bin ich nicht darauf gekommen, welches Verhältnis ich zum Körper habe. Erst in der Körpertherapie wurde mir klar, wie sehr ich ihn ausgeblendet habe. Jahrelang war er einfach nur lästig und störend: all diese Beüdrfnisse, immer muß man ihn füttern, die sexuellen Bedürfnisse halten mich nur vom Denken ab etc... Völliger Wahnsinn. Jetzt erlebe ich ihn wie ein sanftes, liebenswertes, treues Tier, das immer für mich da ist. Ich koche jetzt meinem Körper gern etwas Schönes, oft nach den Fünf Elementen (kochen? Vor drei Monaten wär eine Dose Fertiglinsensuppe das Höchste gewesen). Das Verlangen nach Sex ist weniger aufdringlich geworden, der Sex selbst ist viel schöner, bewußter, offener geworden. Ab und zu spüre ich die alten Wut-Zonen, vor allem in den Sehnen um die Kehle herum, dann mache ich den "Holzhacker", sogar auf offener Straße (keinen von den Schlafenden, die da draußen rumlaufen, scheint das zu stören). Ich liebe meinen Körper, und ich weiß, ich SPÜRE, er liebt mich auch. In der Form verhaftet? Vorher war nur Ablehnung da, das ist "negatives Anhaften". Die Liebe und Aufmerksamkeit, mit der wir uns jetzt gegenseitig beglücken, geht weit über Identifikation und positiver Anhaftung hinaus. Mein Körper hat keine Angst vor dem Sterben, er hat gar keinen Begriff davon - wie ein Tier. Nur "ich", der Denker, fürchtet sich davor. Die Angst wird schwächer, wenn ich meinen Körper bitte, mich das "ewige Leben" fühlen zu lassen.

LIebe Grüße, und alles Gute für deine Symbiose von Gerda und Eckhart,

Sven

traumsonne sagte:
Lieber Sven,
was Du schreibst verblüfft mich. Bei mir war es nämlich gerade umgekehrt. Ich habe eine biodynamische Körperpsychotherapie nach G. Boyesen gemacht und bin dabei an Grenzen gestoßen. Als ich dann E.T. gelesen habe, hatte ich das Gefühl,die Biodynamik nicht mehr zu brauchen. Ich hatte eher sogar das Gefühl, dass ich in dieser sehr körperbetonten Therapie eher dem Gegenständlichen verhaftet bleibe und mich nicht lösen kann. Was ich an der Biodynamik positiv fand war, dass Du eine Art Achtsamkeits-Training machst und Dich nur auf das was im Körper passiert konzentrierst, also dem Zustand des nicht denkens und der inneren Stille sehr nahe kommst. Da es allerdings bei der Biodynamik auch darum geht, negativ gespeicherte Gefühlsenergie zu mobilisieren und zu löschen, weis ich nicht ob das bei einer echten Psychose so ratsam ist! Da sollte man vielleich doch besser vorher den Rat eines Fachmannes/Fachfrau einholen. Liebe Grüße
presence sagte:
Hallo Wolfgang,

also richtige Psychiatrie-Erfahrung habe ich nicht, nur Asperger-Syndrom, das ich gerade in einer Gruppentherapie anschaue. Damit verbunden sind auch depressive Züge bis zum Selbstmord-Wunsch, aber ohne manische Phasen.
Dank Eckhart sind die Depriphasen, wenn nicht schwächer, so doch seltener geworden, und was du beschreibst mit 100% Leidensdruck = 0% Bewusstheit meine ich auch zu kennen. Zwar denke ich am tiefsten Punkt solcher Zustände "das ist jetzt der Schmerzkörper, ich schau ihn an, ich erlaube ihm, Teil dieses Momentes zu sein", aber das ist dann meist nur ein abstraktes, gelerntes Wissen, quasi selbst schon Teil einer gedanklichen Identifikation. Die wirkliche Bewußtheit muß also noch tiefer liegen. Schwierig, daraus keinen Gedanken zu machen, finde ich.

