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Permalink Antwort von rofu am 8. April 2010 um 5:18pm
Permalink Antwort von Wolfgang am 8. April 2010 um 8:54pm - es gibt keinen freien willen - es scheint nur so
- entscheidungen werden gefällt - von niemandem
- das "ich" ist lediglich ein (teil-)inhalt des denkens
- alles geschieht einfach, ohne einen handelnden
in Ramesh S. Balsekar's "Wo nichts ist, kann auch nichts fehlen"
steht alles drinnen, speziell die art wie erkannt werden kann, dass es sowas wie freien willen nicht gibt.
Tony Parsons' "DAS IST ES" zeigt DIES noch kompromissloser !
namasté
Permalink Antwort von rofu am 19. April 2010 um 12:45pm Aber es ist mein Verstand, der dies untersucht und feststellt, also nur gedacht oder ?????
Permalink Antwort von rofu am 19. April 2010 um 7:34pm EIN ZEN-MEISTER BEMERKTE EINMAL ....
Permalink Antwort von rofu am 20. April 2010 um 11:44am ... nur was macht der, der über Abkürzungen einige Umwege und weitere Leben mit diesem Thema vermeidet?
Wer Umwege propagiert hängt in der Ego-Schleife... Wir sehen uns dann vielleich im nächsten Leben in der Pantheon-Bar auf ein paar göttliche Drinks...Hicks..Ciao Bello
Martin
Permalink Antwort von gänseblümchen am 18. Mai 2010 um 9:14am
Permalink Antwort von rofu am 18. Mai 2010 um 12:31pm Es ist alles gut, wie es ist. Sei innerlich still, existiere und freu dich deines Lebens! :-)))
Permalink Antwort von Rainer am 18. Mai 2010 um 7:52pm
Permalink Antwort von rofu am 18. Mai 2010 um 10:23pm Ich finde es unsinnig, zu sagen, der Mensch hat keinen freien Willen. Das wäre dann sozusagen ein Freibrief für jede Art von Gewalt und Kriminalität:
Ohne freien Willen gibt es keine Schuld, bzw. Rechtssprechung, denn Schuld ist der Mißbrauch des freien Willens. Sich seines freien Willens bewusst zu sein, bedeutet Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen; das ist m.E. ein zentraler Aspekt des Menschseins.
Natürlich ist ein größerer Teil meines physischen und seelischen Lebens determiniert und konditioniert, ebenso gibt es zahllose kulturelle Bedingungen die meine Willensentscheidungen lenken und beeinflussen. Ich kann mich aber jetzt entscheiden ob ich TV gucke oder ein anspruchsvolles Buch lese und in diesem scheinbar nebensächlichen oder selbstverständlichen Bereich gibt es eben diesen Raum, wo ich mit meiner Aufmerksamkeit und meinem freien Willen "eingreife". Auch wenn ich mich an die Situation und den Moment hingebe (im Sinne von Tolle) ist das eine Art Entscheidung meines freien Willens.
Permalink Antwort von Rainer am 19. Mai 2010 um 7:45am Vorab möchte ich anmerken, dass ich mit keiner meiner Statements Anspruch auf irgendeine letztendliche Wahrheit erhebe. Sie sind einfach Ausdruck innerer Prozesse und Wahrnehmungen und dem inneren Drang, das zu teilen was mich beschäftigt.
Rainer sagte:Ich finde es unsinnig, zu sagen, der Mensch hat keinen freien Willen. Das wäre dann sozusagen ein Freibrief für jede Art von Gewalt und Kriminalität:
Nein, wäre es nicht - denn ein Mensch müsste sich ja dann für Gewalttätigkeit oder Kriminalität entscheiden, was ER aber nicht tut.
Ist ein Körper-Geist-Organismus so angelegt, dass er Gewalt ausübt, so tut er es auch ohne diesen - wie du sagst - Freibrief.
Ein gewalttätiger Mensch ist gewalttätig, ob er an den freien Willen glaubt oder nicht. Und ganz offensichtlich gibt es eine Menge Menschen, die denken sie haben einen freien Willen UND die doch gleichzeitig gewalttätig sind - also ganz ohne "Freibrief".
Weiß nun ein Mensch darum, dass sein "freier Wille" nur ein gefühlter Freier Wille und nicht wirklich ist, so wird er dadurch nicht automatisch zu einem gewalttätigen Mensch.
Rainer sagte:Ohne freien Willen gibt es keine Schuld, bzw. Rechtssprechung, denn Schuld ist der Mißbrauch des freien Willens. Sich seines freien Willens bewusst zu sein, bedeutet Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen; das ist m.E. ein zentraler Aspekt des Menschseins.
Das stimmt: Schuld ist eine weitere Idee, die direkt aus der Illusion - über einen freien Willen zu verfügen - erwächst.
