Hallo allerseits
Mich beschäftigt schon seit längerem der Umgang mit Zeit in Zusammenhang mit Tolle's Konzept der psychologischen Zeit. Ich bin grundsätzlich mit ihm einverstanden, dass Zeitvorstellungen - wie vieles anderes auch - eine Vorstellung des Geistes ist und einen daran hindern kann, im Jetzt zu sein, und Leiden verursacht. Kommt dazu, dass es ja eh immer nur Jetzt gibt und insofern hat man endlos viel Zeit.
Aber - und da geht es wohl vielen so - ich hab trotz allem immer wieder ganz stark das Gefühl, keine Zeit zu haben, resp. die vielen Wünsche und Bedürfnisse, die ich hab, kann ich in der vorhandenen Zeit kaum ausleben und verwirklichen. Und ich merke, dass es mir auch nicht gut tut, mit diesem ständigen Gefühl von (Zeit-)Mangel zu leben.
Es würde mich interessieren, wie ihr mit Zeit umgeht, gerade mit dem Wissen, dass es immer nur Jetzt gibt. Habt ihr das Gefühl, endlos Zeit zu haben? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Prioritäten Setzen und im Jetzt sein?
Merci im Voraus, Zeline
Tags: Eckart, Tolle, Zeit, psychologische
Permalink Antwort von Zeline am 16. Oktober 2011 um 7:23pm
Permalink Antwort von auf der Suche nach der Wahrheit am 21. Oktober 2011 um 10:28pm Hallo Zelinne,
Du du bist die Herrin über DEINE Zeit, allein du bist dafür verantwortlich wie du sie dir einteilst.Streß ist nur das Produkt deiner eigenen Einteilung. Du ganz allein bist für deine Aktivitäten und Termine verantwortlich ! Nur Du und nicht die Umwelt ! Sortiere dein Leben nach deinen Wünschen und genieße den Augenblick in dem du frei von Verpflichtungen bist.
Permalink Antwort von Hilmar am 22. Oktober 2011 um 5:41pm Hallo, Zeline,
wenn wir das Gefühl haben, keine Zeit für unsere verschiedenen Tätigkeiten zu haben (= psychologische Zeit), sind wir nicht mehr in der Gegenwart. Dann beschäftigt uns die Zukunft u. ihre Ziele, die wir noch erreichen wollen, aber angeblich nicht genug Zeit für sie haben. Wenn wir das an uns bemerken, sollten wir uns auf unsere augenblickliche Tätigkeit konzentrieren u. vielleicht auch auf unsere Atmung - das hilft immer, im JETZT zu bleiben. So meine Erfahrung.
Herzlich,
Hilmar
Meine Erfahrung mit der psychologischen Zeit war Folgende:
Ich habe mich gewundert, war überrascht, wieviel "Gedankenmüll" und Zeit ich damit verbringe, mir meine Zukunft vorzustellen, sie gedanklich zu konstruieren. Da laufen ganze Filme ab, was ich wann, wie machen werde oder würde. ET hat mir klargemacht, das das im Grunde Blödsinn ist, denn in der nächsten Sekunde kann alles anders kommen, wirft meine ganzen Konstrukte über den Haufen, und ich fange von Neuem an, drehe gedanklich einen neuen Film. Was für eine Zeitverschwendung !
Ähnlich ist es mit dem Denken an die Vergangenheit, es ist subjektiv und kreist meistens um " was wäre, wenn irgendetwas anders verlaufen wäre" . Ist es aber nicht !
Ich schaffe es nicht dauernd, aber immer , wenn ich mich dabei ertappe, meine "Filme" aus dem Gestern und Morgen zu drehen, versuche ich ins Jetzt zurück zu kommen.
Permalink Antwort von Hilmar am 14. Dezember 2011 um 7:23pm Hallo charly4150,
auch wenn wir täglich 1000 mal hinfallen, macht nichts. Hauptsache, wir stehen immer wieder auf u. wenden uns dem JETZT zu. Mir hilft es, wenn ich mich dabei auf die Atmung konzentriere.
LG Hilmar
Hallo Hilmar, da hast du Recht. Es ist für mich schon ein großartiger Erfolg, dass ich mich in meinen Zukunfts- und Vergangenheits-Fantasien und Konstrukten ertappe, und damit komme ich zurück in Jetzt.
Ich sehe es als Prozeß, es ist illusorisch zu glauben, dass man es in kürzester Zeit schafft, immer bewußt zu bleiben, obwohl man es gerne so hätte. Es funktioniert nur langsam, immer ein bisschen mehr, denn man versucht ja, sich von Denkmustern zu lösen, die jahrelang "gewachsen" sind.
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