Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hallo Laternenträger,

mich interessiert die Frage, ob das Beobachten von Gedanken respektive Gefühlen die gleiche Qualität aufweist wie ein gedankenfreier Zustand (No-Mind), den zu erreichen mir offen gestanden nicht ganz leicht fällt.

Respektvolle Grüße

Kai

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo fool,

danke für Deinen überaus interessanten Beitrag zum Thema "universelle Stille". Deine Hinweise auf die Begrenztheit der menschlischen Wahrnehmung, aber auch das Aufgreifen des Hintergrundrauschens halte ich für aufschlußreich und inspirativ.
So relativiert z.B. die Tatsache, daß meine Katze akustische Phänomene wahrnimmt, die zu erfassen für mich unmöglich ist, den vermeintlichen Wahrheitsgehalt all dessen, was ich registriere, gehörig.
Dessen eingedenk ist mir bewußt, daß es Aspekte des Seins gibt, die meine Wahrnehmungsmöglichkeiten übersteigen. Im Tao-Te-King heißt es: "Um sein Nichtwissen wissen, ist das Höchste; sein Nichtwissen für Wissen halten, ist krank". Für mich beinhaltet dieser Gedankengang einen wichtigen Fingerzeig. Genauer gesagt, halte ich die Akzeptanz der Unwissenheit für einen Schlüssel zur Hingabe. Denn was ist Hingabe anderes, als die Akzeptanz des Vergänglichen und somit jeglicher Begrenztheit in Kombination mit dem tiefen Vertrauen darauf, daß aus eben jenem Vergehen in einem unbegreiflichen, schöpferischen Akt immer wieder Neues hervorkommt. Anders formuliert: Wenn ich akzeptiere, daß Wissen stets im Nichtwissen mündet, bin ich laut der alten Schriften in der richtigen Richtung unterwegs.
Nun mag es sich in diesem Moment so verhalten, daß das Letzte, was wir vom Universum wahrnehmen können, das Hintergrundrauschen ist; allerdings ist im gleichen Augebenblick auch ein "Wissen" in mir lebendig, das mir sagt, daß jenes Rauschen nur die Textur der Oberflächen dessen ist, was sich tatsächlich dahinter verbrigt. Zu akzeptieren, daß diese Ahnung nicht rational begründbar respektive das, worauf sie sich bezieht, mit dem Verstand nicht begreifbar ist, fällt mir leicht. Denn ich empfinde es nicht als nachteilig, die Unendlichkeit des Raumes oder die Zeitlosigkeit nicht begreifen zu können. Ganz im Gegenteil üben gerade derlei Unwägbarkeiten eine enorme Faszination auf mich aus. Mich dieser Faszination hinzugeben, hinterläßt in mir stets ein Gefühl der Befreiung von einer übergebührlichen Anhaftung an Formen. Umgekehrt ist mir natürlich auch bewußt, daß es mir im Rahmen meiner vermeintlich gegenwärtigen Wahrnehmungsmöglichkeiten nicht vergönnt ist, gänzlich von der Form zu lassen. Dies gelingt vermutlich erst in dem Augenblick, da es nicht mehr unfaßbar ist, daß Zeit nur in unserer Vorstellung existiert, oder der Raum unendlich still ist. Und genau das - da bin ich mir absolut sicher - geschieht immer jetzt.

Liebe Grüße

k.
@ Kai (mich interessiert die Frage, ob das Beobachten von Gedanken respektive Gefühlen die gleiche Qualität aufweist wie ein gedankenfreier Zustand (No-Mind), den zu erreichen mir offen gestanden nicht ganz leicht fällt.)

Meinst du den Unterschied zwischen Bewusstseinszuständen und Bewusstheit ?
LG, Andreas
Hallo Andreas,

so wie ich es aktuell auffasse, ist Bewusstheit das, womit ich mich durch verschiedene Bewusstseinszustände verbunden fühlen kann, oder wovon ich mich im unbewussten Zustand getrennt wähne.
Ich glaube, mit diesem Satz habe ich mir meine Frage gerade selbst beantwortet. Denn das Gefühl der Verbundenheit mit der Bewusstheit - dem universellen Prinzip - hat für mich eine uneingeschränkte Qualität.

Hab' Dank für Deinen Denkanstoß.

Netter Gruß

k.

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