Verschiedene Gesprächstherapien haben nichts bewirkt, sie waren nur mühsam - wieder und wieder die gleichen Fragen, und das Gefühl, daß "darüber reden" einfach nichts hilft, so wenig wie Draufpusten bei einer schweren Verbrennung hilft.

Jetzt bin ich in einer Körpertherapie nach Gerda Boyesen (Biodynamik - ihr Buch heißt: "Über den Körper die Seele heilen", Kösel 1985) und Alexander Lowen. Und ich merke, das ist der Weg! Konsequent in den Körper gehen, alles fühlen DÜRFEN, jede Wut rausschreien,... super. Seitdem hat die Sucht nach Eckharts Worten auch ein bißchen nachgelassen, ich muß mich nicht mehr so an ihn klammern. Der Körper ist mein Lehrer, ich folge ihm einfach, so gut ichs verstehe.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch einen biodynamischen Therapeuten?

Besten Gruß

Sven
Hallo Wolfgang,

ich erlebe Verstand, Emotionen und Körper als ein Phänomen permanter wechselseitiger Interaktion. D.h. jeder Gedanke ist mit einem Gefühl gekoppelt und hat auch eine körperliche Ausprägung.
In Momenten des erwachenden Bewusstseins, richtet sich mein Wahrnehmungfokus auf eine dieser Ebenen oder auch auf ein Ereignis in der Außenwelt.
Welcher Bereich von der Präsenz aufgegriffen wird, ist für mich nicht steuerbar. Und genau darin liegt für mich eine Faszination, die im weiteren Verlauf stets in friedvollem Vertrauen mündet.
Warum ist das so? Fällt mir beispielsweise ein Gedanke auf, so habe aufgehört, zu hinterfragen, wie und warum es möglich sein kann, daß mein Aufmerksamkeitsfocus sich just auf meinen Verstand ausgerichtet hat und nicht auf einen oder mehrere der anderen genannten Bereiche; statt dessen greife ich diesen wertvollen Hinweis der Bewusstheit dankbar auf und genieße die Tatsache, daß ich diesen Moment intensiv und bewußt erleben darf.
Im Laufe der Zeit hat diese Praxis ein Vertrauen in die Richtigkeit dessen was geschieht in mir fundamentiert, das sich für mich als äußerst heilsam erweist. Es handelt sich hierbei um einen Prozess, der sich im Stillen vollzieht und wahrscheinlich gerade deshalb so nachhaltig wirkt.
Bezogen auf die von Dir geschilderte Situation erkenne ich folgenden Hinweis: Es ist wichtig, sich von den Inhalten des Denkens ein Stück weit zu lösen. Die Frage nach dem Grad der Wirklichkeit Deiner Probleme enthält keine Antwort. Eine solche Antwort wäre lediglich inhaltsbezogen. Jedoch die Tatsache, daß Du ganz bewußt eine Frage - gleich welchen Inhalts - gestellt hast, enthält den Schlüssel zu mehr innerem Raum. In diesem Raum ist immer genügend Platz; für Probleme und Lösungen, für erdachte Vergangenheiten und alles Zukünftige, für Mantras und No-Mind-Zustände, für Liebe, Freude und Trauer, kurz für alles was gedacht, gefühlt oder wie auch sonst immer wahrgenommen werden kann.

Im Zen heißt es: Ich würde Dir gern etwas bieten, um Dir zu helfen. Aber im Zendo haben wir absolut nichts.

Genau in dieser Leere liegt die heilsame Kraft verborgen, denn Du kannst nur genesen in an einem Ort, in dem Du auch krank sein darfst. Und dieser Ort heißt jetzt.

