Seit vielen, vielen Jahren bin ich, anfangs ohne dieses direkt zu wissen, auf einem Weg des inneren Wachstums und der Veränderung. Seit der Lektüre von E. T. hat sich bei mir, ich will es mal vorsichtig nennen: "Wie eine Pforte zu höherer Bewußtheit geöffnet". Mir persönlich hat es ein großes Gefühl innerer Freiheit gegeben. Problematisch ist jedoch, dass diese neue Bewußtheit und Einsicht mein Denken und auch Handeln im Alltag und v.a. im Berufsalltag beieinflußt. Insbesondere, da meine Tätigkeit mit der Behandlung von Menschen zu tun hat, die an körperlichen Schmerzen leiden. Da der Begriff Schmerz für mich eine völlig neue Definition gefunden hat ebenso wie der Weg aus dem Schmerz heraus, fällt es mir nun schwer, an meinen alten konventionellen Behandlungsstrategien festzuhalten. Andererseits kann ich nicht erwarten, jeden meiner anvertrauten Personen zu "Tolle-Jüngern" zu wandeln und sie mit ihren Schmerzen auf den Weg der Erleuchtung schicken. Ich habe das Gefühl der Notwendigkeit eines kompletten Paradigmenwechsels in meiner Behandlunsmethode, würde mir dadurch aber vollkommen meine derzeitige Existenzgrundlage unter den Füßen weg ziehen.Kann mir da jemand aus diesem Dilemma helfen.

Tags: arbeit, bewußtseinswandel, und

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Liebe Traumsonne,

spontan kam bei mir die Antwort: Es ist gar nicht nötig, daß du irgendetwas änderst. Es genügt, wenn du in dem Gefühl innerer Freiheit ruhst, während du deine Arbeit tust. Dann fließt diese höhere Bewußtheit von selbst in das ein, was du tust und ändert die Qualität deiner Arbeit. Es ist nicht nötig, sogar hinderlich, deine Patienten über den "Weg der Worte und des Denkens" heilen zu wollen, denn das funktioniert nicht. Wenn du ihnen erzählst, daß das Annehmen ihrer Schmerzen ihnen so etwas wie "Erleuchtung" bringen könnte, würde der Verstand der meisten sofort sich dagegen wehren. Bewußtseinswandel kann man nicht erzwingen, schon gar nicht bei anderen. Nicht du bist der Lehrer deiner Patienten, sondern ihre Schmerzen.

Vielleicht erlaubt es deine Arbeit auch, daß du einfach manchmal bei einem Patienten bleibst, und ihm deine stille Aufmerksamkeit schenkst. Vielleicht kannst du seine/ihre Hand halten, auch wenn er/sie gerade schläft. Einfach dasein, den eigenen inneren Körper fühlen. Das aktiviert dieselbe Präsenz beim anderen.

Liebe Grüße,

Sven

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Lieber Sven,
vielen Dank für Deine prompte Antwort! Wie sollte es auch anders sein, die Lösung ist im Grunde ganz einfach. Manchmal sieht man aber den Wald vor Bäumen nicht, daher bin ich Dir für diese "Erleuchtung" sehr dankbar. Du hast außerdem vollkommen Recht, wenn Du sagst, dass man nichts erzwingen kann. Da habe ich mich wohl vor lauter Begeisterung von dem was mit mir passiert hinreißen lassen. Vielen Dank an Dich auch für diese Erhellung.
Liebe Grüße und herzlichen Dank!!!

presence sagte:
Liebe Traumsonne,

spontan kam bei mir die Antwort: Es ist gar nicht nötig, daß du irgendetwas änderst. Es genügt, wenn du in dem Gefühl innerer Freiheit ruhst, während du deine Arbeit tust. Dann fließt diese höhere Bewußtheit von selbst in das ein, was du tust und ändert die Qualität deiner Arbeit. Es ist nicht nötig, sogar hinderlich, deine Patienten über den "Weg der Worte und des Denkens" heilen zu wollen, denn das funktioniert nicht. Wenn du ihnen erzählst, daß das Annehmen ihrer Schmerzen ihnen so etwas wie "Erleuchtung" bringen könnte, würde der Verstand der meisten sofort sich dagegen wehren. Bewußtseinswandel kann man nicht erzwingen, schon gar nicht bei anderen. Nicht du bist der Lehrer deiner Patienten, sondern ihre Schmerzen.

Vielleicht erlaubt es deine Arbeit auch, daß du einfach manchmal bei einem Patienten bleibst, und ihm deine stille Aufmerksamkeit schenkst. Vielleicht kannst du seine/ihre Hand halten, auch wenn er/sie gerade schläft. Einfach dasein, den eigenen inneren Körper fühlen. Das aktiviert dieselbe Präsenz beim anderen.

Liebe Grüße,

Sven

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Lieber Kalle,
vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Link. Ich habe mir das Video mehrfach angehört und mußte erst einmal sortieren, was E. T. da überhaupt zum Ausdruck bringt. Wenn man mit Menschen arbeitet, dann kommt man am Thema des "spirituellen Erwachens" doch nicht vorbei, denn laut E. T. ist nur hierdurch echte Heilung möglich, also nicht nur vorübergehende Heilung von Symptomen. Voraussetzung hierfür wiederum ist, dass der "Heiler" zuerst die innere Stille in sich findet. Also komme ich nicht daran vorbei. Es wird schwierig sein in der täglichen Praxis des Behandelns mit dieser Ebene der inneren Dimension mit der doch auch vorhadenen Ebene der "Formen", an der man nicht ganz vorbei kommt und über die man ja zumindest anfangs mit dem Menschen kommuniziert, umzugehen. Schließlich muß man die Menschen, mit denen man arbeitet, ja da abholen, wo sie sich befinden und kann nicht erwarten, dass es allen sofort leicht fällt in den Raum dieser inneren Dimension einzutreten, geschweigedenn dazu überhaupt bereit oder auch reif zu sein. Natürlich bin ich mir darüber bewußt, dass man nicht allen Menschen helfen kann und dass es auch hier wiederum darum geht, Grenzen anzunehmen, so schwer das auch manchmal fällt. Ich denke das wird allen Menschen, die in Heilberufen tätig sind, ob sie nun spirituelle Ambitionen haben oder auch nicht, genauso gehen.
Vielen Dank an Dich nochmals und liebe Grüße!

Kalle sagte:

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