Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z

Hallo zusammen,

 

die Ausführungen von Eckhart Tolle haben mich in meinem Leben sehr weitergebracht. Mein geistiger Horizont ist jetzt viel weiter und ich erkenne Dinge klarer als zuvor.

Jetzt bin ich aber an eine Grenze gestoßen, bei der ich gerne Rat von Gleichgesinnten haben möchte, die diese Grenze bei sich beseitigt haben.

Ich habe eine Freundin, die ich seit einer Ewigkeit kenne. Jedes Mal wenn ich mit Ihr spreche, fällt mir auf, dass Sie ein extrem unbewusster Mensch ist. In Ihrem Leben passieren auch immer wieder negative Dinge, die auf diese extreme Unbewusstheit zurück zu führen sind. Ich versuche mich Ihr gegenüber stets offen und tolerant zu verhalten sowie auf neutrale Art und Weise Dinge zu erklären. Leider stoße ich da immer wieder auf Granit. Sie ist halt an einem Punkt in Ihrem Leben, in dem es keinerlei Offentheit in Richtung Bewusstheit gibt.

Inzwischen bemerke ich bei mir, dass ich anfange mich von Ihr zurück zu ziehen, da diese Dramen in Ihrem Leben einfach nicht besser werden und die Interaktionen mit Ihr aufgrund der extremen Unbewusstheit äußerst schwierig sind.

 

Nun bin ich aber in dem Zwiespalt, ob es fair ist mich zurück zu ziehen, bloß weil Ihre Unbewusstheit so stark ist und eine Veränderung in Richtung Bewusstheit derzeit einfach nicht erkennbar ist. Ich habe mit meiner Freundin aber auch nur noch eine Gemeinsamkeit. Wir kommen aus der gleichen Gegend. Das ist jedoch alles.

Hat jemand von Euch schon solch eine Situation erlebt? Welchen Rat habt Ihr an mich?

 

Lieben Dank & Grüße

Daniela

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Sirieh,

das Beispiel mit dem (sichtbaren) obdachlosen Alkoholiker der nach Geld fragt ergibt sich nach meiner Erfahrung durch ein GEspräch mit einer Frau die in einem obdachlosem Cafee arbeitet. Sie meinte, dass praktisch alle obdachlosen Hilfe (die es gerade in Berlin massenweise gibt) ablehnen. Die Gründe sind verschieden, aber die sucht nach Alkohol steht wohl im Vordergrund. Und Hilfe sieht meist eben so aus, dass man eine Therapie macht um von der Sucht wegzukommen. Ein Teufeldkreis der nicht leicht zu durchbrechen ist.Man kann zum Glück niemanden zwingen Hilfe anzunehmen und wenn Menschen in ihrer Situation verharren wollen (bzw. nicht in der Lage sind Hilfe anzunehmen) dann ist das ethisch sicher ein Problem. Letzlich sagt unser Grundgesetz dazu, dass man niemanden zu etwas zwingen kann und das ist auch gut so. Auf der anderen Seite können die obdachlosen aber auch nicht behaupten es gebe keine Hilfe (wie es in vielen anderen Ländern der Fall ist und ich dort durchaus Menschen Geld geben würde wenn ich erkennen würde, dass sie es sinnvoll einsetzen würden)

Viel Grundlegender ist wohl das Problem, dass wir nicht allen einfach durch materielle Hilfe weiterhelfen können. aber unbewussten Menschen die eigene Hilfe aufzuzwingen würde einen Sicher selbst in unbewusstheit bringen. Ich nehme ja auch niemanden die Entscheidung ab so zu leben. Der Wahnsinn unserer Gesellschaft wird ja dadurch praktisch auch bewusst gemacht, wenn auch auf eine wohl sehr schmerzliche Art und Weise für die Betroffenen. Tolle schreibt in seinem Buch ja am Anfang, dass wir letzlich alle Bettler sind solange wir noch nicht unsere Schatzkiste entdeckt haben...

Liebe Grüße

Karmahain

Hallo an alle, das ist eine spannende Diskussion, meine Meinung dazu.

Was den Obachlosen in Berlin genauso betrifft wie den Viehzüchter in der Sahelzone oder hungernde in Somalia ist meiner Meinung nach, das Sie ohne Hilfe nicht Überleben.

Hilfe wird unterschieden in akute Hilfe und langfristige Hilfe.

Der Euro oder das Brötchen für den Obdachlosen, der Laster mit dem Wasser für den Viehzüchter oder die Getreidelieferung an den Hungernden, stellen akute Hilfe dar.

Die ist nützlich, wenn es Akut um Bedrohung des Lebens geht.

Langfristig macht sie vor allem abhängig vom Spender, denn die jeweilige Lebenssituation an sich verändert sich nicht.

Gespräche oder und Therapien für den Obdachlosen, das erlernen von Brunnen bohren für den Viehzüchter oder das erlernen von Getreideanbau für den Hungernden stellen die langfristige Hilfe dar.

Diese erlaubt den betroffenen Menschen langfristig innerhalb seiner jeweiligen Rahmenbedingungen, selbstbestimmt und selbstverantwortlich, zu Überleben.

Das kennen wir unter Hilfe zur Selbsthilfe. Die, meiner Meinung nach, einzig sinnvolle Hilfe für den der Hilfe benötigt.

Wenn sich Menschen auf derlei Hilfe nicht einlassen möchten, weil sie eventuell schon Angst davor haben Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, dann sollte dies respektiert werden. Der Mensch trägt dann einfach nur die Folgen, weiter bedürftig zu bleiben und auch das liegt in seiner eigenen Verantwortung.

Wenn ich einem Obdachlosen Geld gebe, unterstütze ich in den meisten Fällen seine Lage in der er sich aktuell befindet. Wobei es keine Rolle spielt ob er Alkoholabhängig ist oder nicht

Ich unterstütze seine momentane Komfortzone, er kommt nicht unter Druck, ich halte ihm von weiteren Leid ab. Diese Leid, der Druck ist hier nicht negativ zu sehen, das Leid der Druck sind in diesem Fall, Chancen zu einer wirklichen Veränderung.

Die Frage ob ich die oberflächlich, erkennbare Lebenssituation eines Obdachlosen der mich um Geld bittet, unterstützen möchte oder nicht, die kann nur ich mir beantworten.

Wenn ich Ihm Geld gebe, tue ich mir vor allem selbst einen gefallen, ich habe für einen Moment ein gutes Gefühl. Das kann mir selbst Helfen, das ist auch völlig okay, doch sollte ich nicht glauben das ich dem Obdachlosen geholfen habe, denn in der Regel weiß ich zu wenig von dem Menschen, ausser das, was ich wahrgenommen habe, in dem kurzen Moment der Begegnung.

Ich finde hier passt die griechische Weisheit gut: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“

Die göttliche Hilfe in dem Fall ist, das mir die Spende gut tut und ich so gestärkt durch den Tag gehe.

Im Falle von langfristiger Hilfe, scheint mir die Hilfe Gottes die, das der Obdachlose, der Viehzüchter oder der Hungernde wieder Verantwortung übernehmen darf und so sein Selbsterleben verbessert und seine Würde wieder erhält.

Das Göttliche steckt in uns allen, und nur Verstand, das Ich oder Die Identifikation mit Ihm sind in der Lage uns von dieser Kraft zu trennen.

Vielen Dank für die Diskussion

ICH BIN

Schöne und wahrhafte Beitrag, ICH BIN.

Danke

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