Ich denke ja das es überhaupt keinen freien Willen gibt. Wille an sich schon. Aber frei? Frei wovon? Von Bedürfnissen? Von Sehnsüchten? Wenn sie nicht da wären oder man sich von ihnen befreit gäbe es ja nichts mehr zu wollen.
Also Wille, als haben oder sein wollen betrachtet, ist ja immer das Verlangen etwas soll anders sein oder etwas soll dazu kommen. Befreit man sich nun von diesen Dingen ist ja folglich auch der Wille weg.
Auch den freien Willen als unabhängige Entscheidungsfähigkeit halte ich für eine Illusion. Denn das Entscheiden liegt im Bereich der Gedanken. Die wiederrum werden von sämtlichen Konditionen bestimmt die uns im laufe des Lebens so mitgegeben wurden. Also Gedanken als neuronale Prozesse verstanden haben ihren Ursprung in der Psychologie des Menschen, die aber auch das Ich-Gefühl erzeugt. Somit kann folglich dieses Ich keine von sich selbst unabhängigen Entscheidungen fällen.
Es ist wie der Puppenspieler dessen Puppen denken das Märchen was erzählt wird sei ihre ureigenste Geschichte und sich nicht bewusst sind das alles von einer höheren Ebene gelenkt wird. Diese höhere Ebene heißt in den Religionen Gott und in der Spiritualität das Sein.
Ich persönlich denke, dass die Freiheit des Willens abhängt von der Einsicht in unsere menschliche Unfreiheit und Befangenheit.Je mehr innere Aufrichtigkeit, je mehr schonunglose Selbstbetrachtung, desto freier der Wille und somit der Mensch. Ein freier Wille ist nach meiner Definition ein Wille, der all das anzunehmen vermag, was ihm begegnet. Gemäß dem Lehrsatz Jesu: Selig sind die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.
Glaube ich frei zu sein - was für ein Berg!
Glaube ich gefangen zu sein - was für ein Berg!
Glaube ich zu glauben - was für ein Berg!
Soviele Glaubensberge
Berge
Täler
Ohne Berge, keine Täler
Wunderschöne Berge
Wunderschöne Täler
Wunderschöner Glaube an die Freiheit
Wunderschöner Glaube an die Gefangenschaft