Frage an euch:

Ist das überhaupt vereinbar ?

Wie geht ihr im Berufsleben mit eurer Spiritualität um ?

Tags: arbeit, beruf, glauben, spiritualität, spirituell, unternehmer, wirtschaft

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Liebe Gudrun, ich bin Kleinunternehmerin, das heisst 1 Frau-Unternehmen. Ich kann meine Spiritualität nicht von meiner Arbeit und meinem Alltag trennen und versuche sie dort umzusetzen. Manchmal ist das eine große Herausforderung und ich muß mich immer wieder selbst hinterfragen: "Bin ich im Frieden mit mir selbst? Kann ich mich in diesem Augenblick liebevoll annehmen? Und wenn nicht, was brauche ich, um meinen inneren Frieden wieder zu finden?" LG Astrid

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Liebe Gudrun!
Für mich ist Spiritualität das Leben an sich. Es gibt nichts in den Erscheinungen in meinem Leben was keinen spirituellen Sinn hätte.
Eine gute Führungskraft zeichnet sich nicht zuletzt durch Authentizität aus. Und dazu ist es aus meiner Erfahrung notwendig, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und die spirituellen Hinweise des Lebens zu erkennen und zu verstehen. (Ich merke gerade, dass es mir schwerfällt in kurzen Sätzen mitzuteilen wie ich das verstehe, ich versuchs trotzdem weiter :-) ).
Spiritualität ist der tiefere Sinn, dessen was ist. An der Oberfläche betrachten wir die Situationen meist mit dem Verstand. Die Situationen jedoch als Ganzes zu verstehen, bedeutet das Geschehene und die Herausforderungen aus dem Gefühl zu erfassen und da eröffnen sich oft ungeahnte Möglichkeiten. Also ist für mich die sipirituelle Sichtweise in der Wirtschaft wie auch in allen Bereichen die mächtigste und zielführendste Variante.
Ich habe schon einiges geschrieben über meine Erfahrungen in diesen Bereichen, wenn es jemanden interessiert, ist es auf meiner Homepage unter Publikationen nachzulesen. In dem Bericht "Wie innen so außen" bin ich auf einen Klienten aus der Wirtschaft genauer eingegangen.
Alles Liebe euch und ich bin gespannt auf eure Beiträge zu diesem Thema.
Isabella

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Die spirituelle Sichtweise hat nicht mit Autentizität zu tun . Intuition und Empathie schon eher .
Unternehmer begreifen sich leider zu oft als die Sperrspitze unser Gesellschaft und zeigen doch im vermehrten Masse eher in ihrer Form des Strebens nach Glück genau die Begerenzungen unser Ökonomie auf . Es gibt keinen spirituellen Hedonismus der sich in einem spirituellen Superlativ ( noch spiritueller durch spirituelles Unternehmertum ) begründen ließe.
Die Frage ob ich heute mit gutem Gewiisen noch Erfolgreich sein kann geht weit über die Privatheit der spirituellen Sinnsuche hinaus.
Führungskräfte werden nicht zwangsläufig bessere Führungskräfte nur weil sie ein pseudo- spirituelles Leben beginnen ( etwas gesünder Leben , und Yoga machen ) . Ein modernen sozial und ökologisch interessierter Unternehmer wird ein besserer Unternehmer wenn er die Bedeutung der Ressourcen , der Biodiversität , Ökosysteme aber auch die der zerstörungskraft der neoliberalen Form des Wirtschaftens entgegenzutretten ( Social Entrepreneurship ) . Mitunter doch eher mit größeren Opfern als der Aussicht auf gute Profite.
Jeder der Führungskräfte kennt und jeder der die Wirtschaft kennt glaubt bestimmt nicht die Legende von "spirituellen Unternehmer " .

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Ich sehe das ähnlich wie Gudrun und Astrid:
ich habe kein nicht spirituelles Leben.
Ich habe es höchstens gelegentlich mit Menschen zu tun denen meine Gedankengänge fremd sind.
Ich lauerer dann meist auf Gelegenheiten und Signale ihen meine Weltsich näher zu bringen, da wo es sie interessiert. Das macht Freude. Oft stoße ich auf mangeldes Interesse und dann missioniere ich auch nicht.
Aber Spiritualität gehört für mich zum Leben wie die Luft zum Atmen, ohne könnte ich nicht leben.
Mir ist es aber wichtig dass es immer praxisnah und nicht abgehoben ist.
Kara

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