Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Hallo Laternenträger,

manchmal, wenn es mir nicht so recht gelingen will in die Stille zu kommen, sind mir Mantras als Hilfsmittel eingefallen. Da die populärste in mir noch aktive Widerstandsquelle meine Erwartungshaltung mir selbst gegenüber ist, dachte ich, daß ein Mantra vielleicht eine gute Möglichkeit darstellen könnte, die Illusion innerlicher Getrenntheit (ich und mich) sowie zeitbehaftete Gedankenaktivität zu neutralisieren. Vielleicht hat jemand schon entsprechende Erfahrungen mit Mantras gesammelt?
Würde mich freuen, wenn das Thema für den einen oder anderen von Interesse ist und ihr mir entsprechende Hinweise und Anregungen geben könntet.

Respektvolle Grüße

Kai

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Antworten zu dieser Diskussion

allo Kai,
wenn ich dich recht verstehe, geht es dir darum "in die Stille" zu kommen. Ich kenne Mantras, doch sie sind für mich kein Hilfsmittel "in die Stille zu kommen", denn statt dem ganzen Gedankenkram, der sich sonst durch den Geist bewegt, läuft, wenn man Mantren rezitiert, dann halt das Mantra durch den Geist. Okay, die Einen würden sagen: besser als "normale nicht so hoch schwingende Gedanken". Aber für mich ist dadurch quasi nur der eine Gedankenlärm gegen etwas anderes ausgetauscht.
Aus meiner Erfahrung her ist Stille immer. Oft jedoch erscheinen in der Stille Gedanken, Geräusche, Gefühle usw, doch letztlich ist sie davon nicht berührt. Wir nehmen sie halt nicht wahr, weil wir unseren Fokus auf den Geräuschen haben.
Genau wie wenn dich jemand fragt, schau in den Himmel und sag mir was du siehst. Die meisten würden antworten: Wolken, ein vorbei fliegendes Flugzeug oder Mond und Sterne. Die wenigsten sagen: der Himmel, das Firmament, in dem Wolken und Sterne usw. erscheinen.
Mein Tip wäre, damit einfach wahrnehmend, beobachtend zu sein / zu meditieren. Du wirst die Stille bemerken, in der dies alles aufkommt und vergeht / geschieht. Konzentrier dich letztlich nicht auf die Wahrnehmungen, sondern schau, WER das alles wahrnimmt. Und wenn du wirklich dahin schaust, siehst du, daß nichts voneinander getrennt ist. Dies erkennst du als Illusion. Gaia weist in seinen Satsangs darauf immer sehr klar und direkt hin. Vielleicht schaust du dir einen seiner Satsangs mal auf jetzt-tv.net an. Was er da sagt, hat mir sehr geholfen.
Lieber Kai,

gratuliere zum Aufspüren deiner Widerstandsquelle! Sie ist dein Mantra.

Liebe Grüße

Sven
Hallo Caro, Hallo Sven,

erst einmal Danke für Eure Zuschriften.
Caro, Du hast genau verstanden was ich meinte: Gedanken durch Gedanken sprich ein Mantra austauschen - das war meine Unsicherheit und der Grund meiner Frage. Ich habe das mit dem Mantra heute morgen einmal ausprobiert und hatte just die gleiche Erfahrung gemacht, die Du mit Deinem "Himmelsbild" zum Ausdruck gebracht hast. Ich will es einmal so formulieren: Eine allgegenwärtige Stille umhüllte in unendlicher Tiefe den immer wieder erneut verebbenden Klang des Mantras. Interessant für mich - hinsichtlich meiner Erwartungshaltung - war der Aspekt, daß ich durch die Verwendung des Mantras gezwungen war Gedankenaktivität dosiert zuzulassen. Ich hatte also keine Möglichkeit einen No-Mind-Zustand anzustreben. Das führte dazu, daß sich meine Aufmerksamkeit selbsttätig stetig stärker auf die Stille richtete, und es mir im Verlauf der Meditation immer häufiger gelang, das Mantra loszulassen. Vielleicht gelingt mir diese Loslassen ab jetzt ja öfter. Schliesslich ist es mir vermittels dieses Umweges geglückt, auf mein Streben zu verzichten und die Stille in mir intensiver zu erleben. Ich glaube das ist im Augenblick meine wichtigste Lernaufgabe.
Habt Dank für Eure wohlwollende Unterstützung.

Liebe Grüße an Euch

Kai
Hallo Kerstin,

erst einmal vielen Dank für Deine lebendige Schilderung. Da steckt wirklich viel positive Energie drin :-). Was einen gesteigerten Energielevel anlangt: Das kenne ich allzu gut. Aktuell bin ich beruflich in einer äußerst spannenden Phase, in der meine organisatorischen und strukturierenden Fähigkeiten nützlich sind. Meine Arbeit macht mir zur Zeit enormen Spaß und ich bin - häufig ohne offensichtlichen Grund - voller Zuversicht. Natürlich ist es mir in solchen Momenten kaum möglich, mein Denken ausklingen zu lassen - ist es doch ein Teil des Moments. Und das ist auch gar nicht nötig, da ich meine geistige Aktivität als produktiv, dynamisch, engeriegeladen und lebendig empfinde. Ich glaube, letztlich ist es unwesentlich, wie man zur Seinsfreude gelangt - ob mit oder ohne denken, still innerlich lächelend oder durch Musik und Tanz ...