Liebe Grüße

k.
Vielen Dank Euch allen für eure Beiträge,
jetzt kommt ein HIGH LIGHT, seit mehr als 20 Jahren (bipolare) STÖRUNGEN bin ich im Moment STÖRUNGSFREI. Es gab in 2002 auch schon eine Unterbrechung davon für rund 40 TAGE. Und jetzt ist es seit 8 TAGEN WIEDER SO. Damals war kein Grund direkt sichtbar. HEUTE SCHON. Ich machte seit kurzer Zeit eine MAGNETSTRAHLENTHERAPIE, ingesamt 4x, zur Behebung von Störfeldern auf Zellebene . im Kopfbereich. Die ersten 3x mit der Frequenz von 2,47 Hz !!!!. Danach habe ich mehr Depris und Depri-Verstärkungen erlebt. Nach dem 4.ten x mit einer Frequenz von 9,88 Hz, also der 4-fachen Menge trat keine Depri mehr auf, also ist 4x das RAUF (Manie !?) und 4x das RUNTER (Depri !) entfallen. In 2002 war 20x RAUF und 20x RUNTER entfallen. Dies sind die einzigen Pausen seit 1991. Ich geniesse die momentane Pause trotz stärkerer körperlicher Beschwerden im Kopf. Irgendwie staune ich seit ein paar Tagen, nachdem ich das 1.te fehlende RUNTER auch erst am 3.Tag (?) bemerkte. Irgendwie staune ich noch immer und mein Verstand steht still. Mein STAUNEN möchte ich gerne mit Euch teilen.
Liebe Grüsse AN ALLE
Wolfgang
Lieber Wolfgang,
ich lese gerade ein interssantes Buch von einem bekannten und sehr erfahrenen Psychiater (er ist übrigens auch ein Theologe, also auch nicht ohne spirituellen Hintergrund). Wegen diesem Buch habe ich meine Einstellung zur Psychiatrie geändert und bin nicht mehr so misstraurisch wie früher. Er beschreibt eine Krankheit die er als "bipolare Depression" bezeichnet, und die Symptome sind sehr ähnlich, wie Du es geschildert hast. Aus dem Buch habe ich verstanden, das es psychische Krankheiten gibt, die irgendwie mit der Stoffwechselstörung im Gehirn verbunden sind, die Biochemie stimmt nicht mehr, und da kann man ohne Medikamente kaum auskommen. Als Menschen wissen wir alle doch, es gibt eben verschiedenen Krankheiten, die der spirituelle Weg allein nicht bewältigen kann. Wenn es um die physische Probleme geht, wie z.B. ein Magengeschwür, dann weiß man ganz genau, nur zu beten hilft nicht, man muss zum Arzt. Aber erstaunlicherweise nimmt man die Krankheiten im Organ Gehirn nicht immer ernst.
Ich bin auf gar keinen Fall Spezialistin für diese Sachen, ich gebe dir nur die Information darüber. Was Du damit machst, ist Deine Entscheidung. Da hast Du Deine freie Wahl (angeknüpft auf eine andere Diskussion von Dir ;-)))
Hallo Wolfgang. Es freut mich das du so offen bist, was ein deutliches Zeichen fürs Bewusstsein ist das spricht.

Ist dir aufgefallen, dass du schreibst: "Ich wollte das ICH/Ego mit „Eckharts Weg” umgehen/schwächen und damit eine noch länger andauernde Aufarbeitung (von Traumata ?) durch Psychotherapeuten vermeiden, die das ICH dann eh nur stärken und damit den unheilsamen Weg verlängern."

Hälst du das Ego eventuell für einen kleinen Feind der in deinem Kopf sitzt? Das habe ich eine gewisse Zeit getan. Aber das Ego ist eine Illusion und damit Nichts reales. Wenn du gegen etwas kämpfst das es nicht gibt erschaffst du es. Bei mir war es so, dass ich mich immer mehr in einen Kampf gegen diesen immaginären Feind hineingesteigert habe.

Fakt ist aber, wenn du die Angst die das Ego, die das Übermaß an Denken in Dir erzeugst bekämpfst, einen Widerstand gegen die negativen Emotionen aufbaust bleiben Sie bestehen, bzw. verschlimmern sich.

