Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z

Mein vaginales Herz


Es schlägt höher, wenn es berührt wird, das vaginale Herz.  Es hat unzählige Augen, die dich noch in völliger Dunkelheit sehen. Die dich erkennen, wenn du in mir bist. Mein vaginales Herz ist so gross, du kannst es betreten, wie einen Tempel und in Stille verweilen. Es wärmt dich und umschliesst dich, es nährt dich und nimmt dir ab, was du geben willst. Wenn du mit mir schläfst, erwacht mein vaginales Herz. Es schlägt mit dem Herz in meiner Brust in stetigem Gespräch, wie zwei Trommeln, die einander antworten. 

Nun sagst du, es sei nur eine erotische Anziehung. Es ist rein körperlich. Doch ich bin in einem Stück. Wenn du mein vaginales Herz berührst, weckst du meine schlummernde Liebe, die sich verschenken will. Ich will dich nicht besitzen. Du bist frei. Doch kann ich nicht lieben, ohne zu lieben. Diese Weite, diese Wärme, dieses grosse Land legt sich dir zu Füssen, wenn du mein vaginales Herz berührst. Du darfst darin wandeln und dich darin erleben. Und wenn du gehen willst, so geh. Dann schliesst mein vaginales Herz seine Augen und fällt wieder in seinen sanften Schlummer. Auch ein Weg auf dem niemand wandelt ist ein Weg. Er ist sich selbst genug.


Aber komm nicht als ein abgetrennter Teil von dir. Wenn du zu mir kommst, sei alles, was du bist. Sei ganz da. Du darfst auch verspannt sein, traurig, besorgt, wütend oder müde. Und du darfst eine andere Frau in deinem Herzen tragen. Bring sie einfach mit, lass sie in dir sein, da wo sie hin gehört. Aber lass dich sehen. Schenke dich so bedingungslos diesem Augenblick, wie die aufgehende Sonne der Erde ihr Licht. 


Bitte, vergleiche Äpfel nicht mit Birnen. 

Du liebst keine so wie sie, sagst du. 

Darum bitte ich auch nicht. 


Wenn du gehst, verlass mich nicht mit verschlossenem Herz. Beweg dich achtsam. Verlasse meinen Tempel nicht durch hastige Flucht, denn nur so schenkst du mir die Freiheit, die ich brauche, um dich gehen zu lassen. Bevor du gehst, gib mir Halt für einen Moment. Sei da, wenn du aus unserem Raum heraustrittst und schliesse die Tür, sehend, wie du mich verlässt. Nimm Abschied. Dann halte ich dich nicht fest.  


Und wenn du weg bist, atme ich einfach weiter. Mein vaginales Herz ist erregt und voller neuer Wunder. Diese Wunder beschaue ich dann allein. Ob das gut ist, oder nicht, frage ich nicht. Das Leben wird es schon wissen. 


www.out-of-drama.de

Tags: Beziehung, Erotik, Liebe, Sex, Weiblichkeit

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Antworten auf diese Diskussion

wow ist das toll!
Hallo Julia
vielen herzlichen Dank für diesen wunderschönen Text, der mich sehr berührt hat.

Ich frage mich warum du ihn hier bei Thomas Hübl reingestellt hast ? - aber finde das sehr gut, weil ich so durch Mailbenachrichtigung darauf aufmerksam wurde (-:

Er kommt für mich genau zu richtigen Zeit nach sehr intensiven Tagen mit einem geliebten Menschen, in denen wir da ganz viel hineingespürt haben.

Angeregt auch durch den sogenannten "Wolke7-Sex" von Bärbel Mohr, der so einfach ist und so verbindend und öffnend wirken kann: Einfach den Penis in die Vagina einführen und nicht mehr bewegen und hinfühlen, spüren, atmen, sein.

