Kennt ihr das auch ? Je mehr ich mich bemühe, inneren Frieden und Gelassenheit zu finden, desto mehr stört mich der Umgang meiner Mitmenschen miteinander. Ob im privaten Umfeld oder auf der Arbeit, ständig gibt es Streitereien , Konflikte, lautstarke Auseinandersetzungen, und, obwohl ich nicht beteiligt bin, fühle ich die Negativität, die dort entsteht, und irgendwann merke ich, das sie auf mich übertragen wurde,
Sollte ich mich immer einmischen ? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Beteiligten in solchen Situation einfach nicht WOLLEN , dass sich jemand beteiligt, in vielen Fällen fokussiert sich dann die Wut, der Groll auf einen selbst.
Sollte ich den Raum verlassen ? Das geht nicht immer.
Sollte ich versuchen, mich auf mein Inneres zu konzentrieren, mich quasi auszublenden ? Das war meine übliche Taktik, aber es funktioniert nicht, der Lärm von aussen bleibt vorhanden,ist latent da.
Wie geht ihr mit solchen Situationen um ?
Trotzdem ich heute ein ruhiges,ziemlich ausgeglichenes Leben führe,und nicht mehr im Berufsleben stehe.
Single bin und mich nicht alleine fühle,sondern ALL-EINS........
Die Lernprozesse gehen weiter........
Letzte Woche habe ich meinen Schmerzkörper mit aller Wucht gespürt--wie ein Vulkan kam eine Wut hoch bei einer Sache,die von außen garnicht meine war--ich habe mich eingemischt für Andere,aber nicht ruhig und gelassen,sondern voller power und Emotionen.
Ich bin heute noch am reflektieren wieso mein Schmerzkörper so massiv erwacht ist---wie ein Raubtier....
Vielleicht kennt ihr auch solche Momente.Was hilft dann?
Lieber Charly
Ich für mich, kenne mehr Situationen , in denen ich selbst im Konflikt bin mit anderen Menschen und in diesen Situaton schaffe ich es nicht in meiner Mitte zu bleiben - Gelassen zu bleiben. Doch ich denke das ist natürlich und es hat seinen Platz wenn ich dabei in bewusstem Kontakt zu meinen Gefühlen bleibe.
Wenn Menschen um mich herum ihre Konflikte austragen, spüre ich die Spannung, doch es gelingt mir in Frieden zu bleiben.
Vielleicht ist die Antwort darauf , dass es wichtig ist bei sich zu bleiben und den Konflikt der Menschen nicht zu seinem Konflikt zu machen.
Liebe Grüße
Lieber Charly,
je mehr wir uns der Werte Frieden u. Gelassenheit bewußt werden, desto mehr werden wir auch mit ihrem Gegenteil konfrontiert, nämlich mit Haß, Wut, Ungeduld, Hektik usw. Wenn wir durch unsere Umwelt von ihnen "angesteckt" werden, bedeutet das m.E., daß auch in uns noch viele unbewußte Spannungen u. Aggressionen vorhanden sind, die bewußt verarbeitet werden wollen. Die Psychologen nennen das Projektion. D.h. wir projizieren unsere unbewußten Konflikte auf andere u. entlasten so unsere inneren Spannungen. Gesünder u. vernünftiger wäre es, wenn wir nach den eigentlichen Ursachen unserer Wut forschen würden, denn die anderen sind nur der Auslöser unserer inneren Wut. Darum sollten wir nach außen ruhig bleiben u. nach innen blicken, um unseren Anteil an der Wut der anderen zu klären (wenns nicht anders geht, auf der Toilette).
LG Hilmar
kenn ich auch sehr gut, sehr unangenehm..!
schwanke dann immer zwischen emotionaler oder körperlicher flucht, bin manchmal zwar körperlich anwesend, in gedanken wünsch ich mich aber gaaaanz weit weg, weils so schwer zu ertragen ist.nehm ich total raus obwohl ich zur klärung was beizutragen hätte, durch ne klare ansage oder so.. aber oft hab ich einfach schiss vor dem echo..was mir ja auch wieder nur meine themen aufzeigt
verpasse dann oft meinen einsatz als neutraler schlichter, oder auch als kathalysator indem ich die leute trigger und sie sich dann selbst klären können im konflikt. und ich mit ihnen!
konflikte sind doch eigentlich was gutes, man zeigt sich endlich mal, zeigt grenzen auf, bekommt aufgezeigt, was sich oft nich toll anfühlt.
