Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z

Hallo zusammen,

 

ich bin auf ein Thema gestoßen, bei dem ich über die Ursachen geforscht habe und gern Eure Ansichten dazu hören möchte.

 

Es geht dabei um Mobbing am Arbeitsplatz. Mobbing kann auch im Allgemeinen gesehen werden. Ich möchte es in dieser Diskussion aber gern im Arbeitsumfeld betrachten.

Ich denke, dass es mehrere Ursachen von Mobbing gibt. Aus Gesprächen und eigenen Erfahrungen erkenne ich für mich folgende Ursachen:

- fehlende Toleranz gegenüber der Andersartigkeit der Kollegen bzw. der anderen Wege und Mittel, die Kollegen von uns wählen (um Vergleich zu unseren Weg); der Glauben, dass der eigene Weg der erfolgversprechendste ist

- Angst vor Verlust durch negative Beeinflussung der eigenen Arbeit / des eigenen Erfolges aufgrund des falsch gewählten Vorgehen des Gemobbten (aus der Sicht des Mobbers).

 

Ich bin gespannt auf die Ausführungen aus Euren Blickwinkeln!

 

Liebe Grüße

Daniela

 

 

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Antworten auf diese Diskussion

Liebe Daniela,

 

meiner Erfahrung gibt es noch einen weiteren interessanten Aspekt in solchen Situationen. So, wie ich es sehe, entsteht ein Mobbing-Szenario auch aufgrund der Schmerzkörper der beteiligten Menschen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, wer "Opfer", oder wer "Täter" ist, denn es sind nur unterschiedliche Seiten ein und derselben Medaille, nämlich der des Schmerzkörpers. Dieses Energiefeld, welches aus emotionalen Schmerzresten im Körper und im Verstand besteht, die nicht vollständig ausgedrückt wurden, lechzt nach Erneuerung. Nach neuer Energie. Also wird unbewusst von allen Seiten ein entsprechendes Szenario kreiert, welches für neue Nahrung sorgt, damit der Schmerzkörper sich weiterhin selbst erhalten, oder sogar noch wachsen kann.

Solange sich die Menschen, die mit Mobbing zu tun haben, dieses Energiefeldes nicht bewusst sind, wird die Situation bestehen bleiben. In dem Augenblick, wo die Betreffenden, oder zumindest eine Person, erkennen, das der Schmerzkörper aktiv ist und für Nachschub sorgt, ist der Bann gebrochen. Das Licht des Bewusstseins strahlt in die Dunkelheit, in das Unbewusste und der Schmerzkörper kann nicht mehr unbemerkt "agieren". Die bewusste Wahrnehmung dessen was ist, lässt das Energiefeld des Schmerzes allmählich schrumpfen.

Dies war´s in Kürze... habe gleich eine Klientin und möchte mich noch vorbereiten. Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Gedanken hilfreich sein kann.

Alles Liebe

Nicole

 

Hallo,

stimmt schon, was Du sagst Nicole, mit Eckhart Tolles Worten. Ich wurde zum Glück bisher noch nicht gemobbt, liegt vielleicht auch an der Branche (Ingenieure und Techniker sind doch eher pragmatisch ;-)

Letztendlich ist das Mobben doch so ein Ego-Kasperle-Theater, Machtspielchen auf unterstem Kindergartenniveau. Da kann man leider nicht viel machen, denke ich, als die Wahrheit auf den Tisch packen: "Arbeiten wir zusammen oder gegeneinander?" Wenn's garnicht klappt: auch andere Firmen haben schöne Arbeitsplätze :-)

Aber am Gemobbt-werden sind nicht immer die Anderen Schuld: Wie sehe ich mich selbst? Habe ich Vertrauen in meine Fähigkeiten? Stehe ich zu mir und meinen Fehlern? Kann ich das auch von den Kollegen sagen, ich meine, ihre Stärken schätzen und über ihre Fehler hinwegsehen?

 

Schönen Abend

Jan

 

Hallo Daniela,

Mobbing am Arbeitsplatz nimmt durch den enormen Leistungs- u. Konkurrenzdruck in unserer kapitalistischen Gesellschaft leider immer mehr zu. Ich sehe hierfür auch die Ursachen, die Du erkannt hast. M.E. spielt aber noch eine weitere Ursache eine wesentliche Rolle. In Gruppen herrschen zwischen den einzelnen Mitgliedern mehr oder minder starke Aggressionen (aus welchen Gründen auch immer). Damit diese nicht den Gruppenzusammenhalt gefährden, suchen sich die Gruppenmitglieder unbewußt ein Gruppenmitglied heraus, auf das sie ihre Aggressionen abladen können (Sündenbocktheorie). Das arme Opfer nimmt dann entweder diese unerfreuliche u. krankmachende Rolle an oder sucht entnervt das Weite. Manchmal kann es sich aber auch erfolgreich wehren u. den Spieß umdrehen.

Hilmar  

Liebe Daniela,

eine frühere Klientin von mir erzählte mir beim Erstgespräch unter anderem, dass sie 17 (!) Jahre lang in ihrer Firma gemobbt worden sei, bevor sie letztlich aus gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass ein Arbeitsplatzwechsel für sie keinesfalls in Frage gekommen wäre. Dies ist sicher ein Extremfall, illustriert aber sehr schön, was Mobbing wirklich ist: eine Illusion.

