Tageslosung:
Heile Deinen Körper A-Z
Eine neue WIR-klichkeit
Die Autorin und Satsang-Lehrerin Pyar Troll-Rauch erforscht intensiv diesen sich öffnenden Raum, der zwischen uns, um uns entsteht. In ihrem neuen Buch »wir - Wege zur Verbundenheit« spricht sie über Verbundenheit, über Sterne und Bakterien, über das große WIR und die Perlen in Indras Netz…
Wir alle sind Natur als Körper, sind Klarheit als Geist und sind Liebe als Seele. Wir alle sind verwoben in einem staunenswerten, das All durchwirkenden Netz der Verbundenheit. Wir sind ein großes WIR, und doch leiden wir oft an Abtrennung, an Unverständnis, erleben Begrenzung und Hilfl osigkeit, ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen und Probleme.
Um mit den Herausforderungen unserer Zeit intelligent umgehen und ökologische, soziale und politische Probleme nachhaltig lösen zu können, halte ich es für wesentlich, dass möglichst viele Menschen ein tiefes Verständnis und eine tiefe eigene Erfahrung der überpersonalen Dimension der Raumhaftigkeit und des klaren Gewahrseins des Geistes gewinnen und stabilisieren.
Und nicht weniger wichtig ist es, die Wirklichkeit der wechselseitigen Verbindung und Abhängigkeit aller Wesen zutiefst zu verstehen, zu erfahren und umzusetzen. Meines Erachtens kann es nur mit dieser Sicht aus dem reinen Gewahrsein und im Erfahren der Vernetztheit unserer inneren Strukturen und unserer Umwelt gelingen, adäquat auf die Herausforderungen unserer Zeit zu antworten und dabei ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Ich wage zu behaupten, dass diese Sicht aus umfassenderem Gewahrsein heraus die Grundlage für jede nachhaltige Veränderung ist, die über ein Flickwerk hinausgehen soll, und ich halte diese Sichtweise daher für unabdingbar für uns alle. Es ist eine Reise von der Illusion zur Klarheit und weiter zur Verwirklichung.

Im Raum des Gewahrseins
WIR befinden uns immer im Raum. Ohne Raum kann nichts existieren, und ohne Raum gibt es natürlich auch kein WIR.
Es ist wichtig sich seiner selbst, des Raums, und des Raums im Geist, der nacktes klares Gewahrsein ist, bewusst zu werden und dann im zweiten Schritt aus diesem Raum heraus, aus der Klarheit des Geistes heraus all die Strukturen, Dinge, Gedanken, Gefühle, die sich im Raum und im Geist befinden, zu betrachten. So schauen wir aus diesem Raum heraus mit dem Auge der Weisheit anstatt wie sonst meist mit der beschränkten Sicht, die sich nur mit den Strukturen
und Inhalten beschäftigt und darüber den Raum vergisst. Diese beschränkte Sicht ermöglicht uns zwar Konzentration auf ein bis zwei Dinge, die wir dabei genau betrachten, verhindert aber den Überblick auf das Ganze mit all seinen Zusammenhängen.
Das reine Gewahrsein des Geistes besitzt dieselbe Qualität wie der Raum in der physikalischen Dimension. Dieses Gewahrsein ändert sich nie, genauso wenig, wie sich der Raum jemals ändert, egal, was in ihm gerade ist oder geschieht. Padmasambhava, ein tibetischer Meister des 9. Jahrhunderts sagt: „Im unendlichen Mandala des Raums haben alle Phänomene leicht Platz. Sie haben leicht Platz und da ist immer noch Weite.“ ...

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Tags: WIR, gewahrsein, meditation, pyar, raum, troll, verbundenheit

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Antworten zu dieser Diskussion