aber so gehts uns streithähnen doch immer. keiner will den finger auf sich zeigen sehen. wenn wir aber im konflikt den zeigenden finger des anderen als lehrer anerkennen ,sich eigene fehler, die ohne zweifel vorhanden sind, vom anderen zeigen lassen,neue kompromisse suchen... wird dann nicht auch mein finger mehr akzeptiert.
voneinander, miteinander lernen, grade im hässlichen konflikt, bringt schwer voran, ich wünsch mir das mehr und mehr anzuerkennen und auch zu leben. schwer. wie für den anderen auch!
blabla, ich kriegs ja auch selten hin. aber was oft auch erstaunlich ist, :
mit verständnis( ich weiß, ich bin genauso) dabeizusitzen, beide seiten anerkennen, nichts tun, nur sein lassen, als neutraler puffer, warten, puffern, sehen wies hochkocht, neutral bleiben trotz inneren unwohleins, puffern, und langsam ebbt es ab, die situation und ihre protagonisten inklusive mir klären sich selbst.. die klare luft nach wolkenbruch..
aber was weiß ich?was weißt du?
alles feine!
der blob
Hi, vielen Dank für die Antworten, das ist ja wirklich ein interessantes Thema.
Was mir dazu gestern noch einfiel, mag etwas "abgedreht" klingen:
Vielleicht ist es das, was in vielen Glaubenslehren als "Zeit der Prüfungen" dargestellt wird.
Bei dem Versuch, bewußter und präsenter zu werden, scheint es eine Phase zu geben, in der
es vermeintlich nochmal "knüppeldick" kommt, wahrscheinlich aufgrund einer veränderten Sichtweise und es kommt einem so vor, als wird Vieles eher schlimmer als besser.
Und genau diese "Prüfungen" muss man meistern, einfach weiter auf dem Weg bleiben und nicht zweifeln. Kann es das sein ? Zumindest hilft mir diese neue Vorstellung bei den angesprochenen Schwierigkeiten momentan ein Stückchen weiter .
Mir hilft es in möglichst vielen Momenten am Tag zu Atmen. Besonders gerne im Bus oder in der Straßenbahn. Und liebevoll, daß im Moment präsente zu erwähnen. Zum Beispiel: "Wir essen gerade." Weiterhin, daß zu lieben was mich nervt. Damit habe ich den ganzen Tag genug zu tun. Oft denke ich auch: "Wie komme ich eigentlich darauf es besser zu wissen." Das hilft auch sehr.
charly4150 sagte:
Hi, vielen Dank für die Antworten, das ist ja wirklich ein interessantes Thema.
Was mir dazu gestern noch einfiel, mag etwas "abgedreht" klingen:
Vielleicht ist es das, was in vielen Glaubenslehren als "Zeit der Prüfungen" dargestellt wird.
Bei dem Versuch, bewußter und präsenter zu werden, scheint es eine Phase zu geben, in der
es vermeintlich nochmal "knüppeldick" kommt, wahrscheinlich aufgrund einer veränderten Sichtweise und es kommt einem so vor, als wird Vieles eher schlimmer als besser.
Und genau diese "Prüfungen" muss man meistern, einfach weiter auf dem Weg bleiben und nicht zweifeln. Kann es das sein ? Zumindest hilft mir diese neue Vorstellung bei den angesprochenen Schwierigkeiten momentan ein Stückchen weiter .
Da hier offen in den Raum gefragt wurde in Beitrag #1: ... also, bei mir isses irgendwie recht einfach: ich bemühe mich mich um derartiges wie in #1 geschrieben nicht ... und genauso stört mich derartiges wie in Beitrag #1 geschrieben auch nicht (bzw. kaum) mehr ... auch Beitrag #1 stört mich nicht ... mal so als info ..
Alles LIEBE
Leuchtpups
Wenn ich mich ärgere schaue ich mir an warum ich mich ärgere und und was diesen Ärger in mir auslöste. Dabei bleibe ich bei mir und gebe niemandem die Schuld am meinem Ärger, da ich erkannt habe das es mein Ärger ist und nicht der vom anderen. Die Erkenntnis kam erst vor kurzem das ich an allem was in mir ist selbst verantwortlich bin. Es war nicht einfach das für mich zu erkennen, denn das Ego spielte mir ständig einen Streich und sagte mir das ich das nicht bin der sich ärgert sondern der Andere. Hat mich so einiges gekostet das einzusehen. Hilfreich war dabei in mich hineinzuhören und ehrlich mit mir zu sein.
Lg
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