Ein Wort hilft und es heißt JA. Wenn du Angst hast... ja dann hast du Angst. Nimm es an. Nimm Alles an was Dich stört, was Dich blockiert und sag Ja dazu. Ich weiß aus eignener Erfahrung das das schwer ist, weil dein Denken sagt: "Aber ich kann doch das was mich stört nicht annehmen", aber mit dem Gefühl schaffst du es.

Ja zu etwas zu sagen heisst es anzunehmen, heisst den jetzigen Moment anzunehmen wie er ist und das bringt Dich ins Jetzt ins Gefühl und in die Freiheit im Inneren.

Wichtig ist das du dir klar machst: "Ich bin nicht was ich denke. Alle meine Gedanken dürfen sein. Meine Angst darf sein.
Wenn du aus dieser Haltung heraus genau in Dich hineinschaust, wirst du mit dem annehmen von dem was sit es nicht bekämpfen und schwächen wie du sagst, sondern du löst es Schritt für Schritt auf. Aber lass dir Zeit dazu, denn nur bei den Wenigsten funktioniert das von Heute auf Morgen so wie bei Eckhart.

Gruß
Das ICH entspricht dem Sein (die Lücke zwischen den Worten), das EGO dem Ich will haben. Das Bewusstsein (im Huna das mittlere Selbst) umarmt beide und arbeitet mit dem Ego, das verhaftet reagiert aus dem unteren Selbst. Wenn man lernt das mittlere Selbst mit dem unteren Selbst (das innere Kind) zu verbinden und das beinhaltet, Annehmen, Willkommenheißen und Vergeben (mir und anderen und zwar alles) dann kann die Verbindung zum höheren Selbst statt finden.

Das was ich vermeiden oder unbedingt erreichen will, wird der Widerstand sein, d.h. das Gegenteil wird sich erfüllen (da stimme ich mit allen Punkten vom friedvollen Krieger überein).

Den inneren Frieden kann ich nur erreichen, wenn ich alles annehme, akzeptiere wie ich bin (vergebe), dem Großen und Ganzen übergebe, offenen Herzens hier bin und damit loslasse. Und ich darf mir Zeit lassen. Denn ich bin

Programmierungen innerhalb des Körpers konnte ich mit der Körperreise aufhellen - The Journey von Brandon Bays.
Ich konnte dadurch Lösungen finden, die ich alleine mit meinem Verstand nie entdeckt hätte.

Alles zusammen, Eckhart Tolle, Brandon Bays, Bruce Lipton, Candance Perth etc. finde ich in der Lehre der Huna wieder. Und diese Lehre übertrug sich vom alten Ägypten in den Osten (Buddhismus) bis in den Westen (Hawaii) und kommt heute bei uns an. Alles vereint sich.

Die Essenz, IKE, du bist, was Du denkst und die Welt ist so, wie du denkst, - KALA, du begrenzt dich selbst durch deine Gendanken, - MAKIA, Energie folgt der Aufmerksamkeit, - MANAWA, jetzt ist der Augenblick der Macht, - ALOHA, Tue alles aus Liebe, - MANA, alle Macht liegt im Innen, - PONO, die Wirksamkeit ist das Maß der Dinge

Es gibt allerdings auch karmische Herausforderungen. Ein Schamane weiß, wie man damit umgehen kann. Wenn Flüche Generationen scheinbar beherrschen, man mit einem negativen Gedanken aus dem Leben gegangen ist, u.a. dann will dies gelöst werden. Nicht umsonst gibt es z.B. auch Familienaufstellungen, die anscheinend über "magische" Wege wirken.

"Gendanken" ..... auch nett oder nicht?
Denn nicht die Gene sind "schuld", sondern wie wir mit unseren Gedanken umgehen.
Die Programmierung liegt auf den Zellmembranen. Und da gibt es Wege, diese umzuprogrammieren ;o))



Friedvoller Krieger sagte:
Hallo Wolfgang. Es freut mich das du so offen bist, was ein deutliches Zeichen fürs Bewusstsein ist das spricht.