Da haben sich für mich neue (oder vielleicht auch alte vergessene) Räume an Gefühlen, Körperempfindungen, Herzregungen und auch Verbundenheit eröffnet.
Zeit und Raum um zu fühlen - mein vaginales Herz (was für ein schönes Wort! Danke!), mein Herz und das Herz des Geliebten - fließendes Herz in jeder Zelle meines Körpers - Liebe in Manifestation - ein gemeinsamer Raum, in dem wir tatsächlich zwar zwei aber doch eins sind.

Und dabei auch Grenzen, Ängste, und Verschlossenheit gespürt - gemerkt, wie ich mich manchmal kaum öffnen kann, wie wenig ich teilweise fühle und dann - ja was für ein Raum aufgeht, wenn ich oder wir uns die Zeit nehmen, da hinzuspüren und einfach mal mit allem zu sein, was da so ist - wunderschön - ja ein Wunder - ein Geschenk - unabhängig von irgendwelchen Beziehungsformen - von anderen Frauen und Männern in unser beider Herzen (die wir dabei zum Glück nicht ausschließen/innerlich (oder äußerlich) abtrennen müssen)- das was berührt, ist die Nähe und Verbundenheit, wenn wir uns ganz - auch mit den abgetrennten schmerzhaften "Teilen" in uns zeigen und in den Augenblick eintauchen.
Und wieee schwer mir das fällt, nicht schon an Morgen denken, nicht in (alten) Mustern, Verletzungen, Ängsten "festhängen" - sondern einfach SEIN mit allem - auch mit dem - aber eben "nicht nur" damit - weiter Raum für ALL das sein. Ich liebe es, wenn Thomas von Umarmen und Integrieren spricht - da hat alles Platz - und manchmal erlebe ich Augenblicke in dieser Gnade so präsent, offen, weit, - ganz Herz zu sein und zu fühlen was da ist. Und welch ein Geschenk voll Wunder, dies gemeinsam zu erleben und wenn der Geliebte auch diese Ausrichtung hat (-: und wir uns gegenseitig helfen können, wenn einer präsent bleibt und sehen kann, wenn der andere abtaucht/zumacht/ klein wird. Ich bin sehr froh über die Arbeit von Thomas, weil es so eine Unterstützung ist im Öffnen für diese Herzens-Welten - für das Leben.

Freie Liebe wird dadurch für mich erlebbar, lebendig, wenn die Liebe frei fließen kann, Ängste, Mauern, Grenzen umarmt und ins Schmelzen bringt. Da sind keine Vergleiche mehr nötig. Kann Liebe denn auf einen Menschen begrenzbar sein? Für den Alltag - mit begrenzter Zeit ist das vielleicht manchmal angebracht, praktikabel, hilfreich... (?) doch das offene Herz voll Liebe hat damit denke ich nichts zu tun.
...so ein offener text, so selbstverständlich, ohne schuld. wunderbar.
wunder, wunderschön <3 Danke, Julia!

Schön, Julia, sehr weich, weiblich und kraftvoll... habe die Zeilen grad nach ein paar wunderbaren Stunden mit meinem Allerliebsten entdeckt und... nach einem langen Moment, der Halt und Freiheit gab :-)

Liebe Angelika und alle anderen, die hier schon geantwortet haben,

danke, danke für eure Kommentare. Wie schön, dass noch nach Monaten immer wieder jemand auf meinen Text stösst und sich darüber freut.

Ich wünsche euch allen eine von Liebe ganz durchwärmte und durchleuchtete Weihnachtszeit !! :-)

... zum Eingangsposting von Julia :  wow ... einfach unsagbar ... .... ... schön ... :-)

Aber komm nicht als abgetrennter Teil von dir. Sei ganz da.

 

Nun, Wenige können das.

 

Wie gehst du damit um, wenn nur der abgetrennte Teil von ihm da ist?

 

LG Eideen

Ein wunderbarer Text.

In der Realität wohl nur von wenigen erreichbar.

Aber ein Zielbild, auf das es lohnt, sich auszurichten.

 

Danke Julia

Wie du solltest geküsset sein

 

"Wenn ich dich küsse

ist es nicht nur dein Mund

nicht nur dein Nabel

nicht nur dein Schoß

den ich küsse.

