Lassen Sie ihn etwas auf sich wirken.
Welche Resonanz nehmen Sie wahr?
Im letzten Jahr weilte Verleger Joachim Kamphausen in Kur und nutzte die Gelegenheit zu einer kleinen Umfrage unter den Gästen. Da dieser Beitrag gut zu unserem diesjährigen Thema passt, hier noch einmal das Ergebnis der "Umfrage":
- Schenken und Dankbarkeit gehören zusammen. Nur aus einer Dankbarkeit heraus kann ich „richtig“ schenken!
- „Meinen Frieden gebe ich Euch“ hat Jesus gesagt. Den inneren Frieden in sich zu spüren ist das größte Geschenk. Wer ihn in sich spürt, beschenkt alle Menschen, die ihm begegnen, allein durch seine Präsenz (ich sitze mit einem kath. Pfarrer am Tisch).
- Schenken hat nichts mit Weihnachten zu tun. Ich fühle mich jeden Tag aufs Neue beschenkt, denn ich habe mein Leben geschenkt bekommen. Dafür möchte ich jeden Tag etwas zurückgeben. Insofern ist mir das Schenken ein Bedürfnis. Wenn ich etwas schenken kann, ist mir das Freude und Erleichterung.
- Freude, Geburtstag, Weihnachten, auspacken, Liebe, schöne, nett gemeinte Sachen, viel Mühe, lachen, Spaß, Donare.
- Schenken kommt ursprünglich von Einschenken - dem Dürstenden zu trinken geben. Das ist die Urform des Schenkens.
- Schenken kann Versöhnung erleichtern. Die Versöhnung mit einem „Feind“ gelingt dann am schnellsten, wenn man sich intensiv Gedanken darüber macht, wie man ihm eine Freude machen kann.
- Sich in der Begegnung dem Gegenüber hingeben, ist wahres Schenken. Dazu gehört Offenheit, Zugewandtheit, Freude, Annahme, vor allem aber Ruhe und Zeit. Wenn das gelingt, können kleine und große Wunder geschehen.
- Es gibt Pflichtschenken und Lustschenken. Wenn ich mir die Zeit nehme, mich auf den zu Beschenkenden einzulassen, kann ich aus dem Pflicht- ein ungleich freudigeres Lustschenken machen.
- Umsonst etwas hergeben; geben ohne die Erwartung von Gegenleistung…, vielleicht nur, dass sich der andere freut – gleichermaßen über das Geschenk, die Geste und die spürbare Zu-Wendung – vielleicht kommt das in „reiner“ Form nur noch bei Eltern ihren Kindern gegenüber vor.
- 9 unterschiedliche Auffassungen von „Schenken“ – ein gleichermaßen erfrischendes wie tiefgründiges Gegenüber zu der Wunschhysterie, die derzeit Hochkonjunktur hat. „Rechtes“ Geben erzeugt nach meiner Erfahrung so viel mehr erfüllendes und kräftigendes als die Erfüllung eigener Wünsche, dass ich inzwischen das Wünschen völlig aufgegeben habe. Viel lieber lasse ich mich führen und von der unendlichen Fantasie und Weisheit des Geschehens, lasse mich überraschen - und fühle mich dabei viel reicher beschenkt, als es mir durch das Erfüllen eigener Wünsche widerfahren würde. Wenn Sie inspiriert sind: Ich freue mich auf IHRE Sicht... Ihr
Joachim Kamphausen
Einige Kommentare zu diesem schon "älteren" Beitrag finden sie im Archiv »»»
Tags: dankbarkeit, freude, geste, schenken, weihnachten, zu-wendung