Hallo, Namaste, Pyar schreibt ; Meines Erachtens kann es nur mit dieser Sicht aus dem reinen Gewahr sein und im Erfahren der Vernetztheit unserer inneren Strukturen und unserer Umwelt gelingen, adäquat auf die Herausforderungen unserer Zeit zu antworten und dabei ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Ich wage zu behaupten, dass diese Sicht aus umfassenderem Gewahrsein heraus die Grundlage für jede nachhaltige Veränderung ist, die über ein Flickwerk hinausgehen soll, und ich halte diese Sichtweise daher für unabdingbar für uns alle. Es ist eine Reise von der Illusion zur Klarheit und weiter zur Verwirklichung ".
Was Sie da sagt ist für mich wahr und verständlich, geht es euch auch so ?
Dies ist für mich auch " die Grundlage " und gleich eine der ersten Herausforderungen für ein waches Leben im Wir.
In dem Wunsch nach dem Verständnis was reines Gewahr sein ist, liegt schon die Ausrichtung um das Erfahrene zu
verstehen und Erfahren immer wieder zu vertiefen, aber ohne Erfahren ist es nicht zu verstehen.
Wir müssen uns erinnern.
So gibt es ein Verständnis für das Unendliche. Ich nehme es selbst wahr und kann es dann auch vielleicht irgendwie beschreiben.(In meiner Form und Möglichkeit natürlich.)
Eine Hauptfrage ist zum Beispiel " Was ist rein, was ist absolut, kenne ich es, oder stelle" Ich" die Frage :" Gibt es überhaupt Reinheit und das Absolute ?
Wer ist dieses " Ich " in dem einem oder in dem anderem Fall ?
Wenn ich Reinheit und das Absolute kenne spielt diese " Ich " einfach nicht mehr eine so große Rolle.
Die Ausrichtung durch die Fragen an sich ergibt aber immer eine Menge Energie, wenn eine wirkliche Suche nach
Antworten dahinter steckt.
von Herzen,
Chetan
Hallo,

ich möchte hier ein wenig provokativ folgende Frage stellen:
bei all den schön klingenden Worten und bei all der angenehmen und sich sicher sehr gut anfühlenden Energie, die in Pyars Veröffentlichungen oder bei ihren Auftritten den einen oder die andere überwältigt, geschieht da Transformation oder handelt es sich nur um eine neue Zelle in Mayas riesigem Gefängnis, wie Jed McKenna es so wunderbar ausdrückt?
Meiner Erfahrung nach ist es sehr leicht, sich durch häufiges Sitzen in Satsangs und das wiederholte Hören weiser Worte aus scheinbar erleuchteten oder auch tatsächlich erleuchteten Mündern (wer weiss das schon so genau?) gut und zunehmend transformiert zu fühlen.
Was jedoch letztlich oft geschieht, ist nur ein Freischaufeln aus der bekannten Gefängniszelle, wobei man jedoch nicht bemerkt, dass der gegrabene Tunnel nicht wirklich im Freien endet, sondern nur in eine neue, andere, vielleicht schönere Zelle des selben Gefängnisses führt (um nocheinmal McKennas Analogie zu benutzen).
Zu Osho (einem wunderbaren Meister) kamen Zehntausende, vielleicht Hunderttausende, viele blieben lange in seiner Nähe, und wieviele von all diesen motivierten Menschen erlangten wohl tatsächlich Befreiung?
Seine Sekretärin, die ihm sicher nahe stand, wurde in den USA zur Verbrecherin, ihr Ego knallte völlig durch, trotz ihrer Nähe zu einem wahren Meister.
Wenn es selbst bei einem so klaren und bewussten Meister wie Osho so wenigen Menschen gelang, ihre Befreiung zu verwirklichen, wie mag dann wohl das bloße Sitzen in Satsangs und das Hören von den Geist beruhigenden, Advaita-geprägten Worten aus den Mündern von mehr oder weniger bewussten Menschen im Vergleich dazu wirken?
Die alten Zen-Meister verwendeten ganz andere Methoden, um den zu ihnen kommenden Suchern aus ihrem Traum zu verhelfen.
Da die Vehaftung mit dem Schmerzkörper (wie Eckhart Tolle es nennt) bei den meisten Menschen sehr gross ist, sind meiner Erfahrung nach tiefgehendere Ansätze als reines Satsangsitzen und gelegentliche Meditation nötig und hilfreich, um das Ego zu erkennen und dessen Kulissen, Masken und Spielchen fallenzulassen.

Herzlich grüsst Ralf
Hallo Ralf,

ich lese gerade Deine Zeilen und möchte Deiner Meinung zustimmen, ja, sie noch verstärken. Frau Pyar Troll-Rauch hat ja mit wunderbaren Worten diesen sich öffnenden Raum des "Wir", der zwischen uns und um uns entsteht, beschrieben. Doch auch ich meine, Satsangsitzen und gelegentliche Meditation werden uns auf unserem Weg zum "wahren Sein" kaum weiter bringen. Erst ein aktives Handeln im Sinne der Bergpredigt und der Nächstenliebe - besser Allliebe, wird zu Veränderungen bei uns und unseren Mitwesen führen und unser Sein optimieren. Erst im Handeln erfahren wir die Vernetztheit unserer inneren Strukturen und unserer Umwelt mit dem Leben, dem Sein. Und so können wir aktiv und adäquat auf die Herausforderungen unserer Zeit antworten und dabei ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen.

Gruß von Rolf
24 Stunden Meditation, so verstehe ich Pyar

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