Mobbing ist ein Modewort, das von Menschen als "Diagnose" vorgeschoben wird, wenn sie keine Verantwortung für ihre Situation am Arbeitsplatz übernehmen wollen. Denn zu dem, was gemeinhin unter Mobbing verstanden wird, gehört nun einmal auch jemand, der sich als Opfer zur Verfügung stellt. Oder um es mit Byron Katies Worten zu sagen: "Verteidigung ist die erste Handlung des Krieges."

Ich persönlich bin noch nie gemobbt worden, und das hat nichts damit zu tun, dass ich noch nie in einer feindseligen Umgebung gearbeitet hätte, ich habe schlichtweg keine Zielscheibe abgegeben. Bei allen selbsternannten "Gemobbten", die ich kennengelernt habe, ist mir stets eine mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft zur klaren und offenen Kommunikation aufgefallen, sowie eine gewisse Unbewusstheit, was die eigenen Ziele und Wünsche angeht.

Wenn ich im Leben auf ein Problem stoße, bleiben mir grundsätzlich immer 3 Möglichkeiten:

  1. Ich akzeptiere die Umstände (nicht gleichbedeutend mit sich abfinden),
  2. ich gehe mit dem Problem irgendwie um (um es zu lösen)
  3. oder ich gehe der Situation aus dem Weg

Mobbing wird nur möglich, wenn ich keine dieser drei Alternativen wähle. Konkret würde das z.B. bedeuten:

  1. Ich finde zu einem gelassenen Umgang mit den (scheinbaren?) Angriffen meiner Kollegen (ausgeglichene Menschen stellen ganz schlechte Opfer dar, die zu ärgern keine Freude macht).
  2. Ich kommuniziere klar mit den Betroffenen und stehe für meine Bedürfnisseein (mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, die der Arbeitsgemeinschaft am besten dient).
  3. Und wenn beides nicht gangbar ist, dann sollte ich mir genau überlegen, ob ich in einem solch schädlichen Arbeitsumfeld wirklich arbeiten möchte. Zu gehen steht mir immer frei.

"Mobbing" (wie alle anderen Herausforderungen des Lebens) ist eine Aufforderung an "das Opfer", sich zu fragen, was es selbst zur Situation beiträgt und Verantwortung zu übernehmen (Was ist zu tun? Was kann ich tun?). Das führt zur Freiheit. Die Erwartung, dass andere sich anders verhalten sollten und der Versuch sie dahin gehend zu kontrollieren, ist die Hölle.

Und ja, üblicherweise sind Schmerzkörper aktiv, und dann ist es nicht immer so einfach, das so zu sehen. Angst ist nun einmal ein schlechter Ratgeber. Die einzige Alternative zum bewussten Umgang ist allerdings Leiden.

Mobbing ist ein Begriff, der von Menschen erfunden wurde, die E.T.s Bücher wohl nicht mit der Kneifzange anfassen würden. Das ist ein wenig wie mit dem ADHS/ADS: "Die Kinder da sind mir zu anstrengend, das muss eine Krankheit sein. Ich verstehe das einfach nicht. Lasst uns einen Namen dafür finden, dann können wir's wenigstens diagnostizieren und die Nervensägen mit Ritalin ruhig stellen." OK, das war jetzt ein wenig polemisch... Trotzdem: Mobbing ist nicht real, und solange es für real gehalten wird, verhindert es den Blick in den Spiegel und echte persönliche Weiterentwicklung.

Oder?

Lieben Gruß

   Björn

Lieber Björn,

 

ich danke Dir vielmals für Deine ausführlichen und klaren Worte zu diesem Thema.

Das deckt sich sehr mit meinen Ansichten, hilft mir aber dieses Thema noch klarer zu fassen. Besonders mit Deinem Beispiel ADHS/ADS hast Du voll in mein Herz getroffen.

 

Danke dafür! Es ist wunderbar zu erleben, dass ich immer wieder Menschen antreffe, die Dinge, die als problematisch erachtet werden können, so klar sehen und beschreiben können.

 

Liebe Grüße

Daniela



Lieber Björn,

 

was du sagst entspricht in jeder Hinsicht meiner Erfahrung als Betriebsrätin. Die vermeintlichen Opfer identifizieren sich mit der Idee des Mobbings und verhindern damit im Grunde nur das Problem wirklich zu erkennen und auch zu bearbeiten

Ich versuche gerade vorsichtig dies in unsere Diskussionen zum Thema einzubringen. Ist aber schwierig, da nichts klebriger zu sein scheint als eine Opferrolle. Auch finden andere es unsozial das vermeintliche Opfer nicht zu bemuttern und zu unterstützen. Dabei wird gerne übersehen, dass anderen Schuld zugewiesen wird.

Ein heikles aber spannendes Thema

 

Lieben Gruß

susanne

Namaste!

Meine Diagnose:

- Vor allem!! : Fehlende Selbstliebe auf Seiten des Täters und des Opfers.

- Das illosorische Gedanken-Konzept 'Ich' ist zentraler Mittelpunkt (im Gegensatz zu dem, was wir eigentlich viel eher sind: Bewusstsein) und somit ist ein Ego worhanden, dass über den anderen Triumphieren muss, um Selbstwert zu empfinden. Außerdem ist man so auch erst psychisch angreifbar.

- Dank dem Ego identifiziert man sich auch mit seiner eigenen Geschichte, sowie der projezierten Zukunft und nimmt diese Gedanken-Illusionen, sowie sich selbst zu ernst. Leben im Jetzt ist da nicht vorhanden.

- Man hasst an anderen immer, was man an sich selber nicht akzeptiert, dabei trägt jeder alles in sich
(es akzeptieren heisst nicht, es auszuleben). Die Welt ist unser Spiegelbild.

Licht und Liebe

ANdy

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