Liebe Grüße an Dich

k.
Hi Phönix aus der Asche, das ist WUNDERBAR.
Dir ein schönes WE, Andreas

Aschenputtel sagte:
hey kai,

...viele wege führen nach rom....:-)

ich habe folgendes erlebt: nach einer woche im satsang bei samarpan wollte ich zu hause nach der arbeit auch in die stille kommen aber in mir war soooo eine lebensfreude und soooo eine fröhliche energie, dass ich nicht in stille sitzen konnte, das war völlig absurd bei einem so starken energielevel, dann hab ich die cd von dave stringer divas und devas angemacht und fing an zu tanzen in meiner kleinen küche - auf der cd werden mantren gesungen und gespielt, sehr eindringlich, weil es ja über mehr als eine stunde ständige wiederholungen gibt und plötzlich bemerkte ich, wie sich mein körper "von alleine" bewegte zur musik, es war mehr so ein schaukeln und dann machte es PENG und ich war im "samadhi" jedenfalls hat mir samapan dann erklärt, dass das ein samadhi war. ich hab ihm nur erzählt, was da passiert ist. es war der hammer und dauerte zwei tage.
und - ich stresse mich nicht mehr aus dem denken heraus zu kommen, ich sage millionen mal das wort LIEBE im stakkatotempo vor mich hin und das bringt mich immer ins jetzt und dann bin ich im herzen und im fühlen un da hört das denken dann von alleine auf..........
ganz herzliche grüße und viel spaß weiterhin kerstin
Hallo Kai,

ich bin im Mantra-Chor Berlin.
Das meditativen Singen gibt mir Ruhe und Stille.... wie bei der Meditation ...manchmal dauert es eine Weile,
bis ich den Kern in mir finde, manchmal kann ich mich schneller
öffnen und ins Herz gehen, raus aus den Kopf, raus aus dem Ego, der alles
bewerten muss. Die Glückseligkeit ist im Inneren und das Außen ist das
Gesetzt der Resonanz.

Schau mal auf www.eli-berlin.de

Alles Liebe
Marita
Marita Rosowski sagte:
Hallo Kai,

ich bin im Mantra-Chor Berlin.
Das meditativen Singen gibt mir Ruhe und Stille.... wie bei der Meditation ...manchmal dauert es eine Weile,
bis ich den Kern in mir finde, manchmal kann ich mich schneller
öffnen und ins Herz gehen, raus aus den Kopf, raus aus dem Ego, der alles
bewerten muss. Die Glückseligkeit ist im Inneren und das Außen ist das
Gesetzt der Resonanz.

Schau mal auf www.eli-berlin.de

Alles Liebe
Marita

Hallo Marita,

hab Dank für Deine Schilderung und Deinen Hinweis.
Je mehr ich mich von meinen Vorstellungen von Stille oder Seinfreude löse, desto intensiver erlebe ich alles. Die Stille in mir hat plötzlich viel mehr Tiefe und auch Freude fühlt sich lebendiger und vitaler an - vor allem wenn sie sich mit Trauer mischt, denn da ist kein Zuviel oder Zuwenig - wo früher Unausgewogenheit und Verunsicherung herrschte, ist heute Balance und Vertrauen.

Liebe Grüße

k.
Liebe Traumsonne,

hab' vielen Dank für Deinen umfangreichen Beitrag, der mich ausgesprochen positiv beeindruckt und angesprochen hat.
Nachdem ich ihn gelesen habe, wurde es zunächst still in mir. Dann bin ich ein paar Schritte auf- und abgegangen und spürte, daß der Klang der Saite, die Dein Betrag in mir angeschlagen hatte, noch nachklingt. Dabei kam mir eine Zeile aus dem Song "Seine Straßen", von Xavier Naidoo in den Sinn: "... Du mußt ihn (Gott/den gegenwärtigen Moment) suchen, denn vielleicht bist Du's, den er benötigt um seine Straßen zu bauen, den er braucht, um sein Heer zu vermehren ...".
Das klingt im ersten Augenblick vielleicht ein wenig befremdlich; denn gerade emsiges Suchen führt in aller Regel zu einer Überlagerung des gegenwärtigen Moments durch die Zeit (Zukunft). Jedoch glaube ich, daß dieser Textausschnitt auch anders verstanden werden kann. Zum Beispiel indem man seine Suche - ich erinnere an dieser Stelle an die Meditation "Die Ankunft des Meisters" - in Form einer ständigen Bereitschaft für den gegenwärtigen Moment betreibt. In diesem Fall wird man ihn (Gott/den gegenwärtigen Moment) sicher nicht verpassen, denn er ist immer da. Infolge dessen steht es dann auch außer Frage, ob man der ist, "den er benötigt, um seine Straßen zu bauen ...", oder nicht.

Letztlich bleibt es für mich ungeklärt, warum manche Menschen im Laufe ihres Lebens zur "Pforte des Erwachens" gelangen und andere nicht. Eines jedoch ist klar: In dem Augenblick, da Du Dich an der "Pforte des Erwachens" angelangt wähnst, liegt es in Deiner Verantwortung, sie zu öffnen und somit einzutreten in die zeitlose Dimension des Jetzt.

Alles Liebe

k.

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