Ich küsse auch deine Fragen ´

und deine Wünsche

ich küsse dein Nachdenken

deine Zweifel

und deinen Mut

deine LIebe zu mir

und deine Freiheit von mir

deinen Fuß

der hergekommen ist

und der wieder fortgeht

ich küsse dich

wie du bist

und wie du sein wirst

morgen und später

und wenn meine ZEit vorbei ist."

 

Erich Fried

 zum Eingangsposting von Julia :   vielen Dank für den wunderschönen Text, was für eine schöne weibliche Ergänzung zu dem was ich an Diter Duhm und David Daida Worten so in mir trage.  Deine Worte helfen diese Offenheit zu halten auch wenn die alten Konditionierungen wie Eisregen dagenprasseln und meinen : " tausende Menschen, Bücher und Filme können nicht irren, wenn sie von der Einen, Einzigen echten Liebe sprechen und wenn sie sich in die Arme fallen mit den Worten - du bist für immer mein - "

Ich kenne diesen Rausch hab ihn auch durchlebt und muß doch nun sehen : er war begründet in einen einzigen unbewussten Gedanken : "  jetzt bekomme ich alles was ich mir wünsche, durch einen Menschen und für immer "

Doch die Bewegung in der man bekommt was man sich wünscht ist die des Loslassens umd nicht die des Ergreifens.

So bleibt dem männlichen Teil zu lernen kraftvoll und bestimmt nach einer Frau auszugreifen ohne sie haben zu wollen.

Ja und all das passt gut in diese Thomas Gruppe, da ich ihn in seiner Arbeit mit Menschen in diesen Fragen sehr wach und klar erlebe.

 

Dank und Gruß Joe

 

 

 

 

 

 

Ein schöner Text, liebe Julia....

....wenn du damit die Bedingungslose Liebe beschreibst, die man mit mehreren Menschen teilen kann und darf. Wenn ich hier lese, lieber Joe, von der "einzigen echten Liebe" und "du bist für immer mein" , so verbinde ich damit nicht die Bedingungslose Liebe. Denn die stellt keine Bedingungen wie "für immer mein". Sie ist absichtslos und ohne Erwartungen, weil sie einfach nur IST.

Das Gedicht von Erich Fried ist wundervoll, es ist der Ausdruck von Liebe in Freiheit.

Und das mögen vielleicht immer mehr Menschen erkennen, dass in unserem System, welches aus Zweierbeziehungen besteht, die von Eigenschaften geprägt ist wie Verlustangst, Eifersucht und Anspruchsdenken, die Bedingungslose Liebe bisher kaum so gelebt wird, wie sie ursprünglich ist.

Es geht um Einheit und nicht um Trennung. 

Und für mich gibt es nicht DEN Partner.

Denn dann bin ich automatisch von allen anderen Menschen und ihrer Liebesschwingung getrennt.Wenn die Projektion aufhört und es klar wird, dass kein anderer mich erfüllen kann, solange ich mich nicht selbst erfülle, öffnet sich das Tor zur Einheit.

Mit liebenden Seelen, mit denen man in einer Schwingung ist und das zum Ausdruck bringt.

In vielen Facetten, das ist nicht nur eine.

Darunter verstehe ich bedingungslose Liebe.

Die im Teilen der An-Wesenheit besteht.

Wie auch immer es sich ausdrücken mag, es ist nicht mehr gebunden an die traditionellen Formen.

Es ist ein Leben im WIR, das mit zwei Menschen beginnen und in einer großen Gruppe münden kann.

Dieses WIR verkündet auch Thomas Hübl, und die Kulturell Kreativen sind eine Bewegung, die das schon seit längerer Zeit versucht, in neuen Lebensformen umzusetzen.

Demnach passt das Thema "freie" (für mich ist das die bedingungslose) Liebe sehr gut in diese Gruppe.

Ich freue mich auf weiteren Austausch darüber, jederzeit gerne!

Herzliche Grüße von

Seraphina (neu hier seit 2 Tagen)

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