Ist dir aufgefallen, dass du schreibst: "Ich wollte das ICH/Ego mit „Eckharts Weg” umgehen/schwächen und damit eine noch länger andauernde Aufarbeitung (von Traumata ?) durch Psychotherapeuten vermeiden, die das ICH dann eh nur stärken und damit den unheilsamen Weg verlängern."

Hälst du das Ego eventuell für einen kleinen Feind der in deinem Kopf sitzt? Das habe ich eine gewisse Zeit getan. Aber das Ego ist eine Illusion und damit Nichts reales. Wenn du gegen etwas kämpfst das es nicht gibt erschaffst du es. Bei mir war es so, dass ich mich immer mehr in einen Kampf gegen diesen immaginären Feind hineingesteigert habe.

Fakt ist aber, wenn du die Angst die das Ego, die das Übermaß an Denken in Dir erzeugst bekämpfst, einen Widerstand gegen die negativen Emotionen aufbaust bleiben Sie bestehen, bzw. verschlimmern sich.

Ein Wort hilft und es heißt JA. Wenn du Angst hast... ja dann hast du Angst. Nimm es an. Nimm Alles an was Dich stört, was Dich blockiert und sag Ja dazu. Ich weiß aus eignener Erfahrung das das schwer ist, weil dein Denken sagt: "Aber ich kann doch das was mich stört nicht annehmen", aber mit dem Gefühl schaffst du es.

Ja zu etwas zu sagen heisst es anzunehmen, heisst den jetzigen Moment anzunehmen wie er ist und das bringt Dich ins Jetzt ins Gefühl und in die Freiheit im Inneren.

Wichtig ist das du dir klar machst: "Ich bin nicht was ich denke. Alle meine Gedanken dürfen sein. Meine Angst darf sein.
Wenn du aus dieser Haltung heraus genau in Dich hineinschaust, wirst du mit dem annehmen von dem was sit es nicht bekämpfen und schwächen wie du sagst, sondern du löst es Schritt für Schritt auf. Aber lass dir Zeit dazu, denn nur bei den Wenigsten funktioniert das von Heute auf Morgen so wie bei Eckhart.

Gruß
Hallo Wolfgang,
wir reden hier so intensiv über dies und das... Gerade habe ich bemerkt, daß du einmal über deine Therapie und die positiven Veränderungen in deinem Zustand berichtet hast. Ich habe diesen Beitrag leider übersehen...
Und danach haben wir lange nichts von dir gehört.
Wie geht es dir gerade?
Lieber Wolfgang,

ich bin vor drei Jahren an einer schweren Depression erkrankt, ich wollte mir das Leben nehmen. Ich wusste in der schweren Depression nicht wirklich was genau schief lief mit mir, aber es lief ganz viel schief. Mein Umfeld, meine Freunde und mein damaliger Partner wollte mir helfen - ich wollte nur noch das Denken abstellen und sah in nichts mehr Sinn.
Letztlich habe ich mich selbst in die Psychiatrie einweisen lassen. Ich hatte das, was ich nie wollte, wovor ich immer davon gelaufen bin, ich war auf Hilfe von anderen angewiesen. Es tat gut unter gleich Gesinnten zu sein und ganz normalen Leuten die einfach erkrankt sind. Die Psychiatrie ist ein Krankenhaus für Menschen deren Gehirnstoffwechsel aus der Bahn gekommen ist oder die unter anderen psychischen Krankheiten leiden.

Ich hab nach dem Klinikaufenthalt eine Psychoanalyse (drei mal die Woche) begonnen, hab dann das Anti-Depressiva noch für ein Jahr weiter genommen und es dann abgesetzt.
Ich hab meine Ausbildung beendet und bin nun dabei mein Abitur auf zweiten Bildungsweg nach zu holen, in gut einem Jahr hab ich es in der Tasche. Ich treibe drei mal die Woche Sport und gehe zur Therapie.