Wenn es freien Willen tatsächlich gäbe, so könnte der natürlich auch missbraucht werden ... wobei sich hier auch gleich wieder die Frage stellt:
- WER entscheidet sich denn für den Missbrauch des freien Willens?
- WO genau liegt die Grenze, ab der ein Mißbrauch des freien Willens vorliegt?
- und WER legt diese Grenze fest?
Die Rechtssprechung ist, finde ich, nicht tangiert: Damit eine Gesellschaft funktionsfähig ist, gibt es einfach bestimmte festgelegte Konsequenzen für entsprechende Taten.
Die Bestrafung im Sinne der Gestzgebung kann aber dann ohne Hass erfolgen, im Wissen, dass jeder im Moment nur so handeln kann, wie er es eben tut - dem Grad an Bewusstheit gemäß, der im jeweiligen Moment vorherrscht.
Rainer sagte:Natürlich ist ein größerer Teil meines physischen und seelischen Lebens determiniert und konditioniert, ebenso gibt es zahllose kulturelle Bedingungen die meine Willensentscheidungen lenken und beeinflussen. Ich kann mich aber jetzt entscheiden ob ich TV gucke oder ein anspruchsvolles Buch lese und in diesem scheinbar nebensächlichen oder selbstverständlichen Bereich gibt es eben diesen Raum, wo ich mit meiner Aufmerksamkeit und meinem freien Willen "eingreife". Auch wenn ich mich an die Situation und den Moment hingebe (im Sinne von Tolle) ist das eine Art Entscheidung meines freien Willens.
- Wo liegt nun genau die Grenze zwischen der freien und der gelenkten/beeinflussten Willensentscheidung?
- Wie kann ein echter Freier Wille nur teilweise und nicht völlig frei sein?
- Wie merke ich, ob meine freie Entscheidung nicht doch (z.B. im Unterbewussten) determiniert ist und
sich nicht nur frei anfühlt? - Entscheidest du, auf was du jeweils deine Aufmerksamkeit lenkst - oder wird sie gelenkt?
- Wo beginnt und endet der (begrenzte) Raum des freien Willens?
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Abschließend möchte ich nochmal betonen, dass ich vollkommen nachvollziehen kann, was du schreibst.
Und mir ist klar, dass ich mit meinen Aussagen (speziell die Sache mit dem Freien Willen) immer wieder auf (teilweise heftigen) Widerstand stoße.
Gerade in meinem näheren Umfeld ist es ganz schwer, darüber zu sprechen. Deshalb habe ich mich ja auch in solche Foren begeben wie hier, um auf Menschen zu treffen, mit denen ein Austausch möglich und erwünscht ist.
Bitte fühle dich frei, alles was ich geschrieben habe zu verwerfen und als Nonsens zu betrachten.
Es gibt Niemanden, der überzeugt werden müsste !
Alles Liebe
Roland
Permalink Antwort von rofu am 19. Mai 2010 um 10:23am Ich glaube nicht dass ein Körper-Geist-Organismus prinzipiell so angelegt sein kann, dass er Gewalt ausüben MUSS.
(Nebenbei: Ein Mensch, den ich sehr schätze, sagte mir einmal, dass man sowieso nur in einer Ausnahme- oder Extremsituation erfahren kann, wie fundiert und gelebt die "Weisheit" eines jeden einzelnen ist ....
... auf einem Blog wie diesem hier sind ja wahrscheinlich alle "erleuchtet"...bis es kracht).
Das macht für mich u.a. das Mensch-sein aus: Ich kann auch NEIN sagen und muss nicht reagieren (wie der arme pavlovsche Hund) auf den Reiz von außen,
ich kann versuchen, meine Impulse, die mich in eine Richtung drängen wollen, zu erfahren und u durchchauen;
das Tier hat diese Freiheit nicht (und deswegen keine "Schuld").
Grundsätzlich lässt es sich kaum sagen, ob "der Mensch" im allgemeinen gesprochen einen freien Willen habe, ebensowenig wie man sagen kann, der "Mensch an sich" wäre gut oder böse oder feige oder voller Liebe.
Ich beantworte solch eine Fragestellung in der Beobachtung meines Alltags und konkreten Lebens und da kann ich entdecken, dass es täglich zahllose Situationen gibt, wo es darauf ankommt, mit meiner Aufmerksamkeit und meinem freien Willen zu agieren.
Inwiefern mein Ego, Schmerzkörper, oder meine wahre Natur an solch einem Prozeß, solch einer Entscheidung beteiligt sind, ist natürlich nicht unwichtig, berührt aber die Frage nach der Möglichkeit des freien Willens m.E. nur sekundär, denn meistens (bei mir jedenfalls) ist es ein Gemisch aus dem Ego und wahrer Natur, welches agiert.
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