Im Sommer endet meine Therapie (sie ging drei Jahre lang). Vor zwei Monaten kam ich in eine tiefe Sinn-Krise. Ich wollte nur noch sterben. Die Gedanken von damals finden wieder an. Mein altes Anti-Depressiva hat mir dagegen nicht helfen können.
Ich war sehr verzweifelt, hab Gott um Hilfe ersucht. Dann bin ich völlig feritg in diesen Buchladen gegangen und bin direkt auf das Buch von E.Tolle gestoßen - ich find darin an zu lesen. Als er erzählte, dass er selbst mit sich nicht mehr leben wollte und er dann eines Nachts diesen Frieden für sich in seinem Inneren empfunden hat, da hab ich mir das Buch gekauft.

Ich hab nun zwei Bücher und zwei DVD`s von Tolle gesehen und gelesen und freue mich Tolle im Oktober live erleben zu dürfen.

Was ich dir sagen möchte ist, Wolfgang, ich kann verstehen, dass es oft sehr schwer für dich sein muss. Aber du bist auf einen guten Weg. Lass dir selbst all die Hilfe zukommen die du brauchst, wenn du merkst, dass du professionelle Hilfe brauchst, dann lass sie dir zukommen.

Wichtig ist, dass du gut auf dich aufpasst und dass du deine Krankheit akzeptierst. Das hab ich damals getan. Ich hab mich über jeden noch so kleinen Fortschritt gefreut und die Rückschritte nicht als Rückschritte gesehen, da ich wusste, dass ich danach wieder Fortschritte machen werde.

Alles Liebe

Jasmin
Lieber Ulrich,

ich halte das für eine gute Idee. Ich würde ihm nur vielleicht Jetzt! von E.Tolle schenken, das hat mir zumindest geholfen, bzw. ich konnte es eher annehmen, da ich gelesen habe, dass er ja selbst unter Depressionen litt. Ich denke das wäre ein guter Ansatz, dass der Freund es vielleicht dann auch lesen möchte.

Lg Jasmin
Hallo mein lieber "Leidensfreund",
du bist mir 30-40 Jahre voraus. Heute im achten Jahr meines vierten Lebens (= vierten massiven Bewusstseinsprung), weiss nichts von der Art der jeweils früheren Bewusstseinsstufen. Mit 21 Jahren war ich sowas von unbewusst. Da bist schon sooooo weit !!!!!!
ZU " Vielleicht sollte ich einfach alle sorgen beiseite werfen, das materielle Leben loslassen und loswandern. Ohne Geld, ohne Zukunft, einfach alleine mit der Gegenwart... Keine Problemlösungen, einfach was in mir vor geht." möchte ich dir nur zureden oder vielleicht auch "es geschieht, wie es geschieht und dann gibt es weder Stolz noch Scham, weder Erfolg noch Verantwortung für mich. Liebe Grüsse Wolfgang
Hallo Ihr Lieben,
alle die ihr mir geantwortet habt. Wie es mir geht, (Silence) ? Viel besser als im Schnitt der letzten 20 Jahre ! Ich erkenne immer mehr und doch verstehe ich (oft) nicht ! Wenn ich z.B. so starke "negative" Gefühle habe, aber keine dazugehörigen Gedanken erkennen kann, Ich erkenne dies, meine, nicht identifiziert zu sein, aber die Gefühle (z.B. Trauer) sind körperlich - wie letztlich doch auch geistig - überwältigend. Aber es ist wie es ist. Mit dem Verstand kann ja eh nur Begreifbares beschreiben, meine Innenwelt ist unbeschreiblich, unerklärlich. Und trotzdem freue ich, dass Du dies liest, verbunden bist. LIEBE(S)GRÜSSE von Wolfgang

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